8. Dezember 2025 / Kroatien / Brodarica / Abendstimmung
Je später der Abend (oder besser gesagt: je später der Nachmittag), um so schöner die Stimmung. Wettermässig war die vergangene Woche nicht so toll. Um so mehr habe ich heute die Sonne, die angenehmen Temperaturen und die prächtige Abendstimmung genossen.
8. Dezember 2025 / Kroatien / Brodarica / Sonnenuntergang
Am elften Tag meiner Reise durfte ich den ersten wirklich schönen Sonnenuntergang erleben. Etwas speziell ist, dass hier die Sonne um diese Jahreszeit bereits um 16.20 Uhr untergeht, also mitten im Nachmittag. Dalmatien liegt doch schon recht weit im Osten und hat, gleich wie wir in der Schweiz oder wie in Spanien, die mitteleuropäische Zeit. Damit wird es recht früh dunkel. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen. Und man muss sein Tagesprogramm etwas anpassen, sprich man muss früher rausgehen. Das Besichtigungsprogramm sollte man spätestens um 15.00 Uhr abgeschlossen haben, da es dann bereits zu dunkeln beginnt. Aber alles kein Problem. Solange das frühe Eindunkeln meine grösste Sorge ist, geht es mir bestens.
8. Dezember 2025 / Kroatien / Sibenik / Uferpromenade mit Crkva Svetog Frane
Parkplätze sind ein knappes Gut in Sibenik. Als ich nach längerer Suche und der Fahrt durch enge Gassen bereits am Aufgeben war und weiterfahren wollte, konnte ich mir doch noch einen der begehrten Plätze ergattern. Da dieser kaum für ein Wohnmobil gedacht war, habe ich Sibenik nur einen Schnellbesuch abgestattet. Was ich dabei gesehen habe, hat mir gut gefallen. Eigentlich wäre ein längerer Aufenthalt angebracht gewesen. Die Furcht vor einer Parkbusse mahnte mich aber zur Eile und zur raschen Weiterfahrt.
8. Dezember 2025 / Kroatien / Nationalpark Krka / Wasserfälle
Bevor ich heute Morgen starten konnte, ging es erst einmal darum, die Scheiben von einer ordentlichen Eisschicht zu befreien. Die Temperaturen waren über Nacht klar in den Minusbereich gefallen. Dafür durfte ich einen schönen Sonnenaufgang und eine prächtige Morgenstimmung miterleben. Deutlich angenehmer war es später im Nationalpark Krka. Herzstück des Parks, der 109 Quadratkilometer gross ist (fast die Hälfte des Kantons Zug) sind die Wasserfälle bei Lozovac. Der Fluss Krka stürzt hier über mehrere Stufen 46 Meter in die Tiefe. Ein wirklich eindrückliches Schauspiel, das man hier erleben darf und dessen Besuch sich wirklich lohnt. Speziell sind die dynamischen Eintrittspreise, die hier zur Anwendung kommen. Was im Sommer 40 Euro kostet, war heute für 7 Euro zu haben. Tolles Wetter, nur eine Handvoll Besucher und ein fast geschenkter Eintritt. Was will man mehr?
7. Dezember 2025 / Bosnien und Herzegowina / Drvar / Crkva Svetog Josipa
Mitte Nachmittag hat sich die Sonne dann doch noch kurz gezeigt. Ich übernachte in der Nähe der kleinen Gemeinde Drvar, in der es eine schöne serbisch-orthodoxe Kirche zu sehen gibt. Morgen geht es dann wieder zurück nach Kroatien. Ich habe im Sinn, der kroatischen Küste entlang bis hinunter nach Split zu fahren. Von dort aus werde ich dann erneut für ein paar Tage nach Bosnien und Herzegowina hinüberfahren. Der erste Teil hier hat mir gut gefallen und ich freue mich auf die Fortsetzung.
7. Dezember 2025 / Bosnien und Herzegowina / Martin Brod / Una-Brücke
Die Strassen, auf denen ich in Bosnien und Herzegowina bisher unterwegs war, waren mehrheitlich gut. Die Brücke, die beim kleinen Weiler Martin Brod über den Fluss Una führte, bildete hier eine Ausnahme. Gemäss Verkehrsschildern soll sie fünf Tonnen tragen. Also eigentlich kein Problem. Bevor ich die Brücke überquerte, habe ich aber gleichwohl ein wenig gezögert und mir die Konstruktion einmal aus der Nähe angeschaut. Sehr vertrauenswürdig sah die Sache nicht aus. Aber alles ging gut. Die Brücke hat uns getragen und wir können unsere Reise fortsetzen.
7. Dezember 2025 / Bosnien und Herzegowina / Nationalpark Una / Strbacki Buk / Wasserfälle
Bosnien und Herzegowina hat gewisse Ähnlichkeiten mit Norwegen: Es gibt tolle Wasserfälle und das Wetter ist schlecht. Zumindest während den ersten 24 Stunden, die ich hier verbracht habe, war das so. Gut zwanzig Kilometer südlich von Bihac stürzt der Fluss Una über mehrere Stufen rund 25 Meter in die Tiefe. Der Wasserfall Strbacki Buk ist wirklich eindrücklich und einen Besuch wert. Als ich heute Mittag dort war, gab es gerade ein Gedränge. Neben mir hat gleichzeitig noch ein junges Paar die Fälle besucht. Allzu viele weitere zahlende Besucher dürfte es heute aber kaum gegeben haben. Der grosse Besucherparkplatz war menschenleer und auf der längeren Zufahrtstrecke ist mir kein einziges anderes Fahrzeug begegnet.
7. Dezember 2025 / Bosnien und Herzegowina / Nationalpark Una / Lohovo / Wasserfälle
Die Una ist ein 212 Kilometer langer Fluss, der in Kroatien entspringt, während vielen Kilometer die Landesgrenze bildet und dann später in die Save fliesst, die sich wiederum in die Donau und ins Schwarze Meer ergiesst (auf das ich im Februar in der Türkei stossen möchte). Im Nordosten von Bosnien und Herzegowina, wo der Fluss besonders schön ist, gibt es den Nationalpark Una. Folgt man dem Fluss, stösst man immer wieder auf Stromschnellen und mehr oder weniger grosse Wasserfälle. Charakteristisch für den Fluss ist auch die grüne Wasserfarbe, die wirklich toll aussieht, wegen dem trüben Wetter auf den Fotos aber nicht so richtig zur Geltung kommt.
6. Dezember 2025 / Bosnien und Herzegowina / Bihac / Una-Ufer
Seit heute Mittag bin ich in Bosnien und Herzegowina. Das Land ist neu für mich. Gleich nach dem Grenzübertritt sind mir drei Dinge aufgefallen. Die Häuser und Geschäfte sind hier grösser, schöner und gepflegter als in Kroatien (erwartet hätte ich eher das Gegenteil). Der Diesel ist nochmals günstiger (rund 1,15 statt 1,35 Franken pro Liter). Und statt Kirchen und Kirchtürme sieht man hier Moscheen und Minarette. Gut die Hälfte der Bevölkerung in Bosnien und Herzegowina sind Muslime (vor allem die Bosniaken), knapp ein Drittel sind Serbisch-Orthodoxe (vor allem die Serben). Gleich geblieben ist das Wetter. Dieses ist auf beiden Seiten der Grenze schlecht und wird wohl leider auch morgen schlecht sein.
5. Dezember 2025 / Kroatien / Klenovica / Aussicht auf Kvarner Bucht
Die kommende Nacht verbringe ich auf einem Parkplatz hoch über der Kvarner Bucht. Die Aussicht aufs Meer und die Insel Krk ist toll. Ganz legal ist mein Verhalten allerdings nicht. Frei übernachten ist in Kroatien eigentlich strengstens verboten und wird mit Bussen bis zu 400 Euro geahndet. Nach allem, was ich bisher gelesen und gehört habe, drücken Polizei und lokale Behörden im Winter aber beide Augen zu. Schliesslich sind die meisten Campingplätze geschlossen, so dass man eigentlich keine Alternative hat. Mein Erfahrungsschatz ist noch gering, aber schlechte Erfahrungen mit der kroatischen Polizei habe ich bisher keine gemacht, was auch so bleiben soll. Der Wind, der zurzeit gehörig blässt und Hopo ordentlich zum Schaukeln bringt, beunruhigt mich aktuell stärker als Gedanken an die Polizei.