Nebel im Lovcen Nationalpark

19. Dezember 2025 / Montenegro / Lovcen Nationalpark / Nebelmeer nordwestlich vom Mausoleum

Landschaftlich bietet der Lovcen Nationalpark enorm viel. Da ist einerseits einmal die Serpentinenstrasse mit ihren phantastischen Ausblicken auf die Bucht von Kotor. Dann ist da das schöne Karstgebirge, das man durchfährt. Es gibt auch Höhlen. Und zuoberst beim Mausoleum hat man einen prächtigen Rundumblick auf die montenegrinische Landschaft. Auch stimmungsmässig war es heute recht abwechslungsreich. Zum Teil prächtiger Sonnenschein, dann wieder Nebelfelder. Ich war mir zuerst nicht sicher, ob ich durch den Park fahren will. Zum Glück habe ich es getan. Es hat mir sehr gut gefallen.

Lovcen Nationalpark – Serpentinenstrasse vom Feinsten

19. Dezember 2025 / Montenegro / Lovcen Nationalpark / Serpentinenstrasse / Ausblick auf Bucht von Kotor

Südöstlich vom Kotor liegt der Lovcen Nationalpark. Herzstück des Parks ist das
Njegos-Mausoleum auf dem Gipfel des Jezerski Vrh auf 1655 Meter Höhe. Das Mausoleum ist die letzte Ruhestätte eines bedeutenden Dichters. Zum Mausoleum gelangt man von Kotor aus über eine Serpentinenstrasse, die zu den spektakulärsten Strecken gehört, die ich je gefahren bin. Die Strasse, die auch als „Leiter von Kotor“ bezeichnet wird, ist eng und unübersichtlich. Belohnt wird man mit phantastischen Ausblicken auf die Bucht von Kotor. Der Schweizer Camperfahrer ist begeistert, schwitzt aber bei etlichen Kreuzungsmanövern Blut. Und was machen die Montenegriner: Sie hängen cool an ihren Natels und sind fröhlich am Telefonieren.

Kotor

18. Dezember 2025 / Montenegro / Kotor / Trg od Oruzja

Ganz am Ende der fast dreissig Kilometer langen Bucht von Kotor liegt die Stadt, die dem fjordähnlichen Meereseinschnitt ihren Namen gegeben hat: Kotor. Kotor besitzt eine gut erhaltene mittelalterliche Altstadt, die vollständig von einer mächtigen Stadtmauer umschlossen ist, die bis zu einer Festung in 260 Metern Höhe hinaufreicht. Selbst bei trübem Wetter ist es spannend, durch die zum Teil recht engen Altstadtgassen zu bummeln. Dabei trifft man immer wieder auf offene Plätze und Kirchen. Kotor ist definitiv sehenswert und verdient es, zum UNESCO-Weltkulturerbe zu gehören.

Perast

8. Dezember 2025 / Montenegro / Perast / Dorf vom Ufer aus

Der Regen hat sich verzogen. Die Wolken leider noch nicht. Erst ab morgen sollte ich wieder in den Genuss von sonnigem Wetter kommen. Schade, dass es nicht bereits heute in Perast schöner war. Perast ist ein malerisches Städtchen an der Bucht von Kotor, das mich stark an „unser“ Morcote erinnert hat. Perast ist aber grösser und hat zudem zwei vorgelagerte Inseln zu bieten, auf denen je eine Kirche steht und die man mit Booten besuchen kann. Auffällig ist auch die venezianisch geprägte Architektur, die bei einigen Palästen zum Tragen kommt. Ein wahres Bijou, das ich heute Morgen besuchen durfte und das wahrlich besseres Wetter verdient gehabt hätte.

Regentag an der Bucht von Kotor

17. Dezember 2025 / Montenegro / Kameno / Bucht von Kotor

Der angekündigte Regentag ist Tatsache geworden. Wir (Hopo und ich) haben uns daher entschieden, einen Ruhetag einzulegen. Wir haben einen tollen Aussichtspunkt oberhalb von Herceg Novi gefunden, an dem wir den ganzen Tag gestanden sind und wo wir auch die Nacht verbringen werden. Trotz schlechtem Wetter haben wir die Aussicht von hier oben genossen. Die Bucht von Kotor (Boka Kotorska) ist eine spektakuläre, fjordähnliche Meeresbucht, die von steilen Kalksteinbergen umgeben ist. Gelegentlich wird die Bucht auch als der südlichste Fjord Europas bezeichnet, was aber falsch ist. Fjorde sind durch die Erosion von Gletschern entstanden, was bei der Boka Kotorska nicht der Fall ist. Der Schönheit der Gegend tut das aber keinen Abbruch.

Herceg Novi

16. Dezember 2025 / Montenegro / Herceg Novi / Stari Grad mit Crkva sv. Arhangela Mihaila

Ich bin nun in Montenegro. Der Grenzübertritt verlief problemlos. Einen Grenzkontrollstempel der Bosnier in den Reisepass, einen der Mazedonier, und weiter geht die Reise (ja, lieber Frank, es gibt sie doch noch, die Passstempel). Durch eine schöne Karstlandschaft bin ich hinunter an die Bucht von Kotor gefahren. Ich habe mir heute noch Herceg Novi angeschaut, ein schöner Badeort, der nicht nur bei den Montenegriner beliebt ist. Herceg Novi verfügt über ein beeindruckendes Verteidigungssystem mit mehreren Festungen und über eine schöne, gepflegte Altstadt. Einen Unterschied zu Kroatien konnte ich bisher nicht ausmachen. Der Euro ist hier wieder die Landeswährung, und Parkplätze sind auch hier eine Mangelware. Irritiert hat mich einzig, dass Herceg Novi auch als „Stadt der Sonne“ bezeichnet wird. Davon habe ich heute nichts gemerkt.