Podgorica

21. Dezember 2025 / Montenegro / Podgorica / Kathedrale der Auferstehung Christi

Podgorica ist die Hauptstadt Montenegros. Die Stadt zählt 180’000 Einwohner, was beinahe dreissig Prozent der montenegrinischen Bevölkerung entspricht. Podgorica wurde im Zweiten Weltkrieg fast vollständig niedergebombt. Es ist daher eine moderne Stadt, in der es kaum noch historische Bausubstanz gibt. Das als Altstadt bezeichnete Quartier ist aus touristischer Sicht denn auch uninteressant. Mit Abstand am besten gefallen hat mir die serbisch-orthodoxe Kathedrale. Bei Prachtwetter wie heute kommt der Bau aus hellem Kalkstein speziell gut zur Geltung.

Spektakuläre Flussschleife

21. Dezember 2025 / Montenegro / Rijeka Crnojevica / Flussschleife

Bevor der Fluss Crnojevica in den Skandersee mündet, umfliesst er nahe der Ortschaft Rijeka Crnojevica in einer weiten Schleife eine Felsformation. Die Flussschleife wird oft mit dem bekannten Horseshoe Bend in Arizona verglichen, nur dass der Fluss hier grüner sein soll. Direkt an der in der Höhe vorbeiführenden Strasse gibt es einige Aussichtspunkte, von denen aus man die fantastische Landschaft betrachten kann. Das Beste dabei: Nicht nur die Flussschleife sieht spektakulär aus, sondern die gesamte Landschaft auf der kurvenreichen Anfahrt von Virpazar her.

Virpazar

20. Dezember 2025 / Montenegro / Virpazar / Fluss Crmnica

Virpazar liegt am Fluss Crmnica, der hier in den Skutarisee fliesst. In meinem nicht mehr ganz taufrischen Reiseführer wird Virpazar noch als Fischerdorf angepriesen. Berufsfischer und Fischerboote habe ich allerdings keine gesehen. Dafür eine Reihe von Ausflugsbooten. Virpazar ist der Ort, von dem aus die meisten Touristen zu einer Bootstour starten. Den wenigen Gästen, die mir heute in Virpazar begegnet sind, war allerdings mehr nach Essen denn nach einer Bootsfahrt zumute.

Skutarisee

20. Dezember 2025 / Montenegro / Skutarisee / See bei Virpazar

Der Skutarisee ist der grösste See auf der Balkanhalbinsel. Er ist fast fünfzig Kilometer lang. Zwei Drittel des Sees liegen in Montenegro, ein Drittel in Albanien. Landschaftlich ist er einer der schönsten Seen, die ich je gesehen habe. Er ist von schroffen Karstbergen umgeben. Immer wieder ragen dem Ufer entlang kleinere Inseln aus dem Wasser. Dazu gibt es Sumpfgebiete. Bekannt ist der See auch für seine reiche Vogelwelt, zu der auch Pelikane gehören. Pelikane habe ich leider keine sichten können. Die im Wasser stehenden Bäume haben mir aber auch gut gefallen.

Auf der Panoramastrasse Nr. 3

20. Dezember 2025 / Montenegro / Skutarisee / Panoramastrasse Nr. 3

Die Südseite des Skutarisees wird auf der montenegrinischen Seite mehrheitlich durch die Panoramastrasse Nr. 3 erschlossen. Diese führt meist hoch über dem Ufer dem See entlang und eröffnet immer wieder fantastische Ausblicke. Was die Landschaft angeht, ist es eine Traumstrasse. Zum Fahren ist es schon eher eine Alptraumstrasse. Mehrheitlich ist man einspurig unterwegs mit mehr oder weniger breiten Ausweichstellen (die abgebildete ist eine sehr breite). Zum Glück hat es zurzeit wenig Verkehr, so dass man bloss alle fünf bis zehn Minuten einmal kreuzen muss. Wichtig ist, dass man genug Zeit einplant. Gemäss GPS sind achtzig Stundenkilometer erlaubt, in Tat und Wahrheit schafft man aber bloss rund 25 Kilometer in der Stunde. Aber es lohnt sich. Die Landschaft ist fantastisch schön.

Ulcinj

20. Dezember 2025 / Montenegro / Ulcinj / Altstadt von Osten her

Ulcinj ist die südlichste montenegrinische Gemeinde, die mit einer prächtigen Altstadt aufwarten kann. Von hier sind es nur noch knapp zwanzig Kilometer bis zur albanischen Grenze. Und nach Albanien will ich ja. Aber noch nicht jetzt. Ich will mir noch das montenegrinische Hinterland anschauen und dann über den Kosovo und Nordmazedonien nach Albanien reisen. Bis dahin habe ich noch gut eine Woche Zeit. Auch die Altstadt von Ulcinj ist sehr gepflegt. Aber auch sehr touristisch mit Hotels, Restaurants, Bars und Souvenirläden. Die sind zurzeit aber mehrheitlich im Winterschlaf.

Stari Bar

20. Dezember 2025 / Montenegro / Bar / Altstadt Stari Bar

Sehr viel übrig geblieben ist nicht von der Altstadt der Küstenstadt Bar. Verschiedene Ereignisse haben dazu beigetragen, dass Bars Altstadt heute eine Ruinenstadt ist. Während des Montenegrinisch-Osmanischen Krieges sprengten 1878 montenegrinische Truppen das Aquädukt, um die Wasserversorgung der Stadt abzuschneiden, was zur Kapitulation führte und viele Zerstörungen verursachte. Später flog ein Munitionsdepot in die Luft. Und 1979 sorgte ein schweres Erdbeben für weitere Schäden. Gleichwohl ist es interessant, sich die Ruinenstadt anzuschauen. Der Besucherandrang hält sich zurzeit aber in Grenzen. Heute Morgen waren wir zu dritt auf dem Gelände: Ich und zwei ortskundige Hunde, die sich die Zeit genommen haben, mich durchs Gelände zu führen.

Sveti Stefan

19. Dezember 2025 / Montenegro / Sveti Stefan / Insel

Sveti Stefan war früher ein einfaches Fischerdorf. Heute ist es ein ganz exklusives Luxus-Ferienresort. Die kleine Insel, auf der sich die luxuriösen Hotels und Apartments befinden, ist durch einen schmalen Damm mit dem Land verbunden. Zutritt zur Insel hat man nur als Hotelgast (Zimmer bekommt man angeblich ab 700 Euro pro Nacht), als Besitzer eines Apartments oder im Rahmen einer bezahlten und geführten Besichtigungstour. Aus der Ferne sieht die Insel toll aus. Das Exklusive und die Zutrittsbedingungen gefallen mir als einfachem Camper aber ganz und gar nicht. Ich bin daher rasch weitergezogen und habe mir einen feinen Übernachtungsplatz ausgesucht, der eher meinem Gusto entspricht.

Budva

19. Dezember 2025 / Montenegro / Budva / Altstadt

Budva ist einer der bekanntesten und beliebtesten Badeorte an der montenegrinischen Adriaküste. Es gibt viele Hotels, Restaurants, Bars, Eisdielen, Diskotheken und was es sonst noch so für einen Strandurlaub braucht. Und es wird weiterhin gebaut wie verrückt. Alles sieht gut und recht gepflegt aus. Einzig die Strände, die ich hier sah, fand ich nicht so toll. Aber ich bin auch nicht wegen den Ständen gekommen, sondern wegen der schönen Altstadt. Mit ihren engen Gassen, Plätzen und Kirchen hat sie mich stark an Trogir oder Split erinnert. Auch hier ist alles sehr gut erhalten und gepflegt. Einen Unterschied zu den bekannten kroatischen Altstädten konnte ich nicht ausmachen.

Cetinje

19. Dezember 2025 / Montenegro / Cetinje / Kloster

Cetinje liegt etwa fünfzehn Kilometer von Kotor und vom Meer entfernt und hat rund 14’000 Einwohner. Bis 1918 war Cetinje die Hauptstadt Montenegros. Erst als das Land vor gut hundert Jahren ein Teil des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen wurde, hat man Podgorica (damals Titograd) zur Hauptstadt gemacht. In der Stadt gibt es einige interessante historische Gebäude zu sehen. Cetinje hat mir gut gefallen. Noch schöner als die Stadt selbst war aber der Weg dorthin.