14. Januar 2026 / Griechenland / Athen / Lykabettus / Aussicht auf Athen
Die Aussicht vom Lykabettus ist grandios. Wenn man um die Kapelle und um das Restaurant herumläuft, hat man eine 360-Grad-Sicht auf Athen. Und die Stadt mit ihren 650’000 Einwohnern (im Grossraum Athen sind es sogar mehr als drei Millionen) ist riesig und sieht mit ihren überwiegend weiss gestrichenen Häusern auch gut aus. Im Südwesten kann man dann noch gut Piräus und das Ägäische Meer sehen. Der Aufstieg (oder die Fahrt) auf den Lykabettus lohnt sich wirklich.
14. Januar 2026 / Griechenland / Athen / Lykabettus / Kapelle des Heiligen Georg
Die Kapelle des Heiligen Georg ist das höchstgelegene Gotteshaus Athens. Sie steht 277 Meter über dem Meer auf dem Lykabettus, dem Hausberg Athens. Auf den Gipfel des Lykabettus kommt man entweder mit einer Seilbahn oder aber über einen schön angelegten Zickzackweg zu Fuss. Der Legende nach soll Athene den Berg fallen gelassen haben, als sie ihn für den Bau einer Festung transportierte. Die weiss getünchte Kapelle ist eine griechisch-orthodoxe Kirche aus dem 18. Jahrhundert. Im Innern wirkt sie eher bescheiden. Das ist aber sekundär. Auf den Lykabettus kommen nur die Allerwenigsten wegen der Kapelle, sondern wegen der grandiosen Aussicht, die man von hier oben hat.
13. Januar 2026t / Griechenland / Thorikos / Theater von Thorikos
Über Mittag habe ich beim Theater von Thorikos einen Halt eingelegt. Erbaut wurde dieses 500 Jahre vor Christus. Damit gehört es zu den ältesten erhaltenen antiken griechischen Theatern der Welt. Ungewöhnlich ist die elliptische Form des Theaters, die deutlich vom sonst üblichen Halbkreis abweicht. Speziell ist, dass das Theater frei zugänglich ist. Es gibt eine Hinweistafel. Und das ist es dann auch schon. Bei meinem heutigen Besuch war weit und breit kein Mensch zu sehen und ich konnte mich frei und ungestört auf dem ganzen Ausgrabungsgelände bewegen und die ganze Szenerie in aller Ruhe für mich alleine geniessen.
Das südöstlich von Athen gelegene Lavrion ist ein Fähr- und Handelshafen, der speziell für Fahrten zu den Kykladen genutzt wird. Eigentlich wollte ich nur durchfahren. Als ich dann aber die farbigen Fischerboote sah, musste ich unbedingt anhalten. Fischerhäfen ziehen mich irgendwie magisch an. Der Halt hat sich gelohnt. Das ganze Hafengelände ist sehenswert, und auch die übrigen Teile des Städtchens, die ich zu sehen bekam, haben mir gut gefallen. Südlich vom Hafen soll es noch einige hübsche Badebuchten geben und auch die hiesige Gastronomie soll für ihre Fischgerichte und für Meeresfrüchte bekannt sein.
13, Januar 2026 / Griechenland / Kap Sounion / Poseidontempel
Der auf der südlichsten Spitze Attikas gelegene Poseidontempel gehört zu den meistbesuchten archäologischen Stätten Griechenlands. Und von denen gibt es ja nicht wenige. Der Tempel liegt auf dem höchsten Punkt am Kap Sounion, von wo aus man eine fantastische Aussicht auf einige kleine Inseln und auf das ägäische Meer hat. Für die alten Griechen war das Kap Sounion ein mythischer Ort. Hier soll König Aigeus von Athen ins Wasser gesprungen sein, als er dachte, sein Sohn Theseus sei tot, was dem Meer seinen Namen gab (Ägäis). Die weissen Säulen des Tempels dienten antiken Schiffen, die Athen ansteuerten, als sichtbares Zeichen, um sich zu orientieren. Für mich persönlich hat das Kap Sounion eine besondere Bedeutung, weil ich bereits als Schulkind einmal mit meinen Eltern hier war. Nachdem ich direkt unter dem Tempel eine wunderbar ruhige Nacht verbracht habe, ist der Ort für mich noch spezieller geworden.
12. Januar 2026 / Griechenland / Kap Sounion / Abendstimmung
Kap Sounion ist bekannt für den Poseidontempel, der schön auf einer Anhöhe über dem Meer steht. Und Kap Sounion ist bekannt für seine Sonnenuntergänge. Und tatsächlich waren heute Abend einige Reisecars und Kleinbusse hier vor Ort. Der heutige Sonnenuntergang war für die meisten Besucher wohl eher enttäuschend, da die Sonne hinter einem Wolkenband und nicht hinter dem Horizont verschwand. Dafür gab es später noch eine schöne Abendstimmung zu sehen. Da waren die Reisecars und Kleinbusse aber längst weggefahren. Schade. Oder anders gesagt: Man muss halt gelegentlich auch etwas warten können.
12. Januar 2026 / Griechenland / Athener Riviera / Küste westlich vom Kap Sounion
Heute war Suchen angesagt. Ich habe den Dieselzusatz AdBlue gesucht, ohne den Hopo irgendwnn nicht mehr läuft. Und obwohl es in Griechenland nur wenige AdBlue-Zapfsäulen gibt, habe ich tatsächlich per Zufall eine gefunden. Und ich habe erfolgreich einen bewachten Parkplatz gesucht, auf dem Hopo während meines Heimurlaubs friedlich warten kann. Die meiste Zeit des Tages habe ich damit verbracht, eine Toyota-Garage zu suchen, die Hopo reparieren kann, da ich auf irgendeiner Schotterpiste im Balkan ein Unterbodenblech beschädigt habe. Fündig geworden bin ich leider noch nicht, da drei Werkstätten nicht über die notwendige Deckenhöhe für eine Reparatur verfügten, eine nicht mehr existierte und die letzte mir einen unseriösen Eindruck machte. Da habe ich noch eine Aufgabe vor mir. Und schliesslich habe ich auch noch schöne Landschaften gesucht. Und die habe ich dann tatsächlich auch noch gefunden, und zwar an der Küste ganz im Süden von Athen. Die Küste hier ist überwiegend schroff und steinig. Was für ein Glück. Gäbe es hier lange Sandstrände, wäre wohl alles zubetoniert.
10. Januar 2026 / Griechenland / Chalkida / Kirche Agios Nikolaos
Ursprünglich hatte ich im Sinn, noch ein paar Tage im Westen Griechenlands zu bleiben. Alle Wetterkarten sagten aber in etwa das Gleiche: Dauerregen im Westen Griechenlands, recht schönes Wetter im Osten. Ich habe mich daher entschlossen, relativ zügig auf die Ostseite zu wechseln. Und das war sicher richtig. Heute bin ich mit viel Sonne und zwanzig Grad Wärme verwöhnt worden. Und bis ich am 16. Januar in die Schweiz zurückkehre, sollte es recht sonnig bleiben. Der Wechsel hat auch den Vorteil, dass ich nicht mehr allzu weit von Athen entfernt bin. Zurzeit blockieren protestierende Landwirte wichtige Autobahnen und Verkehrsknotenpunkte. Auf der Fahrt nach Chalkida wurde ich viermal umgeleitet und musste ordentliche Umwege in Kauf nehmen. Da damit gerechnet wird, dass die Proteste anhalten, ist es sicher von Vorteil, dass ich nicht mehr allzu weit vom Flughafen entfernt bin.
10. Januar 2026 / Griechenland / Chalkida / Alte Evripos Brücke
In Griechenland gibt es über hundert bewohnte Inseln. Die allermeisten sind nur per Schiff, Fähre oder Flugzeug erreichbar. Anders die Insel Euböa. Um auf sie zu gelangen, muss man in Chalkida bloss die 42 Meter lange Evripos Brücke überqueren. Und Euböa ist nicht etwa ein unbedeutendes kleines Inselchen, sondern hinter Kreta die zweitgrösste Insel Griechenlands. Die Insel ist 175 Kilometer lang und 3660 Quadratkilometer gross (grösser als der Kanton Tessin). Ich habe im Sinn, mindestens zwei Tage hierzubleiben. Das tolle Wetter muss genutzt werden. Und ich sollte endlich wieder einmal mein Fahrrad bewegen, bevor es einrostet.
9. Januar 2026 / Griechenland / Delphi / Archäologische Stätte
„Du musst unbedingt Delphi besuchen“, hat mir der junge Parkplatzaufseher vom Varlaam-Kloster mit auf den Weg gegeben. Artig wie ich bin, habe ich mich bestens für den wertvollen Tipp bedankt. Wobei: So wertvoll war der Tipp nun auch wieder nicht. Ich hätte Delphi ohnehin besucht. Die Ausgrabungsstätte gehört fast schon zum Pflichtprogramm, wenn man hier in der Gegend ist. Die Ruinenstadt liegt herrlich an einem steilen Berghang auf rund 700 Metern Höhe und ist wirklich sehenswert. Das Modell der Gesamtanlage, die die alten Griechen vor rund 2500 Jahren erbaut haben, ist eindrücklich. Ich habe mich dauernd gefragt, wie man bloss dazu kommt, in einer so abgelegenen Gegend eine so riesige Prachtanlage zu bauen. Einmal mehr hat mir das Internet die Antwort geliefert. Laut einer Sage liess Zeus zwei Adler von den Enden der Welt aufsteigen, die sich genau hier in Delphi trafen. Der Ort wurde damit zum „Nabel der Welt“ und zum religiösen Zentrum der antiken griechischen Welt. Schon wieder etwas gelernt.