Wo haben die mein Bild her?

12. Dezember 2025 / Bosnien und Herzegowina / Blidinje / Graffiti

Am Blidinje-See war ich vorher noch nie. Ich war darum sehr erstaunt, als ich plötzlich mein Konterfei als Graffiti auf einem Häuschen entdeckt habe. Danke für die Aufmerksamkeit, Freunde. Aber wo habt ihr bloss mein Bild her?

Blidinje-See

12. Dezember 2025 / Bosnien und Herzegowina / Blidinje / Blidinje-See

Vierzig Kilometer hinter der kroatischen Grenze stösst man auf knapp 1200 Metern Höhe auf den Blidinje-See. Der See, der zum Naturpark Blidinje gehört, ist der grösste Bergsee in Bosnien und Herzegowina. Ganz speziell ist, dass die Fläche des Sees je nach Saison und Wetterverhältnissen zwischen drei und sechs Quadratkilometern variieren kann. Die Tiefe soll sogar zwischen 0,5 und 4,5 Meter variieren. Die Landschaft rundherum ist mit ihren zum Teil recht hohen, frisch verschneiten Bergen wunderschön.

Drvar

7. Dezember 2025 / Bosnien und Herzegowina / Drvar / Crkva Svetog Josipa

Mitte Nachmittag hat sich die Sonne dann doch noch kurz gezeigt. Ich übernachte in der Nähe der kleinen Gemeinde Drvar, in der es eine schöne serbisch-orthodoxe Kirche zu sehen gibt. Morgen geht es dann wieder zurück nach Kroatien. Ich habe im Sinn, der kroatischen Küste entlang bis hinunter nach Split zu fahren. Von dort aus werde ich dann erneut für ein paar Tage nach Bosnien und Herzegowina hinüberfahren. Der erste Teil hier hat mir gut gefallen und ich freue mich auf die Fortsetzung.

Augen zu und drüber …

7. Dezember 2025 / Bosnien und Herzegowina / Martin Brod / Una-Brücke

Die Strassen, auf denen ich in Bosnien und Herzegowina bisher unterwegs war, waren mehrheitlich gut. Die Brücke, die beim kleinen Weiler Martin Brod über den Fluss Una führte, bildete hier eine Ausnahme. Gemäss Verkehrsschildern soll sie fünf Tonnen tragen. Also eigentlich kein Problem. Bevor ich die Brücke überquerte, habe ich aber gleichwohl ein wenig gezögert und mir die Konstruktion einmal aus der Nähe angeschaut. Sehr vertrauenswürdig sah die Sache nicht aus. Aber alles ging gut. Die Brücke hat uns getragen und wir können unsere Reise fortsetzen.

Strbacki Buk

7. Dezember 2025 / Bosnien und Herzegowina / Nationalpark Una / Strbacki Buk / Wasserfälle

Bosnien und Herzegowina hat gewisse Ähnlichkeiten mit Norwegen: Es gibt tolle Wasserfälle und das Wetter ist schlecht. Zumindest während den ersten 24 Stunden, die ich hier verbracht habe, war das so. Gut zwanzig Kilometer südlich von Bihac stürzt der Fluss Una über mehrere Stufen rund 25 Meter in die Tiefe. Der Wasserfall Strbacki Buk ist wirklich eindrücklich und einen Besuch wert. Als ich heute Mittag dort war, gab es gerade ein Gedränge. Neben mir hat gleichzeitig noch ein junges Paar die Fälle besucht. Allzu viele weitere zahlende Besucher dürfte es heute aber kaum gegeben haben. Der grosse Besucherparkplatz war menschenleer und auf der längeren Zufahrtstrecke ist mir kein einziges anderes Fahrzeug begegnet.

Nationalpark Una

7. Dezember 2025 / Bosnien und Herzegowina / Nationalpark Una / Lohovo / Wasserfälle

Die Una ist ein 212 Kilometer langer Fluss, der in Kroatien entspringt, während vielen Kilometer die Landesgrenze bildet und dann später in die Save fliesst, die sich wiederum in die Donau und ins Schwarze Meer ergiesst (auf das ich im Februar in der Türkei stossen möchte). Im Nordosten von Bosnien und Herzegowina, wo der Fluss besonders schön ist, gibt es den Nationalpark Una. Folgt man dem Fluss, stösst man immer wieder auf Stromschnellen und mehr oder weniger grosse Wasserfälle. Charakteristisch für den Fluss ist auch die grüne Wasserfarbe, die wirklich toll aussieht, wegen dem trüben Wetter auf den Fotos aber nicht so richtig zur Geltung kommt.

Bihac

6. Dezember 2025 / Bosnien und Herzegowina / Bihac / Una-Ufer

Seit heute Mittag bin ich in Bosnien und Herzegowina. Das Land ist neu für mich. Gleich nach dem Grenzübertritt sind mir drei Dinge aufgefallen. Die Häuser und Geschäfte sind hier grösser, schöner und gepflegter als in Kroatien (erwartet hätte ich eher das Gegenteil). Der Diesel ist nochmals günstiger (rund 1,15 statt 1,35 Franken pro Liter). Und statt Kirchen und Kirchtürme sieht man hier Moscheen und Minarette. Gut die Hälfte der Bevölkerung in Bosnien und Herzegowina sind Muslime (vor allem die Bosniaken), knapp ein Drittel sind Serbisch-Orthodoxe (vor allem die Serben). Gleich geblieben ist das Wetter. Dieses ist auf beiden Seiten der Grenze schlecht und wird wohl leider auch morgen schlecht sein.