Sitges – Hübscher Badeort südlich von Barcelona

4. Mai 2024 / Spanien / Sitges / Kirche Sant Sebastia

Eigentliche Idee war es, heute bis südlich von Tarragona zu fahren. Das ist uns nun zu weit. Wir lassen Barcelona und dessen stark frequentierten Autobahnen hinter uns und zweigen dann ab ans Meer nach Sitges. Ein hübscher Badeort mit einer kleinen aber feinen Altstadt sowie einer langen, ausgesprochen gut genutzten Strandpromenade. Obwohl die Gemeinde „unseren“ Stellplatz zugesperrt hat, übernachten wir in Sitges.

Spontaner Halt in Girona

4. Mai 2024 / Spanien / Girona / Häuserreihe am Riu Onyar

Kurz vor Girona entschliessen wir uns spontan, einen kurzen Halt einzulegen. Nicht das erste Mal. Die Stadt ist ohne grossen Umweg zu erreichen, hat einen praktischen Stellplatz und genügend Parkplätze in akzeptabler Fussdistanz zur Altstadt. Und Girona ist ausgesprochen schön. Speziell die farbigen Häuser am Riu Onyar faszinieren immer wieder. Die Altstadt zieht sich den Hang hinauf und bietet eindrucksvolle Aussichtspunkte. Kathedrale und Basilika gefallen ebenso wie die begehbare Stadtmauer, Stadttürme mit schwindelerregenden Wendeltreppen und verwinkelten Altstadtgassen. Girona, wir kommen sicher wieder.

Perpignan überrascht uns

4. Mai 2024 / Frankreich / Perpignan / Place de la Cativa

Gut 30 km von der spanischen Grenze entfernt ist Perpignan die südlichste Stadt auf dem französischen Festland (120’000 Einwohner). Nichts Spektakuläres. Aber wir sind dennoch positiv überrascht. Perpignan hat einige hübsche Plätze zu bieten. Die Kathedrale St-Jean gefällt uns mit ihrem speziellen Turm. Eindrücklich ist das Stadttor Castillet. Enttäuschend ist einzig die Zitadelle, in der die Armee haust und die daher nicht zugänglich ist. Egal. Hauptsache, es ist recht sonnig und spürbar wärmer.

Am Canal du Midi

3. Mai 2024 / Frankreich / Colombiers / Übernachtungsplatz am Canal du Midi

Nach gut 770 km sind wir nahe von Bézers am Canal du Midi angekommen. Hopo hat eine Ruhepause verdient. Und wir wohl auch. Es ist immer noch recht stark bewölkt, aber merklich wärmer. Diese Nacht können wir die Heizung wohl ausgeschaltet lassen. Es ist ja schliesslich Mai und wir sind in Südfrankreich.

Zwischenhalt in Millau

3. Mai 2024 / Frankreich / Millau / Hinter dem Centre commercial

Kroatien. Wir fahren nach Kroatien. Zumindest bis drei Tage vor der Abfahrt waren wir noch fest entschlossen, nach Kroatien zu reisen. Die mittelfristigen Wetterprognosen haben uns aber zum Umdenken bewogen. Italien sollte es nun sein. Doch auch hier sahen die Wetterprognosen plötzlich nicht mehr allzu rosig aus. So haben wir keine zwei Stunden vor der Abreise beschlossen, Spanien anzupeilen. Schliesslich sind es schon wieder vier Monate her, seit wir das letzte Mal von Valencia zurückgekehrt sind. Nun hoffen wir, dass uns Kachelmann und seine Wetterfrösche keinen Streich spielen. Der heutige Tag lässt dies leider nicht ausschliessen. Die Sonne liess sich eher selten blicken, die Scheibenwischer waren öfters in Betrieb.

Hopo, unser Pickup-Camper

Hopo ist ein sogenannter Pickup-Camper. Das Basisfahrzeug ist ein Toyota Hilux Baujahr 2019 mit einem 2,4-Liter-Motor und einer Extra Cab Kabine (erweiterte Kabine mit kleineren Rücksitzen). Beladen wiegt das Gesamtgefährt mitsamt Insassen gegen 3,5 Tonnen und verbraucht 12,5 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Die Wohnkabine (Husky 240/5) stammt von der Firma Bimobil aus Oberpframmern bei München. Schweizer Importeur und Nachrüster ist die Firma Tartaruga AG aus Kleinadelfingen aus dem Zürcher Weinland. Mit Hopo sind wir dank ausreichenden Solarzellen autark unterwegs. Wir müssen alle drei bis vier Tage Frischwasser tanken und entsorgen, sind ansonsten aber nicht auf die externe Infrastruktur angewiesen, die ein Campingplatz bietet.

Küche

Unsere Küche umfasst zwei Kochstellen, einen Spültrog, einen mit Solarstrom betriebenen Kühlschrank, eine Geschirrschublade, zwei Küchenschränke und ein Gewürzregal. Nicht ganz das, was man sich von zu Hause gewohnt ist. Aber in einem Camper ist ja ohnehin alles kleiner und eingeschränkter. Für die Gerichte, die wir uns unterwegs zubereiten, reicht die Ausrüstung alleweil. Wie bei Campern üblich, kochen wir mit Gas. Zur Gasanlage gehören zwei spezielle Gastankflaschen à je fünf Liter, die wir an jeder normalen Autogas-Tankstelle selber nachfüllen können (falls das nicht wie etwa in Italien gesetzlich verboten ist). Gas brauchen wir fürs Kochen, für die Aufbereitung von Warmwasser und gelegentlich zum Heizen (in der Regel heizen wir aber mit Diesel). Volle Gastanks reichen für gut zwei Monate.

Wohnzimmer

Unser feudales Wohnzimmer besteht aus zwei Sitzplätzen und einem Holztisch. That’s it. Mehr Wohnraum steht uns im Camper nicht zur Verfügung. Und mehr brauchen wir eigentlich auch gar nicht, ist es doch unser Ziel, möglichst viel Zeit im Freien zu verbringen. Wobei, halt, etwas ganz Wichtiges habe ich vergessen. Zu unserem Wohnzimmer gehört auch ein Panoramafenster. Und durch dieses haben wir bereits eine Vielzahl schönster Landschaften betrachten können. Zu Hause haben wir natürlich viel mehr Platz als im Hopo. Die tolle Aussicht, die wir unterwegs geniessen können, haben wir dort aber nicht. Und die ist eigentlich unbezahlbar. Beheizen können wir unseren Wohnraum mit einer Diesel- und einer Gasheizung. Meist ist die Dieselheizung im Einsatz, da Diesel einfacher zu beschaffen ist. Auf eine Klimaanlage haben wir bewusst verzichtet, da sich eine solche nicht mit Solarstrom betreiben lässt und wir gerne autark sind. Um der grossen Hitze auszuweichen, verbringen wir die Sommer vorwiegend im Norden und die Winter im Süden, was bisher bestens funktioniert hat.

Alkoven

Wir schlafen über der Fahrerkabine, im sogenannten Alkoven, und das in Fahrtrichtung. Die Ausrichtung unseres Bettes hat den Vorteil, dass man ins Bett gehen und aufstehen kann, ohne den Partner gross zu stören. Wir nutzen eine normale Schaumstoffmatratze und darunter ein Froli Bettsystem (modulare Unterfederung aus flexiblen Kunststoff-Federelementen). Wohnen und Reisen im Camper hat ganz viele Vorteile. Einer der wichtigsten ist, dass man immer in seinem eigenen Bett schläft, an das man gewöhnt ist und in dem man sich wohlfühlt.

Nasszelle

Alles ist auf engem Raum untergebracht. Aber wir haben in unserer Nasszelle alles, was wir brauchen, sprich ein Waschbecken, eine Dusche, ein WC und Stauraum für das Wichtigste. Hopo besitzt einen Frischwassertank mit einem Fassungsvermögen von 100 Litern. Bei täglich je einer Dusche reicht das für vier Tage aus. In den meisten bisher besuchten Ländern findet man im öffentlichen Raum Brunnen oder Zapfsäulen, an denen man sauberes Trinkwasser nachfüllen kann. Das gleiche gilt für Entsorgungsstellen. Fehlt diese Infrastruktur, steuern wir einen Campingplatz an.