Viana do Castelo

8. Mai 2025 / Portugal / Viana do Castelo / Largo São Domingos

Wir haben das schöne Wetter genutzt, um nochmals einen Tag am Meer zu verbringen. Dies taten wir in Viana do Castelo, einer Stadt mit 85’000 Einwohnern, die im Norden Portugals liegt (nur noch rund dreissig Kilometer von Spanien entfernt). Südlich des Zentrums gibt es lange, feine Sandstrände. Viana do Castelo besitzt aber auch eine schöne Altstadt mit einer Kathedrale, schönen Bürgerhäusern und stimmungsvollen Plätzen. Besonders angetan hat es mir der Platz mit der Statue von St. Bartholemew auf einem Esel. Da kommen sofort Erinnerungen an unsere unvergessliche Marokko-Reise hoch, wo wir Tausende dieser Tiere gesehen haben.

Vila do Conde

7. Mai 2025 / Portugal / Vila do Conde / Capela de Nossa Senhora da Guia

Wir haben uns vorgenommen, nochmals nach Porto zu reisen. Wir sind daher gestern Abend noch nach São Romão gefahren. Hier gibt es einen ruhigen Stellplatz in unmittelbarer Nähe eines Bahnhofs, von dem aus man per Zug direkt ins Zentrum von Porto gelangen kann. Absolut ideal. Als wir heute Morgen nach einigem Hin und Her (die portugiesischen Tarifsysteme und die hiesigen Billettautomaten sind nicht immer einfach zu verstehen) zwei Billette gelöst haben, sickerte die Meldung durch, dass gestreikt werde und dass heute keine Züge mehr fahren würden. Super! Was tun? Im Zentrum von Porto gibt es keine Parkplätze für Wohnmobile. Eine Option wäre, zu einer Metrostation zu fahren. Aber auch bei diesen sind Parkplätze rar (an Tagen, an denen die Bahn streikt, wohl erst recht). Und fährt die Metro überhaupt oder streikt die auch? Wir haben aufgegeben und sind ans Meer gefahren. Mit Vila do Conde haben wir einen tollen Ort zum Relaxen gefunden, der über schöne Strände und eine sehenswerte Altstadt verfügt.

Braga

6. Mai 2025 / Portugal / Braga / Igreja do Hospital de São Marcos

In Portugal heisst es: „In Porto wird gearbeitet, in Lissabon gelebt und in Braga gebetet“. In der Stadt trifft man tatsächlich praktisch an jeder Ecke auf eine Kirche. Gesamthaft sollten es über dreissig sein. Braga gilt als eines der wichtigsten religiösen Zentren des Landes und wird gelegentlich auch als das Rom Portugals bezeichnet. Kulturhistorisch am wertvollsten ist die Kathedrale. Diese wirkt aber eher düster. Da hat uns doch die Kirche des ehemaligen Spitals São Marcos deutlich besser gefallen.

Wallfahrtskirche Bom Jesus do Monte

6. Mai 2025 / Portugal / Braga / Basilica do Bom Jesus

Und schon wieder ist Treppensteigen angesagt. Sechs Kilometer ausserhalb von Braga trifft man auf 400 Meter Höhe auf die Basilica do Bom Jesus. Zu dieser gelangt man entweder per Auto oder über eine eindrückliche Treppenanlage. Dieses Mal sollen es 581 Treppenstufen sein, auf denen man eine Höhendifferenz von 116 Metern überwindet. Klar, dass wir die Treppen hochgestiegen sind. Aber nicht nur das. Von unserem Parkplatz aus bis zum Beginn der Treppe war mindestens nochmals die gleiche Höhendifferenz zu überwinden. Aber wir sind ja in der Zwischenzeit gut trainiert. Und es hat sich gelohnt, Kirche und Gelände sind wirklich sehenswert.

Guimarães

6. Mai 2025 / Portugal / Guimarães / Castelo

Guimarães trägt den Beinamen „Wiege“ der Nation, weil es im 12. Jahrhundert zur ersten Hauptstadt des neu gegründeten Königreichs Portugal erkoren wurde. Wegen der gut erhaltenen Altstadt und einer Fülle an historischen Bauten und bedeutenden Kunstschätzen gehört Guimarães seit über zwanzig Jahren zum UNESCO-Weltkulturerbe. Und die Stadt, die gut 50’000 Einwohner zählt, ist wirklich schön. Speziell an einem Tag wie heute, an dem sie sich uns im besten Lichte präsentierte. Zu den vielen sehenswerten Bauten gehört auch die Wehrburg aus dem 10. Jahrhundert, die über eindrückliche Dimensionen verfügt und sich in einem sehr guten Zustand befindet.

Amarante

5. Mai 2025 / Portugal / Amarante / Altstadt bei der Ponte de São Gonçalo

Auf der Autobahn benötigt man für die Strecke von Vila Real nach Amarante eine halbe Stunde. Wir sind auf der Rota do Românico gefahren und waren gut eine Stunde unterwegs. Die Fahrt war superschön (speziell für den Fahrer). Die Route durch die Romanik ist eine Strecke vorbei an 58 Baudenkmälern im Norden Portugals an den Flüssen Tâmega, Sousa und einem Teil des Douro. An ihr liegen Klöster, Kirchen und Denkmäler, Brücken, Burgen und Türme, denen die für diese Region charakteristische romanische Architektur gemeinsam ist. Die Strasse ist eng und kurvenreich, aber immer ein Erlebnis. Der Etappenort Amarante ist ein Städtchen mit 10’000 Einwohnern, das schön am Tâmega, einem Nebenfluss des Douro, gelegen ist.

Vila Real

5. Mai 2025 / Portugal / Vila Real / Kathedrale

Wir haben den Douro verlassen und sind durch eine hügelige Landschaft nach Vila Real gefahren. Vila Real ist eine hübsche alte Bischofsstadt mit etlichen sehenswerten Bürgerhäusern aus dem 15. bis 18. Jahrhundert, einige davon mit in Stein gemeisselten Wappen verziert. Die Stadt liegt auf einem Hochplateau auf 460 Metern Höhe am Zusammenfluss des Rio Corgo mit dem Rio Cabril. Die stattliche gotische Kathedrale stammt aus dem 14. Jahrhundert und war ursprünglich die Klosterkirche einer Dominikanerabtei.

Zurück am Douro

4. Mai 2025 / Portugal / Peso da Régua / Brücken am Douro

Lamego, wo wir die meiste Zeit des heutigen Tages verbracht haben, liegt rund zehn Kilometer abseits vom Douro. Zum Übernachten sind wir an den Fluss zurückgekehrt. In Peso da Régua überqueren gleich drei grosse Brücken den Douro: eine Eisenbahnbrücke, eine gewöhnliche Strassenbrücke und eine Autobahnbrücke. Der Ort ist bei Campern sehr beliebt. Am Flussufer unter den drei grossen Brücken hat es mindestens fünfzig Camper, die hier die Nacht verbringen (oder teilweise wohl auch viel länger bleiben). Mit einer Länge von knapp 900 Kilometern ist der Douro der drittlängste Fluss Iberiens. Er entspringt in Nordspanien – wo er noch Duero heisst – und fliesst bei Porto ins Meer. Interessant ist, dass er auf einer Länge von 112 Kilometern die Grenze zwischen Spanien und Portugal bildet.

Lamego

4. Mai 2025 / Portugal / Lamego / Treppenanlage beim Santuário Nossa Senhora dos Remédios

Lamego ist eine Kleinstadt, die siebzig Kilometer östlich von Porto liegt. Die Fahrt dem Douro entlang hierher hat gegen drei Stunden gedauert. Die sogenannte „romantische Strasse“ ist superschön, aber auch enorm kurvenreich und schmal. Lamego ist ein hübsches Landstädtchen mit einer Burg, einer Kathedrale, etlichen Kirchen, schönen Bürgerhäusern und einer prächtigen Promenade. Hauptsehenswürdigkeit ist eine Wallfahrtskirche, die hoch über der Stadt liegt und zu der eine breite Treppenanlage hinaufführt. Auf neun Treppen mit Kapellen, Statuen, Brunnen und Obelisken sind weit über 600 Stufen zu bewältigen. Selbst bei kühlem Wetter ganz schön schweisstreibend. Aber lohnenswert. Der Weg ist abwechslungsreich, die Aussicht zuoberst prächtig und auch das Santuário lässt sich sehen.

Porto

3. Mai 2025 / Portugal / Porto / Altstadt vom Miradouro do Largo de Aviz aus

In den letzten Monaten haben wir etliche schöne Städte sehen dürfen. Die allerschönste ist meiner Meinung nach Porto, das wir heute besucht haben. Der Blick von der Ponte Luiz aus auf den Douro und auf Portos Altstadt ist sagenhaft. Doch es geht noch besser: steigt man zum Kloster Serra do Pilar hoch, hat man auch noch die Ponte Luiz im Blickfeld. Umwerfend. Schade, dass das Wetter wieder nicht mitgespielt hat. Der portugiesische Frühling will wirklich nicht so, wie wir es gerne möchten und wie es Porto und seine vielen Besucher verdient hätten. Ausharren bringt auch nicht viel. Zumindest die beiden nächsten Tage dürften nicht besser werden. Wir reisen daher weiter. Allenfalls ergibt sich nächste Woche die Gelegenheit, nochmals von Norden her in die Stadt zu fahren. Porto hätte es verdient. Und in Lissabon hat sich ein zweiter Besuch ja auch gelohnt.