Bantry im schönsten Abendlicht

20. Juli 2024 / Irland / Bantry

Wir sind doch noch fündig geworden auf unserer Suche nach einem Übernachtungsplatz. Und das in Bantry. Bantry liegt im Südwesten Irlands am Ende einer langgezogenen Meeresbuch, der Bantry Bay. Der Ort zählt 3’000 Einwohner und ist in der Region ein wichtiges Wirtschaftszentrum. Für uns ist das im Moment eher unbedeutend. Hauptsache, wir können bei herrlicher Abendsonne eine schöne Küstenlandschaft geniessen und haben einen idealen Übernachtungsplatz direkt am Meer gefunden. Ein Tag, der mit viel Regen begann, neigt sich einem schönen Ende entgegen.

Schloss an prächtiger Lage

20. Juli 2024 / Irland / Kilcoe Castle

Es ist bereits wieder Zeit geworden, um uns nach einem möglichen Übernachtungsplatz umzuschauen. Beim Absuchen der Küste auf Organic Maps haben wir das Kilcoe Castle entdeckt, das der App zufolge wunderschön gelegen sein muss. Das ist es auch. Das Schloss, das sich in Privatbesitz befinden muss, liegt auf einem kleinen Inselchen und ist nur über eine Steinbrücke zugänglich. Die Küstenlandschaft rund um das Schloss ist atemberaubend. Speziell ist, dass wir ganz alleine beim Schloss sind. Das ist auch gut so, denn die Zufahrt zum Schloss (gut zwei Kilometer ab der Hauptstrasse) ist extrem schmal und kreuzen ist nur an ein paar wenigen Ausweichstellen möglich. Leider gibt es beim Schloss keinen Abstellplatz für Hopo, so dass wir unverrichteter Dinge, aber mit schönen Erinnerungen, wieder von dannen ziehen müssen.

Timoleague Abbey

20. Juli 2024 / Irland / Timoleague / Timoleague Abbey

Die Timoleague Abbey hat wahrlich schon bessere Zeiten erlebt. Sie bildete den Mittelpunkt eines ehemaligen Franziskanerklosters, das im 13. Jahrhundert gegründet wurde. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde es dann von englischen Truppen niedergebrannt. Auf das Kloster sind wir nur des schönen Wetters wegen gestossen. Bei Regen oder düsterem Himmel wären wir mit hoher Wahrscheinlichkeit achtlos neben den Klosterruinen vorbeigefahren.

Prächtige Küstenlandschaft

20. Juli 2024 / Irland / Timoleague / Meeresbucht im Osten von Timoleague

Auf dem Weg Richtung Westen passieren wir Timoleague, ein kleines Dörfchen mit knapp 400 Einwohnern. Bevor wir Timoleague erreichen führt die Strasse über einige Kilometer hinweg einem Küsteneinschnitt entlang. Am heutigen Tag präsentiert sich die Landschaft wahrlich im besten Licht.

Herrliche Klippenlandschaft

20. Juli 2024 / Irland / Old Head of Kinsale

Südlich von Cork liegt der Old Head of Kinsale, ein Landschaftszipfel, der weit ins Meer hinausreicht. Die Küste hier ist grandios. Ganz am südlichen Ende des Old Head befindet sich noch ein Leuchtturm. Dieser ist für uns leider nicht zugänglich. Für einmal ist kein militärisches Sperrgebiet die Ursache, sondern ein Golfplatz, auf dem nur Mitglieder geduldet werden. Sei’s drum. Wir sind ohnehin happy. Denn nachdem es am Morgen noch heftig geregnet hat, kommt nun endlich wieder einmal die Sonne so richtig zum Vorschein. Auf einen Schlag sieht alles viel schöner aus.

Cork – Stadt der Brücken

19. Juli 2024 / Irland / Cork / River Lee

Die im Süden Irlands liegende Stadt Cork ist mit 220’000 Einwohner die zweitgrösste des Landes. Das Zentrum wird vom River Lee umflossen, der sich hier in zwei Arme aufteilt, den South Channel und den North Channel. Rund dreissig Brücken führen ins Zentrum und aus diesem heraus. Daher wird Cork auch die „Stadt der Brücken“ genannt. Ein Gang den beiden Flussarmen entlang ist recht attraktiv. Sonst hat die Stadt aber für unser Empfinden nicht all zu viel zu bieten. Aber wir sind ja schliesslich auch nicht den Städten wegen nach Irland gereist.

Youghal

19. Juli 2024 / Irland / Youghal / Hafen

Dungarvan haben wir morgens bei Nieselregen verlassen. Doch damit nicht genug. Bald schon kommt zum Regen auch noch dicker Nebel hinzu. Ein richtiges Hundewetter. Innerlich haben wir den Tag schon fast abgeschrieben. Was für eine Erleichterung, als sich nahe von Ardmore der Himmel plötzlich auftut. Ein richtiger schöner Tag soll es nicht werden. Aber mittlerweile sind wir schon zufrieden, wenn es nicht regnet und gelegentlich kurz die Sonne durchscheint. Youghal, das wir kurz besuchen, ist ein altehrwürdiges Mark- und Fischerstädtchen. Mit Fischen ist es allerdings gerade etwas schwierig. Aber keine Sorge: in rund sieben Stunden ist die nächste Flut da.

Ebbe und Flut in Dungarvan

18. Juli 2024 / Irland / Dungarvan / Südlich vom Hafen


Wir legen heute einen Ruhetag ein. Hopo hat ein Päuschen verdient. Eigentlicher Grund für den Verbleib in Dungarvan ist aber das garstige Wetter. Den ganzen Tag über ist es stark bewölkt, es windet zum Teil heftig und meist geht ein lästiger Nieselregen nieder. Das bremst unseren Entdeckergeist erheblich ein. Wir beschränken uns auf kürzere Spaziergänge dem Meer entlang und ins Dorfinnere und hängen sonst rum. Und wir schauen dem Meer und den Gezeiten zu. Der Unterschied zwischen Ebbe und Flut beträgt hier rund zwei Meter. Kein Vergleich zum Tidenhub in der Bretagne, der dort bis zu vierzehn Metern betragen kann. Aber gleichwohl faszinierend, zu sehen, wie das Meer im Takt von gut zwölf Stunden kommt und geht.

Grosszügiges Dungarvan

17. Juli 2024 / Irland / Dungarvan / Hafenbecken


Mitte Nachmittag erreichen wir Dungarvan. Unsere Tagesration an Streckenkilometern haben wir auf gut hundert reduziert. Und diese haben wir recht zügig hinter uns gebracht. Die Verbindungsstrassen zwischen den einzelnen Städten sind überraschend gut ausgebaut (zumindest hier im Südosten). Sobald man die Hauptstrassen verlässt wird es aber eng. Extrem eng sogar (noch deutlich enger, als wir es uns von England her schon ein wenig gewohnt sind). Aber die Iren sind zum Glück sehr rücksichtsvoll und man fährt hier langsam. Unser heutiger Etappenort Dungarvan ist ein lebhafter Küstenort, der über schöne Sandstrände verfügt. Und was wir besonders zu schätzen wissen: der Ort bietet den Gästen eine Vielzahl freier Parkplätze in bester Lage direkt am Meer an und auch Camper sind hier willkommen. Da werden wir sicher gut nächtigen.

Wexfort

17. Juli 2024 / Irland / Wexfort / Crescent Quay

Meine erste Velofahrt auf irischem Boden führt mich nach Wexfort im südöstlichsten Zipfel der grünen Insel. Bis ins 19. Jahrhundert hinein war Wexfort eine blühende Hafenstadt. Die Versandung des Hafens setzte dem ein Ende. Heute dominiert die Industrie. Die Altstadt wirkt eher düster, der Hafenquai (offenbar ist man den Sand wieder losgeworden) dafür sehr ansprechend. Und vor allem war die Fahrt nach Wexfort sehr abwechslungsreich.