Nationalparkhotel

24. September 2026 / Schweiz / Zernez / Nationalpark / Hotel Parc Naziunal Il Fuorn

Nein, wir haben nicht im Hotel übernachtet. Hopo hat keine Panne erlitten und wir schlafen nirgendwo besser als in unserem Camper. Von einem der Parkplätze nahe beim Hotel Parc Naziunal Il Fuorn aus sind wir aber zu unserer heutigen Wanderung aufgebrochen. Durch das Val dal Botsch sind wir zum Aussichtspunkt Margunet hochgestiegen und durch das angrenzende Val da Stabelchod wieder abgestiegen. Die Margunet Wanderung gilt als mittelschwere Bergtour mit einer minimalen Länge von acht Kilometern und rund 500 Metern Höhendifferenz. Die Landschaft, die man zu sehen bekommt, ist grandios. Wir können diese Route nur weiterempfehlen.

Weit oben im Val Trupchun

23. September 2026 / Schweiz / S-chanf / Val Trupchun

Die Wanderung durchs Val Trupchun startet auf knapp 1700 Metern Höhe und führt bis zum Passo Tropione auf 2780 Metern Höhe. Hier verläuft die Grenze zwischen der Schweiz und Italien. Bis zum bekannten Wildbeobachtungspunkt sind die Wege gut ausgebaut und man trifft auf viele Wanderer. Ab dem Wildbeobachtungspunkt wird es schmaler und Wanderkollegen sind nur noch selten anzutreffen. Zuhinterst im Tal steigt der Weg, der hier rutschig und kribbelig wird, dann steil an. Da ich noch nicht nach Italien wollte und mir der Weg irgendwann zu kritisch wurde, habe ich auf 2400 Metern Höhe eine ausgedehnte Rast eingelegt und bin dann wieder abgestiegen. Die Wanderung war auch so superschön.

Wildtierpaparazzi

23. September 2026 / Schweiz /S-chanf / Val Trupchun

Das Val Trupchun gilt als das wildreichste Tal des gesamten Nationalparks und wird auch als die „Wildarena der Alpen“ bezeichnet. Aufgrund des strengen Wegegebots sind die Tiere an die Anwesenheit von Wanderern gewöhnt und lassen sich von markierten Beobachtungsplätzen aus sehr gut erspähen. Besonders häufig anzutreffen sind Rothirsche, Steinböcke, Gämsen, Murmeltiere und Greifvögel wie etwa der Bartgeier oder der Steinadler. An einigen Hotspots für Tierbeobachtungen trifft man scharenweise auf Naturbegeisterte, die mit Feldstechern, Hochleistungs-Fernrohren sowie Kameras mit ultralangen Teleobjektiven die Hänge absuchen. Heute gab es überwiegend Hirsche zu beobachten. Das aber nur auf eine ordentliche Distanz. Weil gerade Brunftzeit ist, hat man sie weitaus besser gehört als gesehen.

Im Schweizer Nationalpark

23. September 2026 / Schweiz / S-chanf / Val Trupchun

Wir wollten schon lange einmal in unserem Nationalpark wandern gehen. Heute haben wir es endlich geschafft. Für unsere heutige Tour haben wir uns das Val Trupchun ausgesucht, das von S-chanf aus bis an die Grenze zu Italien führt. Das Val Trupchun gilt als das wildreichste Tal des Nationalparks, ja vermutlich sogar der ganzen Alpen. Durch das Tal führt eine beliebte Rundwanderung, bei der der flache Talweg mit einem höher gelegenen Rückweg durch den alpinen Mischwald kombiniert werden kann. Die Aussicht, die man vom höher gelegenen Weg aus hat, ist phänomenal; besonders an einem so herrlichen Herbsttag wie heute.

S-chanf

23. September 2026 / Schweiz / S-chanf / Dorfzentrum

Italien rückt näher. Heute Morgen früh sind wir über den 2429 hohen Flüelapass ins Engadin gefahren. Oben auf dem Pass herrschten noch Minustemperaturen. Das passt doch wunderbar zu unserem Reiseziel Süditalien. Für unsere heutige Wanderung sind wir nach S-chanf gefahren. S-chanf ist die östlichste Gemeinde im Oberengadin, zählt 700 Einwohner und liegt auf 1660 Metern Höhe. Im hübschen Dorf trifft man noch auf etliche alte Engadiner Häuser sowie auf pflastersteinbesetzte Strassen. Die romanische Sprache und Kultur sind im Dorf tief verwurzelt und prägen den Alltag. Nach der Deutschschweiz, der französischsprachigen Romandie und dem italienischsprachigen Tessin sind wir damit auf unserer Wandertour durch unser Land in der Region mit der vierten Schweizer Landessprache angekommen, dem Rätoromanischen. Allegra, viva il Grischun!

Davosersee

22. September 2026 / Schweiz / Davos / Davosersee

Zurück in Davos ging es noch um den Davosersee. Die Umrundung dauert zu Fuss rund eine Stunde und ist absolut empfehlenswert. Speziell schön ist der See von der Südostseite her mit Blick auf die majestätischen Bergkulisse. Herrlich sind auch die sich abwechselnden Farben des glasklaren Wassers (von türkis- bis zu tiefblau). Am Südufer des Sees gibt es sogar eine Badeanstalt. Bei Tageshöchsttemperaturen von 15 Grad Celsius (Luft- und nicht Wassertemperatur) war allerdings niemand im Wasser zu erkennen.

Meierhof-Trail

22. September 2026 / Schweiz / Davos / Meierhof-Trail ab Mittelstation Parsennbahn

Von der Schatzalp aus ging es ein Stück runter und dann hoch zur Mittelstation der Parsennbahn. Der Weg steigt permanent an, ist einfach zu gehen, aber nicht sehr spannend. Richtig schön wird es dann aber in der Höhe. Von der Mittelstation der Parsennbahn führt der Meierhof-Trail auf rund 2200 Metern circa eine halbe Stunde lang nordostwärts. Die Aussicht von hier oben auf den tiefblauen Davoser See und die umliegenden Davoser Berggipfel. ist grandios. Am liebsten wäre ich stundenlang so weitergewandert.

Warum so griesgrämig?

22. September 2026 / Schweiz / Davos / Figur beim Schatzalp-Wanderweg

Was ist der guten Frau am Rande des Wanderwegs zur Schatzalp bloss über die Leber gelaufen, dass sie sich derart miesepetrig zeigte? Dabei waren heute alle Voraussetzungen für einen perfekten Tag gegeben: blauer Himmel, viel Sonne, angenehme Herbsttemperaturen, eine wunderbare Landschaft und nur wenig Leute unterwegs. Schöner kann man es fast nicht mehr haben.

Schatzalp

22. September 2026 / Schweiz / Davos / Berghotel Schatzalp

Aus einer ganz anderen Epoche als das AlpenGold Hotel stammt das Berghotel Schatzalp auf der gleichnamigen Sonnenterrasse hoch über Davos. Das Berghotel Schatzalp wurde von 1898 bis 1900 erbaut und als Luxussanatorium eröffnet. Nach der Entwicklung wirksamer Medikamente gegen Tuberkulose Ende der 1940er-Jahre wurde das Lungensanatorien überflüssig. 1954 wurde es in ein Berghotel umgewandelt, wobei der historische Jugendstil-Charakter weitgehend erhalten blieb. Berühmtheit erlangte die Schatzalp insbesondere durch Thomas Mann, dessen Frau hier 1912 in Kur war. Die Krankenbesuche auf der Schatzalp inspirierten Thomas Mann zu seinem weltberühmten Roman „Der Zauberberg“.

Davos

22. September 2026 / Schweiz / Davos / AlpenGold Hotel

Wir sind zurück im Bündnerland, präziser gesagt in Davos. Gestern Abend sind wir bei geringem Verkehr nach Bad Ragaz gefahren und haben heute Morgen in gut einer halben Stunde die Reststrecke durchs Prättigau hinter uns gebracht. Mit knapp 13’000 Einwohnern ist Davos die höchstgelegene Stadt Europas (auf 1560 Metern Höhe). Eines der spannendsten Gebäude in Davos ist meiner Meinung nach das AlpenGold Hotel, das vom Münchner Architekten Oliver Hofmeister entworfen und 2013 eröffnet wurde. Das Hotel ging knapp sechs Monate nach der Eröffnung Konkurs und wird heute von einer anderen Betreibergesellschaft geführt. Das günstigste Zimmer ist aktuell für 345 Franken zu haben. Wir werden etwas günstiger schlafen. Herzlichen Dank an Nando, der uns auf seinem privaten Parkplatz in Davos übernachten lässt.