Kathedrale Santa Maria Nuova

13. Oktober 2026 / Sizilien / Monreale / Kathedrale und Altstadt

Bereits bei meinem letzten Besuch vor vierzehn Jahren hat mich das Innere der Kathedrale Santa Maria Nuova in Monreale hellauf begeistert. Auch nach dem heutigen Besuch bin ich immer noch klar der Meinung, dass das der schönste Kirchenraum ist, den ich je gesehen habe. Das Innere der Kathedrale ist fast vollständig mit über 6’500 Quadratmetern atemberaubenden Goldmosaiken bedeckt. Sie stellen Szenen aus dem Alten und Neuen Testament dar. Über allem thront in der Hauptapsis die gigantische Darstellung des Christus Pantokrator. Für die Mosaike sollen über zwei Kilogramm Blattgold verwendet worden sein. Eindrücklich und umwerfend schön.

Monreale

13. Oktober 2026 / Sizilien / Monreale / Kathedrale und Altstadt

Mit dem Bus sind wir heute Morgen nach Monreale gefahren. Bei einer Streckenlänge von rund sieben Kilometer dauert die Fahrzeit über eine halbe Stunde, was einiges über den Verkehr in Palermo aussagt. Zeitweise läuft gar nichts, und dann bekommt man wieder beste Action geboten. Und das alles für bloss einen Euro vierzig pro Fahrt. Nach Monreale sind wir primär wegen der Kathedrale gefahren. Diese schmiegt sich schön in die Altstadt ein und sieht auch von aussen gut aus, ist eine gut halbstündige Busfahrt aber kaum wert. Nach Monreale sind wir – und mit uns sehr viele andere Besucher auch – primär wegen des Innern der Kathedrale gekommen, das schlichtweg überwältigend ist.

Grösste Grossblättrige Feige Europas

13. Oktober 2026 / Sizilien / Palermo / Giardino Garibaldi / Grossblättrige Feige


In Palermo gibt es nicht nur eindrückliche historische Bauten, sondern auch einige sehenswerte Parks mit prächtigen Pflanzen und Bäumen. Auch die grösste Grossblättrige Feige (Ficus macrophylla) Europas steht in der sizilianischen Hauptstadt. Der Baum wurde um das Jahr 1860 angepflanzt. Wegen seiner komplexen Architektur aus zahlreichen Luft- und Stützwurzeln, die zu neuen Stämmen zusammengewachsen sind, wird die Dicke über den Gesamtumfang gemessen. Dieser beträgt gegen dreissig Meter. Auf Grossblättrige Feigen trifft man in Sizilien hie und da. Sie fallen mit ihren neu gebildeten Luftwurzeln auf, die aus der Höhe dem Boden zustreben und irgendwo nach Halt suchen, dabei aber meist nur auf Asphalt stossen.

Fontana Pretoria

13. Oktober 2026 / Sizilien / Palermo / Fontana Pretoria

Die Fontana Pretoria ist eine der berühmtesten und eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten im historischen Zentrum von Palermo. Der monumentale Renaissance-Brunnen dominiert die gleichnamige Piazza Pretoria und fasziniert Besucher sowohl durch seine schiere Grösse als auch durch seine bewegte und skandalöse Geschichte. Der Brunnen ist üppig mit nackten Gottheiten, Nymphen und Flussgöttern verziert. Im 18. und 19. Jahrhundert sollen die Nonnen des direkt angrenzenden Klosters Santa Caterina den Anblick der nackten Körper als pure Provokation und Sünde empfunden haben. Die Zeiten haben sich geändert: Das Kloster gibt es nicht mehr und um jemanden zu provozieren, braucht es heute deutlich mehr.

Stadt der hundert Kirchen

13. Oktober 2026 / Sizilien / Palermo / Chiesa Evangelica Valdese

In Palermo (600’000 Einwohner) soll es rund hundert Kirchen geben. Einige sind riesig, wie etwa die Kathedrale. Andere eher klein und unscheinbar. Aber auch unter den unbekannten Gotteshäusern gibt es solche, die toll aussehen. Zu letzteren gehört etwa die Chiesa Evangelica Valdese, nach der man in den meisten Reiseführern wohl vergeblich sucht. Uns hat sie trotzdem gefallen und sie verdient es, auch einmal in einem Reiseblog erwähnt zu werden.

Kathedrale von Palermo

13. Oktober 2026 / Sizilien / Palermo / Kathedrale

Das wohl bekannteste und wichtigste Wahrzeichen von Palermo ist die Kathedrale. Sie spiegelt mit ihrer Mischung aus arabischen, normannischen, gotischen und barocken Baustilen die wechselvolle Geschichte der sizilianischen Hauptstadt perfekt wider. Die Kathedrale wurde im 12. Jahrhundert erbaut und später mehrfach umgebaut und erweitert. Dass der Platz vor dem imposanten Gebäude menschenleer ist, hat einen speziellen Grund: Die Kathedrale ist heute und morgen für Wartungsarbeiten geschlossen. Dabei wollten wir sie uns doch unbedingt noch von innen anschauen. Da wir morgen weiterreisen wollen, bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als später wieder einmal nach Sizilien zurück zu kommen. So dumm!

Sizilianischer Möbeltransporter

12. Oktober 2026 / Sizilien / Palermo / Möbeltransporter

Der Verkehr auf Palermos Strassen verläuft nach wie vor recht chaotisch. Unser Übernachtungsplatz ist nicht weit von der grossen Ringstrasse entfernt. Ihn anzufahren, kostete aber gleichwohl Nerven. In Palermos Zentrum hat man dann aber das Gefühl, dass alles sehr geordnet und gesittet abläuft. Das hatten wir anders in Erinnerung. Ausserhalb der touristischen Trampelpfade stösst man dann aber auf eine Welt, die immer noch deutlich wilder und chaotischer ist als die unsrige. Und man bekommt Bilder zu sehen, die einen zum Schmunzeln bringen.

Palermo

12. Oktober 2026 / Sizilien / Palermo / Politeama Garibaldi

Wir sind wohlbehalten in Palermo angekommen und übernachten auf einem ruhigen, überwachten Stellplatz. Die sizilianische Hauptstadt scheint sehr in Mode zu sein. Im Zentrum wimmelt es von Touristen aus aller Herren Länder. Das Palermo, das wir heute angetroffen haben, ist nicht mehr das wilde, chaotische Palermo, das wir von unserem letzten Besuch vor vierzehn Jahren in Erinnerung hatten. Zumindest auf das Zentrum trifft das zu. Trotzdem finden wir, dass die sizilianische Hauptstadt immer noch eine faszinierende Stadt ist. Und abseits der ausgetrampelten Wege findet man auch heute noch Strassen und Plätze, die eher leer sind.

Verstanden, hier geht’s lang

12. Oktober 2026 / Sizilien / Termini Imerese / Denkmal Giuseppe La Mesa


Autofahren auf Sizilien ist ein Kapitel für sich. Obwohl wir bereits fast zwei Wochen in Italien unterwegs waren und bereits etwas „abgehärtet“ hierher gekommen sind, ist die Herausforderung auf Siziliens Strassen nochmals eine Spur grösser. Erschwerend kam bei uns noch hinzu, dass sich unser GPS irgendwie verstellt hat und uns mehrfach in Unterführungen schicken wollte, die für Hopo zu wenig hoch waren. Da wären wir froh gewesen, wenn uns jemand zuverlässig den richtigen Weg gewiesen hätte. Das Hauptproblem sind die schmalen Fahrspuren, die man hier hat. Einerseits gibt es in den Dörfern sehr enge Gassen. Und dort, wo die Strassen breit genug wären, sind mit Sicherheit Autos parkiert. Mindestens eine Strassenseite fällt so meist weg, oft aber gleich beide. Speziell Freude bereiten jene Fahrer, die am Strassenrand quer einparken und das Ganze noch enger machen. Kommt hinzu, dass man überall damit rechnen muss, dass aus einer Seitengasse ein Fahrzeug einbiegt, Vortritt hin oder her. Gut, dass in der Regel recht langsam gefahren wird. Und schliesslich ist der Mensch ein Gewohnheitstier. Irgendwann werden wir auch die hiesige Fahrweise verinnerlicht haben.

Hafen von Porticello

12. Oktober 2026 / Sizilien / Porticello / Hafen

Der Hafen von Porticello ist einer der grössten Fischerei- und Naturhäfen Siziliens. Es gibt hier eine grosse Flotte von Fischerbooten und einen wichtigen Fischmarkt. Uns hat der Hafen sehr gut gefallen, weil er noch sehr authentisch wirkt. Heute war für die meisten Fischer ein Ruhetag. Soweit wir es abschätzen konnten, waren noch alle Fischkutter an Land festgezurrt. Keine Ahnung, ob das einen Zusammenhang mit dem gestrigen Dorffest hat oder ob gerade Schonzeit ist. Uns war’s noch so recht, dass wir uns praktisch die ganze Flotte aus der Nähe ansehen konnten.