Kirchenburg von Cristian

8. Oktober 2024 / Rumänien / Cristian / Kirchenburg

Auf eine weitere prächtige Kirchenburg sind wir in Cristian gestossen, das unmittelbar vor den Toren von Hermannstadt liegt. Wie so viele Ortschaften und Städte in Siebenbürgen hat auch Cristian einen deutschen Namen (Neustadt). Auch bei dieser Burganlage hat es uns gelüstet, sie von innen zu sehen. Aber auch hier sind wir bloss auf verschlossene Türen gestossen. Schade!

Kirchenburg von Calnic

8. Oktober 2024 / Rumänien / Calnic / Burg Kelling

Im Nordosten Rumäniens waren wir in einer Gegend, in der man etliche Holzkirchen besichtigen konnte. Hier in der Gegend zwischen Karlsburg und Hermannstadt gibt es mehrere Kirchenburgen zu bestaunen. Ganz schön ist die von Calnic, deren Ursprünge ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Gerne hätten wir die ganze Anlage von innen besichtigt. Obwohl sie heute eigentlich hätte zugänglich sein sollen, trafen wir bloss auf verschlossene Türen. Die Saison scheint auch in Rumänien vorbei zu sein. Das merken wir auch auf dem Campingplatz in Sibiu, auf dem wir uns niedergelassen haben. Wir können uns das ganze Areal mit einem Deutschen teilen, der mit einem Wohnwagen unterwegs ist. Immerhin aber schon eine Steigerung. In Oradea waren wir noch ganz alleine auf dem Campingplatz.

Alba Iulia oder Karlsburg

8. Oktober 2024 / Rumänien / Alba Iulia / Glockenturm und Orthodoxe Kathedrale

Man mag es kaum glauben. Aber um etwa halb zehn Uhr hatten wir bei der Wegfahrt von unserem Übernachtungsplatz noch dicken Nebel und kühle fünf Grad. Bei der Fahrt ins Zentrum von Alba Julia – auf deutsch Karlsburg – gewann die Sonne allmählich Oberhand. Bis wir vom Parkplatz aus das Zentrum erreicht hatten, konnten wir uns über schönstes Wetter freuen. Immer noch etwas kühl, aber Sonne pur. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Karlsburg befinden sich praktisch alle in und direkt um die sternförmig erbaute Zitadelle. Praktischer geht es kaum mehr. Karlsburg sollte man unbedingt besuchen – falls man einmal gerade in der Gegend ist.

Orthodoxe Kirche von Drâmbar

7. Oktober 2024 / Rumänien / Drâmbar / Biserica Ortodoxa Drâmbar

Wir übernachten heute am Fluss Mures ausserhalb von Alba Iulia (Karlsburg). Auf der gegenüberliegen Flussseite befindet sich die orthodoxe Kirche von Drâmbar, die sich uns bei unserer Ankunft im herrlichsten Abendlicht präsentiert hat. Zu erreichen ist die Kirche und das Dorf von unserem Stellplatz aus über eine recht lange Hängebrücke, die sich elegant über den Fluss schwingt. Solch schöne orthodoxe Kirchen haben wir heute einige zu Gesicht bekommen. Rumänien ist eines der religiösesten Länder Europas. Es gibt drei Religionen, die hier einen hohen Stellenwert haben (orthodox, reformiert, katholisch). Das hat zur Folge, dass es selbst in kleinen Gemeinden mehrere Kirchen gibt und man auch auf dem Lande auf wirklich prächtige Bauten stösst.

Zwischenhalt im schönen Aiud

7. Oktober 2024 / Rumänien / Aiud / Kirchen und Bürgerhaus

Auf dem Weg zum Kloster Râmed ist uns mitten in Aiud, das wir nicht auf unserem Programm hatten, eine Zitadelle aufgefallen. Wir haben angehalten und einen kurzen Spaziergang unternommen. Dabei durften wir feststellen, dass Aiud nicht nur über eine gut erhaltene Zitadelle verfügt, sondern auch über sehenswerte Kirchen und prächtige Bürgerhäuser. Ein Zwischenhalt also, der sich absolut gelohnt hat. Das auch des prächtigen Wetters wegen. Am fünften Tag in Rumänien haben wir heute das erste Mal Sonne und blauen Himmel geniessen dürfen. Das Land, das uns schon vorher sehr gut gefallen hat, gefällt uns so noch viel besser.

Kribbelige Wanderung in der Turda-Schlucht

7. Oktober 2024 / Rumänien / Turda / Cheile Turzii

Nur rund 15 Kilometer südwestlich von Turda stösst man auf die eindrückliche Turda-Schlucht (auf rumänisch Cheile Turzii). Die Felswände ragen hier zum Teil über 300 Meter senkrecht in die Höhe. Durch die Schlucht führt ein Wanderweg. Auf diesem passiert man drei Hängebrücken, die herrlich schwingen. An der engsten Stelle der Schlucht sind über eine längere Strecke hinweg einige kritische Wegpassagen zu überwinden. Alles ist mit Seilen abgesichert. Trotzdem ist die Wanderung selbst für berggängige Schweizer als anspruchsvoll einzustufen. Wegen der ausgesprochen schönen Natur sollte man die Anstrengung und den Nervenkitzel aber auf alle Fälle in Kauf nehmen.

Tief unter Tag in Turda

7. Oktober 2024 / Rumänien / Turda / Salzbergwerk

In Turda, das südöstlich von Cluj liegt, wurde ein stillgelegtes Salzbergwerk in eine spezielle Art Freizeitpark verwandelt. Tief unter der Erde kann eine riesige Halle besucht werden, aus der einst das kostbare Gut Salz bergmännisch herausgebrochen wurde. Diese Halle ist so gross, dass dort ein Riesenrad aufgestellt wurde. Man kann Minigolf, Tischtennis und Billard spielen oder den Kleinen beim Herumturnen auf dem eigens eingerichteten Spielplatz zuschauen. Eine weitere einstige Abbruchhalle wurde geflutet. Dort kann man nun rund 120 Meter unter der Erdoberfläche Ruderboot fahren. Die zu besichtigenden Gänge und Hallen sind schön ausgeleuchtet. Alles in allem ein eindrückliches Erlebnis.

Grösste Haxe ever

6. Oktober 2024 / Rumänien / Cluj-Napoca / Herbstfest

Mitten in Cluj sind wir in ein grosses Festzelt „gestolpert“, in welchem die Einheimischen ihr Oktoberfest feiern. „Herbstfest“ heisst das hier (tatsächlich so auf deutsch). Eine Zehnmann-Band hat fetzige Musik gespielt. Dazu gab es Wiesn-Essen und natürlich Bier. Als Haxen-Liebhaber habe ich mir die original rumänische Schweinshaxe mit bayrischem Kraut nicht entgehen lassen. Gemäss Restaurateur hat jede Haxe mindestens 1,15 Kilo gewogen. Davon kann natürlich nicht alles gegessen werden. Was übrig blieb war aber immer noch recht viel Fleisch. Super lecker und mit Sicherheit die grösste Haxe, die mir jemals auf den Teller kam. Damit man sich eine Vorstellung von den hiesigen Preisen machen kann: die Haxe kostete gut 17 Franken, der halbe Liter Bier unter drei Franken. Wegen der Verpflegung und der fetzigen Musik werden wir uns immer gerne an das Herbstfest von Cluj zurückerinnern.

Altstadt von Cluj

6. Oktober 2024 / Rumänien / Cluj-Napoca / Strada luliu Maniu

Cluj ist eine recht lebendige Stadt mit viel Verkehr. Wir haben aber auch ruhige Gassen entdeckt, wie etwa die, die zur Orthodoxen Kathedrale führt. Cluj soll die teuerste Stadt Rumäniens sein, noch vor Bukarest. Wir können das Preisgefälle innerhalb Rumäniens nicht beurteilen, haben aber das Gefühl, dass für uns alles recht günstig ist. So hat uns eine rund fünf Kilometer lange Busfahrt ins Zentrum von Cluj ganze 58 Rappen gekostet. Auch Lebensmittel sind für uns sehr günstig, speziell dann, wenn man auf dem Markt einkaufen geht, wie wir das in Baia Mare getan haben. Das Angebot ist dort zwar eingeschränkt, der Einkauf aber gleichwohl ein Erlebnis.

Cluj-Napoca

6. Oktober 2024 / Rumänien / Cluj-Napoca / Nationaltheater

Auf einer kurvenreichen und zum Teil recht schmalen Strasse sind wir heute von der rumänisch-ukrainischen Grenze südwärts nach Cluj gefahren. Auf gut tausend Metern Höhe passierten wir dabei eine rumänische Skistation. Mehrheitlich fuhren wir durch sehr ländliche Gegenden, in denen wir sogar noch auf Pferdefuhrwerke stiessen. Cluj, das knapp 300’000 Einwohner zählt und damit die zweitgrösste Stadt Rumäniens ist, ist das pure Gegenteil von ländlich. Wir übernachten bei einem Einkaufszentrum, das riesengross und topmodern ist. Im Vergleich dazu ist unser Berner Westside fast schon ein Spielzeugladen. Den Berner Sportfreunden sagt der Name Cluj eventuell noch etwas. YB spielte vor drei Jahren in der Campions League Qualifikation gegen Cluj und setze sich durch. In Sachen Fussball haben wir also noch die Oberhand.