Freiheitsbrücke

27. September 2024 / Ungarn / Budapest / Freiheitsbrücke

In Budapest gibt es insgesamt elf Brücken (neun für den Strassenverkehr), die über die Donau führen. Das ist eher ungewöhnlich, denn ab Bratislava sind die Donaubrücken dünn gesät. So gibt es etwa ab Esztergom im Nordwesten von Budapest während weit mehr als fünfzig Kilometern keine einzige Brücke mehr (bis Megyeri). Wer das Donauufer wechseln will, muss  dies mittels einer Fähre tun. Die älteste und berühmteste Budapester Brücke ist die Kettenbrücke, die 1849 fertiggestellt wurde. Schön finden wir aber auch die Freiheitsbrücke, die Ende des 19. Jahrhunderts eröffnet wurde und die vom Westufer hinüber zur Zentralen Markthalle führt.

Moderneres Budapest

26. September 2024 / Ungarn / Budapest / Bálna-Gebäude

Das Zentrum von Budapest besteht fast ausschliesslich aus historischen Gebäuden. Modernere Bauten findet man kaum, was ja keinesfalls schlecht ist. Eine Ausnahme stellt das walförmige Bálna-Gebäude dar, das unmittelbar hinter der Zentralen Markthalle liegt. Das Gebäude wurde vor ziemlich genau zehn Jahren eröffnet. Ziel der Planer war es, den „Wal“ zu einem neuen Kultur- und Begegnungszentrum zu machen. Wie weit das gelungen ist, entzieht sich unserer Kenntnis. Gut sieht er aber aus, der Wal, der direkt an der Donau liegt.  

Historisches Budapest

26. September 2024 / Ungarn / Budapest / Matthiaskirche

Das Zentrum von Budapest wird von vielen historischen Gebäuden geprägt. Am bekanntesten sind wohl das Parlament, die Burg und die dazwischen liegende Kettenbrücke. Uns hat heute die Matthiaskirche auf dem Burghügel speziell gut gefallen. Mit ihrem weissen Turm und dem farbigen Dach hat sie uns an den Wiener Stephansdom erinnert. Während der Stephansdom aber recht stark in die Wiener Altstadt eingequetscht ist, steht die Matthiaskirche deutlich freier und kann viel besser betrachtet werden. Unmittelbar neben der Matthiaskirche befindet sich die Fischerbastei, von der aus man einen herrlichen Blick auf die Donau, das Parlament und die Budapester Altstadt hat.

Budapest ist erreicht

26. September 2024 / Ungarn / Budapest / Kettenbrücke und Parlament

An unserem vierzehnten Reisetag und nach gut 1’600 Kilometern haben wir Budapest erreicht. Wir haben also nur gut hundert Kilometer pro Tag bewältigt. Man könnte meinen, dass wir alt und träge werden und nicht mehr mögen. Falsch – oder zumindest mehrheitlich falsch. Wir haben jetzt einfach deutlich mehr Zeit als früher und können es viel entspannter angehen lassen und länger an einem Ort verweilen. Und wenn es zwischendurch regnet, dann haben wir kein Programm mehr abzuspulen, sondern warten einfach auf besseres Wetter. In Budapest war des Wetter heute sonderbar. Mit 26 Grad war es recht warm, die Sonne schien mehrheitlich, aber die dicken Wolken wollten sich nicht oder nur sehr zögerlich auflösen. Unsere Kameras hatten daher heute wenig zu tun. Das soll sich morgen ändern. Wir hoffen sehr, morgen noch einige schöne Fotos von Budapest mit blauem Himmel schiessen zu können.

Attraktives Székesfehérvár

25. September 2024 / Ungarn / Székesfehérvár / Szent Imre-templom

Für die Ungaren soll Székesfehérvár, die „Stadt der Könige“, eine recht grosse Bedeutung haben. Die Stadt soll von den Einheimischen angeblich häufig in Gruppen oder auf dem Weg zum oder vom Plattensee besucht werden. Ausländische Touristen soll es hingegen nur wenige geben. Diesen Eindruck haben auch wir heute gewonnen. Eigentlich schade, dass die meisten ausländischen Gäste einen Bogen um Székesfehérvár machen. In der Altstadt gibt es etliche Kirchen und Gebäude, die wirklich sehenswert sind. Sei’s drum. Uns ist es noch so recht, wenn wir auf attraktive Orte treffen, in denen man das Wort „Übertourismus“ noch nicht kennt. In Budapest, das wir morgen ansteuern, dürfte das dann schon wieder ganz anders sein.

Bischofspalast von Székesfehérvár

25. September 2024 / Ungarn / Székesfehérvár / Bischofspalast

Viele ungarische Städte haben auch deutsche Namen. So heisst Székesfehérvár, das wir am Nachmittag besuchen, zu deutsch Stuhlweissenburg. Kein speziell einfacher Name, aber verglichen mit dem ungarischen fast schon trivial. Székesfehérvár hat rund 100’000 Einwohner und liegt 65 Kilometer südwestlich von Budapest. In Ungarn nennt man Székesfehérvár auch die „Stadt der Könige“, weil sie im Mittelalter eine der beiden Krönungsstädte der ungarischen Könige war. Mitten in der Stadt stösst man auf den Bischofspalast, der speziell bei so schönem Wetter wie heute Nachmittag recht fotogen wirkt.

Barockschloss in Keszthely

25. September 2024 / Ungarn / Keszthely / Schloss Festetics

Am Vormittag besuchen wir die Kleinstadt Keszthely (20’000 Einwohner), die am Westufer des Plattensees liegt. Sie soll zu den schönsten Ortschaften am Balaton gehören. Keszthely verfügt über eine hübsche Fussgängerzone mit einigen historischen Gebäuden, über ein ehemaliges Franziskanerkloster sowie als Hauptattraktion über das Schloss Festetics. Alles in allem ist der Ort tatsächlich sehenswert, aber bei weitem nicht so attraktiv wie etwa Györ oder Veszprém. Den Platensee verlassen wir mit eher gemischten Gefühlen. Der See, die Landschaft und die Ortschaften sind bei Weitem nicht so attraktiv wie wir es erwartet haben. Das liegt aber wohl primär an unseren überzogenen Erwartungen. Die Ungaren, die ihren Plattensee so sehr schätzen, tun es vor allem deshalb, weil es hier im Hochsommer Jubel, Trubel, Heiterkeit gibt. Und das brauchen wir in der Fremde nicht unbedingt. Unser Fazit: gut, dass wir einmal hier waren. So rasch kommen wir aber wohl kein zweites Mal vorbei.

Am Plattensee

24. September 2024 / Ungarn / Balatonakali / Kirchen

Von unserem ruhigen Übernachtungsplatz in Veszprém aus war es nur noch ein Katzensprung (knappe 20 Kilometer) bis an den Balaton (auf deutsch Plattensee). Mit einer Fläche von fast 600 Quadratkilometern (rund 10 Prozent mehr als der Bodensee) ist der Balaton der grösste See Mittel- und Osteuropas. Erstaunlich ist, dass die durchschnittliche Tiefe des riesigen Sees bloss drei Meter betragen soll. Da Ungarn gleich wie die Schweiz ein Binnenland ist, wird der Plattensee gelegentlich auch als das ungarische Meer bezeichnet. Für die Magyaren hat er auf alle Fälle als Feriendestination einen besonderen Stellenwert. Uns erschien er heute eher grau, was aber auch damit zusammenhängen mag, dass wir nach einer Woche Prachtwetter heute wieder einmal einen trüben und teilweise regnerischen Tag erwischt haben. Mal schauen, was wir vom Plattensee halten, wenn wir auch dessen Südufer, an dem es viele Weinberge geben soll, gesehen haben.

Altstadt von Veszprém

23. September 2024 / Ungarn / Veszprém / Altstadt

Am späteren Nachmittag treffen wir in Veszprém ein, das rund fünfzig Kilometer südöstlich von Pápa liegt. Veszprém ist eine der ältesten Städte Ungarns. Seine Blütezeit erlebte Veszprém im Mittelalter, als es eine der wichtigsten ungarischen Städte war. Heute zählt der Ort 60’000 Einwohner. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten findet man im Burgviertel, das auf einem Hügel über der Stadt ragt. Zur Zeit wird das ganze Burgviertel saniert, was leider zur Folge hat, dass man es erst ab 17.00 Uhr, wenn die Sonne schon recht tief steht, besuchen darf. Von einem nahegelegenen Aussichtspunkt aus präsentiert sich die Altstadt aber in bestem Lichte.

Schloss Esterhazy

23. September 2024 / Ungarn / Pápa / Schloss Esterhazy

Schloss Esterhazy ist ein hufeneisenförmiger Palast, der im 18. Jahrhundert erbaut wurde. Es wurde vor nicht allzu langer Zeit umfassend renoviert und präsentiert sich nun in bester Verfassung. Im Rahmen von Führungen kann man sich das Innere des Schlosses anschauen und sich vor Augen führen lassen, wie der Adel vor gut 200 Jahren gelebt hat. Da heute keine solchen Führungen stattfanden, ziehen wir unverrichteter Dinge von dannen. Das hätten wir aber ohnehin getan. Bei einer Führung auf ungarisch hätten wir null und nichts verstanden.