Las Vegas des Kaukasus

11. Februar 2026 / Georgien / Batumi / Neptunbrunnen

Die Stadt Batumi, die rund 200’000 Einwohner zählt, wird auch als das „Las Vegas des Kaukasus“ bezeichnet. Zu diesem Titel haben ihr die zahlreichen Casinos, die moderne Architektur und das pulsierende Nachtleben verholfen. Was wir bisher zu sehen bekamen, hat uns beeindruckt. Einerseits gibt es futurisch anmutende Gebäude wie etwa den zweihundert Meter hohen Batumi Tower, in dessen Fassade ein Riesenrad eingebaut ist. Andererseits gibt es eine historische Altstadt mit sehenswerten Bauwerken aus den beiden letzten Jahrhunderten. Der Schwarzmeerküste entlang führt ein sieben Kilometer langer Boulevard mit sehr schöner Bepflanzung. Wetterbedingt haben wir erst Bruchstücke der Stadt gesehen. Wir freuen uns, diese morgen bei Sonnenschein und deutlich höheren Temperaturen (beides versprechen uns unsere Wetter-Apps) eingehender zu erkunden.

Tea Tower

10. Februar 2026 / Türkei / Rize / Tea Tower


Das mit Abstand beliebteste Getränk in der Türkei ist schwarzer Tee, bekannt als Çay. Angepflanzt wird der Tee im Nordosten des Landes an der Schwarzmeerküste. Mitten im Teeanbaugebiet liegt die Stadt Rize. Hier haben wir unser heutiges Nachtlager aufgeschlagen. Und das direkt unter dem Tea Tower, einem rund 30 Meter hohen Gebäude in Form eines traditionellen türkischen Teeglases. Im Innern des Gebäudes gibt es ein Museum über die Geschichte des Tees, Teestuben, Restaurants, in denen lokaler Tee probiert werden kann, sowie Geschäfte für den Verkauf von Tee und Souvenirs. Von der Aussichtsplattform auf dem Dach aus kann man zu den Teeplantagen sehen. Das Tollste am Turm finden wir aber das Lichtspektakel, das wir seit Einbruch der Dunkelheit bewundern können. Mit der Wahl unseres heutigen Stellplatzes haben wir wieder einmal einen Volltreffer gelandet.

Eisformationen

10. Februar 2026 / Türkei / Sümela Kloster / Eisformationen

Kloster Sümela liegt auf knapp 1300 Metern Höhe in den Pontischen Alpen. Und hier oben war heute tiefster Winter. Die Strassen waren weiss, die Bäume frisch eingeschneit. Überall., wo vorher Wasser floss, bildeten sich skurrile Eisformationen. Herrlich anzuschauen. Sollte jemand in Westeuropa den Schnee vermissen, empfehlen wir ihm oder ihr eine Reise in den Norden der Türkei.

Prächtige Fresken

10. Februar 2026 / Türkei / Sümela Kloster / Hauptkirche / Fresken

Neben der spektakulären Lage ist das Kloster Sümela auch für seine vielen wertvollen Fresken bekannt, die sowohl an der Aussenfront als auch im Innern der Felsenkirche angebracht wurden. Das Kloster, das zum UNESCO-Welterbe gehört, wurde im letzten Jahrzehnt aufwendig restauriert und ist seit 2019 wieder für Besucher zugänglich. Interessant ist noch, dass das Kloster sowohl für Christen als auch für Muslime ein bedeutender Wallfahrtsort ist.

Kloster Sümela

10. Februar 2026 / Türkei / Sümela Kloster / Felsenkirche

Die Lage von Kloster Sümela ist absolut spektakulär. Griechisch-orthodoxe Mönche haben das Kloster im vierten Jahrhundert nach Christus mitten in eine steile Felswand hineingebaut, wo es nur schwer zu erreichen ist. Um es zu besuchen, fährt man ab Trabzon gut 40 Kilometer weit in ein immer enger werdendes Tal hinein. Vom grossen Besucherparkplatz aus wird man dann mit Sammeltaxis über etliche Serpentinen hinweg in die Nähe des Klosters gebracht, von wo aus noch einige Hundert Meter zu Fuss zurückzulegen sind. Hauptattraktion des Klosters ist die Felsenkirche, die – der Name sagt es – in die steile Felswand hinein gebaut wurde.

Trabzon – Hagia Sophia

9. Februar 2026 / Türkei / Trabzon / Hagia Sophia

Die Hagia Sophia in Trabzon ist ein über 750 Jahre altes Gotteshaus. Erbaut wurde sie als griechisch-orthodoxe Kirche. Nach der Eroberung der Stadt durch die Osmanen wurde sie 1461 in eine Moschee umgewandelt. Die Hagia Sophia ist eine der beiden Hauptsehenswürdigkeiten in der Hafenstadt Trabzon. Die zweite ist eine Burg, die wir uns morgen ansehen wollen. Warum erst morgen? Weil wir wieder einmal Dauerregen haben und wir lieber im trockenen und warmen Hopo bleiben. Heute Morgen waren wir wieder im Schnee. Ab 1600 Meter setzte der Schnee auf der Strasse an. Zum Glück war er bereits wieder ein wenig nass und das Fahren damit kein wirkliches Problem. Und zum Glück gibt es auf circa 1750 Meter Höhe das sechs Kilometer lange Egribel Tüneli. Ohne diesen Tunnel wäre es auf den 2200 Meter hohen Egribel-Pass gegangen. Und der wäre aktuell wohl kaum zu befahren. Glück gehabt. Oder anders ausgedrückt: Tüneli sei Dank!

Tolle Landschaften

9. Februar 2026 / Türkei / Susehri / Landschaft

Am späteren Nachmittag sind wir doch noch unter die Schneegrenze abgetaucht. Endlich bekamen wir zu sehen, wie die Landschaft hier aussieht, wenn sie sich nicht gerade unter einer Schneedecke versteckt. Und was wir sahen, hat uns gut gefallen. Insbesondere südlich von Susehri trifft man auf eine Hügellandschaft, die stark erodiert ist und immer wieder ändernde Farbtöne aufweist. Wie toll muss das hier aussehen, wenn die Sonne einmal richtig scheint?

Auf dem Dach unserer Reise

9. Februar 2026 / Türkei / Geminbeli Pass / Passtafel


Zwischen Zara und Susehri haben wir den Geminbeli Pass überquert, der 2010 Meter hoch ist. Wir wissen nicht, wo wir noch überall durchfahren, nehmen aber an, dass dies der höchste Punkt unserer Tour war. Auf der Passhöhe liegt mindestens ein Meter Schnee. Die Passsignalisation auf der einen Strassenseite war fast vollständig eingeschneit, jene auf der anderen Seite fast bis zur Unterkante. Die Strasse war zum Glück gut gesäubert und problemlos zu befahren. Für die kommende Nacht werden jedoch Schneefälle vorausgesagt. Diese möchten wir nicht miterleben. Wir haben uns daher beeilt, um vor dem Eindunkeln noch ein ordentliches Stück Strecke Richtung Schwarzmeerküste zurückzulegen.

Sivas

9. Februar 2026 / Türkei / Sivas / Tarihi Kale Moschee

In Sivas haben wir endlich wieder einmal ein Stück blauen Himmel und etwas Sonne gefunden. Die Aufhellung war nicht von langer Dauer. Was das Wetter anbelangt, sind wir mittlerweile aber mit wenig zufrieden und haben das „Zwischenhoch“ genossen. Die Stadt Sivas liegt auf fast 1300 Metern Höhe und weist einige spannende historische Bauwerke auf. Gut gefallen haben uns auch die Markthalle und die vielen Restaurants mit einheimischen Speisen. Sivas ist wieder eine Stadt, die es wert wäre, länger zu bleiben. Da wir aber nicht riskieren wollen, hier oben eingeschneit zu werden, haben wir uns nach einer gut zweistündigen Tour auf die Weiterfahrt gemacht. Die Schwarzmeerküste ruft.

Schnee in Zentralanatolien

9. Februar 2026 / Türkei / Kizilköy / Schneelandschaft

Ab etwa 1200 Metern Höhe liegt zurzeit in Zentralanatolien Schnee. Und wir sind heute meistens oberhalb dieser Grenze gefahren, weshalb wir überwiegend schneebedeckte Landschaften zu sehen bekamen. Die Strassen, die wir befuhren, waren aber zum Glück alle sauber geräumt, so dass es keine Probleme gab. Die abgebildete Strasse ist eine kleine, unbedeutende Nebenstrasse und daher für türkische Verhältnisse recht eng. Sonst fährt man meistens auf gut ausgebauten Strassen mit zwei Spuren pro Fahrrichtung. In grösseren Ortschaften kommt häufig noch eine dritte Spur dazu, die zum Abzweigen und Einspuren gedacht ist, oft aber auch als Parkplatz dient. Dank dieser grosszügigen Strassen kommt man gut voran. Das ist auch wichtig, denn die Türkei ist riesig (fast zwanzigmal so gross wie die Schweiz) und die zurückzulegenden Distanzen entsprechend gross.