Nafplio

24. März 2026 / Griechenland / Nafplio / Boote beim Leuchtturm

Nafplio, im Nordosten des Peloponnes gelegen, gilt als eine der romantischsten und schönsten Städte Griechenlands. Nachdem Griechenland 1830 die Unabhängigkeit erlangte, war Nafplio während fünf Jahren die erste Hauptstadt des jungen Staates, bevor der Regierungssitz nach Athen verlegt wurde. Die Stadt hat einiges zu bieten: eine venezianisch geprägte Altstadt, zwei imposante Festungen, eine kleine Festungsinsel, eine attraktive Hafenpromenade sowie schöne Strände. Nafplio ist daher recht touristisch. So viele Camper wie hier haben wir seit Monaten nicht mehr gesehen. Und in und um die Altstadt trifft man immer wieder auf Touristen. Aber auch hier ist noch Vorsaison und alles geht recht beschaulich zu und her.

Akrokorinth

23. März 2026 / Griechenland / Korinth / Akrokorinth

Neben dem Kanal kann Korinth mit zwei weiteren Sehenswürdigkeiten aufwarten. Nahe der heutigen Stadt liegt die archäologische Stätte des antiken Korinth, die für ihren Apollontempel bekannt ist. Wir haben die Festung Akrokorinth besucht, die auf dem Hausberg von Korinth errichtet wurde und bis 575 Meter hoch hinauf reicht. Hauptattraktionen sind die weitläufige, aus drei Ebenen bestehende Festungsmauer, die Ruinen des Aphrodite-Tempels auf dem Gipfel, Überreste byzantinischer Kirchen, eine Moschee sowie der spektakuläre Panoramablick über die Peloponnes. Insgesamt eine eindrückliche Anlage, deren Besuch sich lohnt.

Kanal von Korinth

23. März 2026 / Griechenland / Korinth / Kanal von Korinth


Viele Sehenswürdigkeiten, die man in Griechenland besichtigen kann, sind um die zweitausend Jahre alt. Das abgebildete Bauwerk ist deutlich jünger. Der Kanal von Korinth wurde zwischen 1881 und 1893 erbaut. Der Kanal ist gut sechs Kilometer lang und an der schmalsten Stelle bloss 25 Meter breit. Zur Zeit ist der Kanal wegen Sanierungsarbeiten geschlossen. Ob das wohl der Grund für die stark gestiegenen Dieselpreise ist? Wohl kaum. Aber die Spritpreise sind auch hier ein grosses Thema. Als wir Griechenland Ende Januar verliessen. bezahlten wir noch rund 1,55 Euro pro Liter Diesel. Mittlerweile kostet der Diesel an vielen Tankstellen über zwei Euro. Da war der Preisanstieg in der Türkei (von 1,10 auf 1,30 Franken) doch deutlich moderater.

Gut gibt es GPS

23. März 2026 / Griechenland / Schinos / Wegweiser

Gut gibt es GPS. GPS ist überall auf der Welt enorm hilfreich. Ohne das satellitengestützte Navigationssystem wäre unsere Reiserei um einiges schwieriger. Speziell hilfreich ist GPS in Griechenland, wo man in abgelegeneren Gegenden immer wieder auf Wegweiser trifft, die nur Angaben im griechischen Alphabet enthalten. Aber auch mit GPS ist die Routenplanung hier nicht ganz so einfach wie anderswo. Unsere Navigationsapp basiert auf OpenStreetMap, das bei kleineren Ortschaften und bei vielen Strassen nur die griechischen Namen in griechischen Lettern kennt. Das regt das Denken an. Und zumindest in dieser Hinsicht scheint unser Denken noch zu funktionieren, haben wir doch bisher alle gesuchten Ziele irgendwie gefunden.

Höhle des Trophonios

22. März 2026 / Griechenland / Livadia / Höhle des Trophonios

Wir sind auf dem Weg nach Korinth und haben in Livadia am Fusse des Helikon-Gebirges einen Zwischenstopp eingelegt. Eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt ist die Höhle des Trophonios, die sich unterhalb der mächtigen Burg befindet. Trophonios war in der Antike ein geschickter Baumeister, der zusammen mit seinem Bruder Agamedes den Apollontempel in Delphi baute. Laut der Sage wurden beide von der Erde verschlungen, nachdem sie versucht hatten, den Schatz des Königs Hyrieus zu stehlen. Nach seinem Tod wurde Trophonios als göttliches Wesen verehrt. Sein Orakel befand sich in der abgebildeten Höhle in Livadia. Pilger mussten sich tagelang vorbereiten, um dann in die dunkle Höhle hinabzusteigen, wo sie Visionen erlebten. Da uns mehr nach dem Peloponnes denn nach Visionen gelüstet, haben wir auf den Abstieg in die Höhle verzichtet und sind weiter südwärts gefahren.

Zurück in Thermopylen

21. März 206 / Griechenland / Thermopylen / Schwefelquelle

Wann hat man schon die Gelegenheit, in einem Bach mit vierziggradigem Wasser zu baden? Auf der ganzen Welt verteilt gibt es sicher etliche Orte, wo man das kann. Ich selber kenne nur Thermopylen südöstlich von Lamia. Und da unser Weg Richtung Athen hier vorbeiführte, haben wir selbstverständlich angehalten. Und wir sind gleich geblieben. Einfach herrlich, bei fünfzehn Grad Lufttemperatur im warmen Wasser zu plantschen und in die immer noch schneebedeckten Berge zu schauen. Heute in einer Woche fliegen wir von Athen aus für gut eine Woche zurück in die Schweiz. Die Woche, die uns in Griechenland noch bleibt, möchten wir im östlichen Peloponnes verbringen. An den letzten beiden Tagen haben wir ein ordentliches Stück Weg dorthin zurückgelegt. Von nun an wollen wir es gemächlicher angehen lassen und uns noch das eine oder andere anschauen.

Kloster Agios Nikolaos

19. März 2026 / Griechenland / Porto Lagos / Kloster Agios Nikolaos

Am 30. Januar haben wir Griechenland bei eher trübem Wetter ostwärts verlassen. Und wiederum begleitet von trübem Wetter sind wir heute Nachmittag nach Hellas zurückgekehrt. Der Grenzübertritt verlief problemlos, so dass wir noch Zeit fanden, uns bei Porto Lagos das Kloster Agios Nikolaos anzusehen. Das Kloster ist bekannt für seine malerische Lage auf zwei kleinen Inseln im Vistonida-See, die durch hölzerne Fussgängerbrücken mit dem Festland verbunden sind. Ein wirklich sehr spezieller Ort, den wir uns für unseren ersten Halt zurück in Griechenland ausgesucht haben. Jetzt sind wir gespannt, ob wir in der kommenden Nacht ohne den Ruf des Muezzins, an den wir uns so gewöhnt haben, einen ruhigen Schlaf finden werden.

Wir haben Griechenland verlassen

30. Januar 2026 / Türkei / Edirne / Grosser Basar

Am späteren Nachmittag sind wir in der Türkei angekommen. Der Grenzübertritt verlief reibungslos. Wir haben offensichtlich einen Grenzposten ausgesucht, der nur selten von Westeuropäern benutzt wird. Noch viel seltener scheinen hier Pickup-Camper zu passieren. Der Grenzbeamte, der für die Fahrzeugkontrolle zuständig war, hat auf alle Fälle Gefallen an Hopo gefunden. Statt nach Schmuggelware zu suchen, liess er sich den Innenausbau im Detail erklären. Dass wir so lange mit unserem Gefährt unterwegs sind, konnte er dann aber nur schwer verstehen. Hauptsache ist aber, dass wir nach relativ kurzer Zeit problemlos einreisen durften. Wegen einbrechender Dunkelheit haben wir von Edirne noch nicht allzu viel gesehen. Was wir aber gesehen haben, hat uns gut gefallen und Appetit gemacht auf einen ausführlicheren Spaziergang morgen Vormittag. Und die Menschen, die wir bisher angetroffen haben, waren allesamt sehr freundlich. Obwohl unser 24-Stunden-Parkplatz fast nichts kostet, hat uns der Platzwart noch mit feinen Süssigkeiten beschenkt. So reist man doch gerne in ein neues Land ein.

Kavala

30. Januar 2026 / Griechenland / Kavala / Ekklesia Kimisi Theotokou

Bei recjt passablem Wetter (der blaue Himmel auf dem Foto täuscht ein wenig) haben wir heute Morgen als letzten Ort in Griechenland die Hafenstadt Kavala besucht. Von Kavala sind es noch gut 150 Kilometer Luftlinie bis zur türkischen Grenze. Die Stadt ist nicht überwältigend, aber doch einen Zwischenhalt wert. Wir haben nochmals eine schöne Kirche abgelichtet. Das wird wohl für längere Zeit die letzte gewesen sein. Von nun an werden wir hauptsächlich Moscheen zu sehen bekommen. Unser Ziel ist es, fünf bis sechs Wochen in der Türkei zu verbringen, allenfalls mit kürzeren Abstechern nach Georgien und Armenien. Geht unsere Planung auf, werden wir im Anschluss noch zwei bis drei Wochen Zeit haben, um von Griechenland mehr zu sehen, als das bisher der Fall war.

Nach dem grosssen Regen

30. Januar 2026 / Griechenland / Asprovalta / Küste

Der 29. Januar war ein nasser Tag in Griechenland. Den ganzen Tag über hat es mehr oder weniger stark geregnet. Wir sind ein ordentliches Stück in Richtung Türkei gefahren. Auf eine Besichtigung hatten wir bei diesem trüben Wetter keine Lust. Und irgendwann am frühen Nachmittag mochten wir auch nicht mehr durch den Regen fahren. Wir haben uns ein schönes Plätzchen direkt am Meer gesucht und relaxed. Hier kamen wir heute früh in den Genuss einer schönen Morgenstimmung. Eine rasche und deutliche Wetterbesserung ist leider noch nicht in Sicht. Immerhin sollte es heute möglich sein, trockenen Fusses die griechische Hafenstadt Kavala zu besichtige. Und danach geht es rüber in die Türkei. Hopo freut sich, ein neues Land zu entdecken. Und wir freuen uns natürlich mit.