18. August 2025 / Schweden / Kiruna / Gamla brandstationen
Im Zuge der Umsiedlung der Stadt Kiruna sollen gut zwanzig Kulturdenkmäler an einen neuen Standort versetzt werden. Der Rest der Stadt wird abgebrochen und ein paar Kilometer weiter östlich durch neue Bauten ersetzt. Dazu zählt wohl auch die alte Brandwache, die in der Zone steht, die als Nächstes weichen muss. Eigentlich schade.
18. August 2025 / Schweden / Kiruna / Kirche von Kiruna
Auch die Kirche von Kiruna muss dem Bergbau weichen. Im Gegensatz zum Stadthaus wird sie aber nicht abgerissen, sondern um rund fünf Kilometer nach Osten verschoben. Der Zufall will es, dass der Kirchentransport morgen und übermorgen durchgeführt wird. Als wir der Kirche heute nichtsahnend einen Besuch abstatten wollten, stand sie bereits gut abgeschirmt auf Spezialtransportern für den Umzug bereit. Die Kirche ist 40 Meter breit und soll 672 Tonnen wiegen. Für den Transportweg wurden spezielle ausplanierte Wege geschaffen. Der Umzug soll rund 45 Millionen Franken kosten, für die das Bergwerk aufkommt. Auf Kiruna warten zwei spektakuläre Tage. Wir schauen, dass wir auch noch einiges mitbekommen.
In meinem rund fünfzehn Jahre alten Reiseführer sieht das Stadthaus von Kiruna noch völlig anders aus. Was ist denn da geschehen? Schuld ist Kirunas Bergwerk. Der fortschreitende Eisenerzabbau hat zu Bodensenkungen und tektonischen Verschiebungen geführt, die die Stadt und ihre Bewohner gefährden. Die Stadt wird daher innert einer Zeitspanne von rund zwanzig Jahren nach Osten verlegt. Das alte Rathaus von Kiruna, das 1964 noch zum schönsten Gebäude Schwedens gekürt wurde, wurde 2018 abgerissen und durch ein modernes Rundgebäude ersetzt. Erhalten geblieben ist einzig der skelettartige Uhrturm (rechts auf dem Bild).
18. August 2025 / Schweden / Kiruna / Neitjaureh-See
Der Dauerregen an der norwegischen Küste hat uns in die Flucht getrieben. Schade, die Landschaft in Nordnorwegen war wunderschön. Bei Regen hat man aber leider nur sehr wenig davon. Sehr schön ist auch die Strecke zwischen Narvik und Kiruna, die durch einen Teil Schwedisch-Lapplands führt. Die Region wird geprägt von einer einzigartigen Natur, zu der Hunderte von grösseren und kleineren Seen sowie arktische Wildnis gehören. Der Neitjaureh-See gehört bereits zur Gemeinde Kiruna, der grössten Gemeinde Schwedens. Kiruna ist bekannt für den Abbau von Eisenerz, das mit der Bahn in den 150 Kilometer entfernten Hafen von Narvik transportiert und verschifft wird.
17. August 2025 / Norwegen / Eide auf Lofoten / Landschaft
Schaut man sich obiges Foto an, wird man wohl zum Schluss gelangen, dass wir heute ordentliches Wetter hatten. Das war leider nicht der Fall. Die Sonne hat sich während maximal zehn Minuten gezeigt, blaue Löcher am grauen Himmel waren selten und die Kombination aus beidem gab es nur für einen kurzen Augenblick. Sonst war es trüb und zeitweise regnerisch. Und es soll während der ganzen kommenden Woche noch trüber und nässer werden. Nicht nur auf den Lofoten, sondern an der ganzen Westküste Norwegens. Unser eigentlicher Plan war es, noch zwei oder drei Tage auf den Lofoten zu bleiben und dann bis nach Trondheim herunterzufahren. Das macht so aber wenig Sinn. Wir haben daher umgestellt. Morgen geht es noch kurz nach Narvik und dann fahren wir rüber nach Schweden. Traumwetter werden wir wohl auch dort nicht haben. Aber es sieht doch um einiges freundlicher und auch etwas wärmer aus.
16. August 2025 / Norwegen / Napp auf Lofoten / Hafen
In Napp haben wir einen tollen Übernachtungsplatz direkt am Meer gefunden. Die 150 Meter Abstand zu bewohnten Gebäuden, die gemäss Jedermannsrecht gefordert werden, können wir knapp einhalten. Napp ist ein kleiner Fischerort mit einigen ansehnlichen Schiffen. Unweit von uns entfernt liegt der 1’800 Meter lange Nappstraumtunnelen. Wenn die Distanz zwischen zwei Inseln zu gross für eine Brücke ist, werden in Norwegen oft Tunnel gebaut, die unter dem Meer hindurchführen. Man fährt dann eine Zeit lang steil hinunter und dann gleich wieder steil hinauf. Immer wieder ein sonderbares Gefühl. Aber natürlich viel schneller und bequemer als mit Fähren.
16. August 2025 / Norwegen / Nusjford auf Lofoten / Stelzenhäuser
Nusfjord ist ein kleines Fischerdorf auf der Lofoteninsel Flakstadøy. Oder besser gesagt: Nusfjord war einmal ein kleines Fischerdorf. Heute ist der Begriff Museumsdorf viel zutreffender. Mit Ausnahme eines Museums, einer Bäckerei und dreier Restaurants sind alle Häuser im Hafen Ferienwohnungen. Auch rings um den Hafen gibt es eine Vielzahl von hübschen Ferienhäusern, die meist auf Stelzen im Wasser stehen. Die Einheimischen, sofern es sie überhaupt noch gibt, müssen etwas abseits leben. Gesehen haben wir sie nicht. Nusfjord ist somit total touristisch. Trotzdem sieht der Ort sehr malerisch aus und liegt in einer wunderbaren Landschaft.
16. August 2025 / Norwegen / Stamsund auf Lofoten / Wandgemälde
Für Norwegen hat der Fischfang eine enorme Bedeutung. Er stellt einen wichtigen Wirtschaftszweig dar und ist tief in der Kultur und der Geschichte des Landes verwurzelt. Seit Jahrhunderten ist die Fischerei eine wichtige Lebensgrundlage für Norwegens Küstenbewohner und hat viel zur Entwicklung zahlreicher Fischerdörfer entlang der Küste beigetragen. Heute ist Norwegen der zweitgrösste Fisch- und Meeresfrüchteexporteur der Welt und der Fischfang ist ein wichtiger Teil der norwegischen Identität. Kein Wunder also, dass man auf Hausfassaden aufgemalte Fische sieht.
16. August 2025 / Norwegen / Stamsund auf Lofoten / Hafen
Nach dem gestrigen Regentag hatten wir heute einen so lala Tag. Zeitweise hat es heftig geregnet, dann war es wieder trocken. Im Hafen von Stamsund gab es sogar blaue Wolkenlöcher und die Sonne blinzelte kurz hervor. Stamsund ist mit 1’400 Einwohnern einer der grössten Orte auf den Lofoten und besitzt einen recht schönen Hafen. Erstaunlicherweise sind wir hier nur wenigen anderen Touristen begegnet. Eine Seltenheit auf den Lofoten. Uns war das aber noch so recht.
15. August 2025 / Norwegen / Svolvaer auf Lofoten / Haus auf Insel Lamholmen
Wir sind immer noch in Svolvaer. Heute hat es nur ein einziges Mal geregnet; manchmal stark, manchmal etwas weniger stark. So weiterzureisen macht weder Freude noch Sinn. Hopo durfte daher einen Ruhetag einlegen. Svolvaer ist nicht der schlechteste Ort, um einen Regentag zu verbringen. Die kleine Stadt hat etwa 4000 Einwohner und ist der Hauptort und das Verwaltungszentrum der Lofoten. Es gibt hier recht viele Geschäfte und auch an einem traurigen Regentag herrscht Betrieb. Zudem gibt es viel Schönes in Svolvaer zu entdecken. Einen weiteren Tag möchten wir hier aber gleichwohl nicht mehr verbringen.