Vorsicht, Tiere!

12. Februar 2026 / Georgien / Banza / Kühe auf der Strasse

In Georgien scheint es keine Tierställe zu geben. Die Tiere leben frei auf und neben der Strasse. Für Überlandfahrten muss man daher genügend Zeit einrechnen, da man immer wieder wegen Kühen, die sich auf der Fahrbahn befinden, abbremsen muss. Und wenn die Viecher einmal auf der Strasse sind, bleiben sie meist auch dort. Vor Autos scheinen sie null Respekt zu haben. Fast wie die Rentiere in Lappland. Mitten auf der Fahrbahn muss man auch stets mit streunenden Hunden rechnen. Wesentlich disziplinierter sind die Schweine, die Pferde, die Hühner und die Ziegen. Diese laufen auch alle frei herum, bewegen sich bisher aber stets am Strassenrand. Spätestens nach dem heutigen Tag ist uns klar, weshalb in Georgien eindringlich vor nächtlichen Überlandfahrten abgeraten wird.

Kathedrale von Poti

12. Februar 2026 / Georgien / Poti / Kathedrale

Fünfzig Kilometer nördlich von Batumi liegt Poti. Poti ist Georgiens wichtigster Hafen am Schwarzen Meer. Die Stadt ist deutlich kleiner als Batumi und auch um einiges gemütlicher. Hier findet man mitten im Zentrum noch jede Menge freier Parkplätze. Mitten im Herzen der Stadt liegt die orthodoxe Kathedrale, die von einem schönen Park umgeben ist. Gleich anschliessend gibt es eine Reihe basarähnlicher Marktstrassen. Alles in allem entspricht Poti schon viel mehr dem Georgien, wie wir es uns vorgestellt haben.

Moderne Polizeistation

12. Februar 2026 / Georgien / Poti / Polizeistation

Auf meiner ganzen bisherigen Reise durch den Balkan und die Kaukasusregion hatte ich noch nie ein Problem mit der Polizei. Und ich hoffe natürlich, dass das so bleibt. Trotzdem gehören Polizeistationen eher zu den Gebäuden, um die ich einen Bogen ziehe. Nicht so bei der Polizeistation von Poti. Deren modernes Gebäude hat mir gut gefallen. Merke: Auch Polizeistationen können Freude bereiten.

Das traditionelle Batumi

12. Februar 2026 / Georgien / Batumi / Orthodoxe Kirche St. Nicholas

Batumi ist eine spannende Stadt, die uns sehr gut gefallen hat. Es ist recht abwechslungsreich hier. Im Zentrum gibt es etliche historische Gebäude wie etwa die orthodoxe Kirche. Dann gibt es mehrer Imitationen bekannter westeuropäischer Gebäude. Dem Meer entlang gibt es hochmoderne Hochhäuser und Wohntürme. Speziell schön sind auch die vielen Parkanlagen und der sieben Kilometer lange Boulevard dem Meer entlang. Auch das Freizeitangebot ist umfassend: viele Casinos, Theater, Diskotheken und was es sonst noch so alles gibt. Eine wirklich tolle Stadt, wie wir sie in Georgien so nicht erwartet hätten.

Das moderne Batumi

12. Februar 2026 / Georgien / Batumi / Alliance Privilege

Dem Meer entlang trifft man in Batumi immer wieder auf moderne Hotelbauten, die toll aussehen. Und es wird fleissig weitergebaut. In zehn Jahren dürfte es rund um das Marriott-Hotel wohl nicht mehr allzu viel freien Raum geben. Das Gewässer im Vordergrund ist nicht etwa das Meer, sondern ein kleiner See. Wie es sich für Batumi gehört, gibt es rund um diesen See schöne Parkanlagen mit vielen Palmen und anderen Pflanzen.

Das verrückte Batumi

12. Februar 2026 / Georgien / Batumi / Batumi Tower mit Riesenrad

Batumi wird auch als das „Las Vegas des Kaukasus“ bezeichnet. Und das kommt nicht von ungefähr. Wie in Las Vegas gibt es auch hier einige extravagante Gebäude. Ganz speziell ist etwa der zweihundert Meter hohe Batumi Tower, in dessen Fassade ein Riesenrad integriert wurde. Das Gebäude war ursprünglich als Sitz einer Technischen Universität geplant, stand dann aber lange leer. Heute dient der Turm als Hotel. Und wie es sich für eine Spielerstadt gehört, beherbergt es auch ein riesiges Casino.

Haus mit goldenem Dach

11. Februar 2026 / Georgien / Batumi / Sitz der Nationalbark Georgiens

Nein, wir sind nicht in Innsbruck gelandet. Vor dem dortigen Goldenen Dachl wachsen ja auch keine Palmen. Das abgebildete Gebäude ist der Sitz der Georgischen Nationalbank und befindet sich in Batumi an der Schwarzmeerküste. Ja, wir sind in Georgien. Der Grenzübertritt lief unproblematisch ab. Dafür gibt es wieder einige kleinere Herausforderungen zu bewältigen. Wir müssen uns wieder an eine neue Währung (Lari) gewöhnen. Die Sprache und die Schrift sind anders (wir bleiben hartnäckig beim Englischen). Für unsere Handys brauchen wir neue SIM-Karten (was dank eSIMs kein Problem mehr ist). Neu ist, dass die Schweizer Haftpflichtversicherung nicht mehr gilt und wir eine georgische abschliessen mussten. Auch unser Garmin-GPS hat an der Grenze seinen Dienst eingestellt (jetzt navigieren wir halt mit unseren Handys durchs Land). Die Strassen (löchriger) und der Verkehr (zähflüssiger) sind anders. Und wir haben abermals die Zeitzone gewechselt und sind nun drei Stunden voraus. Alles kleinere Umstellungen, auf die man sich aber gut vorbereiten kann und die das Reisen irgendwie auch spannend machen.

Las Vegas des Kaukasus

11. Februar 2026 / Georgien / Batumi / Neptunbrunnen

Die Stadt Batumi, die rund 200’000 Einwohner zählt, wird auch als das „Las Vegas des Kaukasus“ bezeichnet. Zu diesem Titel haben ihr die zahlreichen Casinos, die moderne Architektur und das pulsierende Nachtleben verholfen. Was wir bisher zu sehen bekamen, hat uns beeindruckt. Einerseits gibt es futurisch anmutende Gebäude wie etwa den zweihundert Meter hohen Batumi Tower, in dessen Fassade ein Riesenrad eingebaut ist. Andererseits gibt es eine historische Altstadt mit sehenswerten Bauwerken aus den beiden letzten Jahrhunderten. Der Schwarzmeerküste entlang führt ein sieben Kilometer langer Boulevard mit sehr schöner Bepflanzung. Wetterbedingt haben wir erst Bruchstücke der Stadt gesehen. Wir freuen uns, diese morgen bei Sonnenschein und deutlich höheren Temperaturen (beides versprechen uns unsere Wetter-Apps) eingehender zu erkunden.

Tea Tower

10. Februar 2026 / Türkei / Rize / Tea Tower


Das mit Abstand beliebteste Getränk in der Türkei ist schwarzer Tee, bekannt als Çay. Angepflanzt wird der Tee im Nordosten des Landes an der Schwarzmeerküste. Mitten im Teeanbaugebiet liegt die Stadt Rize. Hier haben wir unser heutiges Nachtlager aufgeschlagen. Und das direkt unter dem Tea Tower, einem rund 30 Meter hohen Gebäude in Form eines traditionellen türkischen Teeglases. Im Innern des Gebäudes gibt es ein Museum über die Geschichte des Tees, Teestuben, Restaurants, in denen lokaler Tee probiert werden kann, sowie Geschäfte für den Verkauf von Tee und Souvenirs. Von der Aussichtsplattform auf dem Dach aus kann man zu den Teeplantagen sehen. Das Tollste am Turm finden wir aber das Lichtspektakel, das wir seit Einbruch der Dunkelheit bewundern können. Mit der Wahl unseres heutigen Stellplatzes haben wir wieder einmal einen Volltreffer gelandet.

Eisformationen

10. Februar 2026 / Türkei / Sümela Kloster / Eisformationen

Kloster Sümela liegt auf knapp 1300 Metern Höhe in den Pontischen Alpen. Und hier oben war heute tiefster Winter. Die Strassen waren weiss, die Bäume frisch eingeschneit. Überall., wo vorher Wasser floss, bildeten sich skurrile Eisformationen. Herrlich anzuschauen. Sollte jemand in Westeuropa den Schnee vermissen, empfehlen wir ihm oder ihr eine Reise in den Norden der Türkei.