Brügge – schönste Stadt Belgiens

14. Juli 2024 / Belgien / Brügge


Gemäss Baedeker ist Brügge die schönste Stadt Belgiens. Dem will ich keinesfalls widersprechen. Brügge ist wunderschön. Die flandrische Kleinstadt (rund 120’000 Einwohner) hat eine Vielzahl von historischen Bauten zu bieten. Speziell schön ist, dass einige Kanäle die Altstadt durchziehen. Daher auch die Bezeichnung „Venedig des Nordens“. Brügge ist aber gerade in der Hochsaison stark überlaufen. Und alles scheint auf den Tourismus ausgerichtet zu sein. Da kommt fast schon der Eindruck auf, als ob man sich in einem überdimensionierten Freilichtmuseum befindet. Gent war hier anders. Zwar auch viele Touristen, aber doch auch „einheimisches Leben“. Wir denken nicht allzu heftig darüber nach und geniessen die tolle Stadt und das prächtige Wetter.

Gent – flandrische Schönheit

13. Juli 2024 / Belgien / Gent


Da heute Samstag ist, kommen wir quer durch Belgien und rund um Brüssel gut voran und wir treffen bereits am frühen Nachmittag in Gent ein, der zweitgrössten Stadt Flanderns (hinter Antwerpen). Das Wetter ist zu Beginn stark bewölkt. Das dämpft unser Stimmung leicht ein, da wir meinen, dass die vielen tollen Sehenswürdigkeiten, welche Gent zu bieten hat, wettermässig etwas Besseres verdient hätten. Mit der Zeit tut der Himmel aber etwas auf und die Sonne zeigt sich immer häufiger. Kein Kaiserwetter, aber doch ein Rahmen, der der tollen Stadt einigermassen gerecht wird. Wir sind richtig begeistert ob der vielen Sehenswürdigkeiten und freuen uns bereits auf Brügge, die zweite Perle Flanderns, der wir morgen eine Besucht abstatten wollen.

André Léonard – hier wird dir geholfen

13. Juli 2024 / Belgien / Vielsalm / Fahrradgeschäft André Léonard

Die defekten Speichen an meinem Fahrrad beschäftigen uns. Diese müssen unbedingt repariert werden, und zwar wenn immer möglich noch auf dem Festland. Dumm, dass heute bereits Samstag ist und wir riskieren, mit der Reparatur bis Dienstag warten zu müssen. Wir befinden uns im Dreiländereck Luxemburg-Deutschland-Belgien. Wo sind wohl die Chancen auf eine rasche Reparatur am grössten? Wir tippen auf Belgien und liegen damit goldrichtig. Um neun Uhr öffnet das Fahrradgeschäft von André Léonard im beschaulichen Käffchen Vielsalm. Und um Viertel vor zehn sind die defekten Speichen bereits ersetzt und das Rad neu zentriert. Und das für 20 Euro. Wieder einmal Glück gehabt.

Prächtiges Clervaux

12. Juli 2024 / Luxemburg / Clervaux / Schloss

Etwas vom schönsten, was das Grossherzogtum seinen Gästen zu bieten hat, ist das kleine, in den Ardennen liegende Städtchen Clervaux. Dieses wurde an einer Schleife des Flusses Clerve erbaut und hat eine eindrückliche Kirche, ein imposantes Kloster und ein die Altstadt überragendes Schloss zu bieten. So viel Eindrückliches auf so engem Raum findet man in Luxemburg kaum ein zweites Mal.

Luxemburgisches Neuschwanstein

12. Juli 2024 / Luxemburg / Vianden / Burg Vianden

Vianden liegt ganz im Osten Luxemburgs, direkt an der Grenze zu Deutschland. Die Altstadt wird von einer mittelalterlichen Burg überragt, die mich entfernt an Neuschwanstein erinnert. Um der Burg auf Augenhöhe zu begegnen oder um sie gar von oben herab zu bewundern, gilt es einen  schweisstreibenden Aufstiege zu bewältigen. Dieser lohnt sich aber. Man kann es aber auch etwas leichter haben. Eine Sesselbahn (wie viele von diesen gibt es wohl in Luxemburg?) fährt hoch zu eine Plattform, von der aus man eine prächtige Aussicht auf die Burg hat. Die Seilbahn ist aber etwas für die Jungen. Rentner steigen selbstverständlich zu Fuss hoch.

Velofahrt an der Mosel

12. Juli 2024 / Luxemburg / Stadtbredimus / Mosel

Die Wetteraussichten für den heutigen Tag sind nicht sehr erbaulich. Den ganzen Tag über werden leichte Regenschauer vorausgesagt. Wir lassen uns davon nicht abschrecken und machen uns auf eine kleinere Fahrradtour der Mosel entlang auf. Startpunkt ist Schengen. Der Radweg folgt der ganzen Strecke entlang direkt der Mosel. Höhenmeter gibt es daher kaum zu überwinden, höchstens einmal bei einer Schleuse. Und wir haben Glück mit dem Wetter. Die Sonne zeigt sich zwar nur selten, aber wir bleiben trocken. Ärgerlich ist dagegen, dass ich die heutige Tour gleich mit zwei gebrochenen Speichen beende. Mal schauen, wo ich eine Werkstatt finde, die bereit ist, diesen Schaden auf die Schnelle zu beheben. Bis auf Weiteres ist damit Schluss mit Fahrradtouren.

Weltkulturerbe der besonderen Art

11. Juli 2024 / Deutschland / Völklingen / Völklinger Hütte

Die chinesische Mauer, der indische Taj Mahal oder der Pariser Eiffelturm: allesamt UNESCO-Weltkulturerbestätten, die jeder kennt. Dass auch die Völklinger Hütte zu diesem erlauchten Kreis gehört, wissen ausserhalb des Saarlandes wohl nur wenige. Und ich gebe es gerne zu: auch mir war das bis heute nicht bekannt. Und wir sind auch nur zufällig hier gelandet. Die Suche nach einem Übernachtungsplatz hat uns nach dem Besuch von Saarbrücken nach Völklingen geführt. Bis 1986 wurde hier noch richtig hart gemalocht. Heute ist die Hütte ein historisches Wahrzeichen der deutschen Ingenieurbaukunst. Speziell gut: zum Weltkulturerbe gehört auch ein riesiger Parkplatz, auf dem Hopo genügend Auslauf findet und wo er sicher eine ruhige Nacht verbringen wird.

Ribeauvillé, Elsässer Schmuckstück

11. Juli 2024 / Frankreich / Ribeauvillé / Grand Rue

Auf der Fahrt von Colmar über Riquewihr nach Ribeauvillé fahre ich durch schöne Weinberge. Meinem Navi, das mir diesen Weg gewiesen hat, sei herzlich gedankt. Dass es mir zwischendurch einen ordentlichen Anstieg eingebaut hat, sei ihm verziehen. Schliesslich steht dieses Jahr auch noch der Chasseral auf meinem Plan und da sind alle Höhenmeter, die ich vorgängig bewältige, hilfreich. Auch Ribeauvillé, ein wahres Schmuckstück unter den vielen hübschen Elsässer Weindörfern, ist noch fast leer. Der stark bewölkte Himmel ist so einfacher zu verkraften.

Colmar zu früher Stunde

11. Juli 2024 / Frankreich / Colmar / Quai de la Poissonnerie

Morgenstund hat Gold im Mund. Mag sein. Das macht das Wetter heute Morgen aber auch nicht besser. Wenigstens regnet es nicht mehr. So mache ich mich von Houssen aus per Fahrrad auf nach Colmar. Und das lohnt sich. Die Altstadt von Colmar ist auch bei bedecktem Himmel absolut sehenswert. Der Quai de la Poissonnerie, einer der Hotspots von Colmar, ist noch menschenleer. Na gut, nicht allzu erstaunlich, es ist ja noch nicht einmal sieben Uhr. Ich drehe noch ein paar Runden durch die leeren Altstadtgassen und mache mich dann auf, um noch zwei besonders hübsche Elsässer Dörfer zu besuchen: Riquewihr und Ribeaubillé.

Irland, wir kommen!

10. Juli 2024 / Frankreich / Egisheim / Place du Château Saint-Léon

Unsere erste Reise als frisch gebackene Pensionäre soll uns auf die grüne Insel führen. Rund 1’400 Kilometer Wegstrecke und zwei Überfahrten mit Fährschiffen liegen bis zur Ankunft in Irland vor uns. Wir lassen es gemütlich angehen und reisen erst einmal ins Elsass. Einen ersten Zwischenhalt – wetterbedingt wird es heute gleich auch der letzte sein – legen wir in Egisheim ein. Eine mittelalterliche Burg, eine Kapelle und der Stadtplatz bilden das Zentrum des hübschen Elsässer Winzerdorfs. Darum herum gibt es mehrere Altstadtgassen mit zahlreichen Fachwerkhäusern, die ringförmig rund ums Dorfzentrum angelegt sind. Richtig schön und jederzeit einen Besuch wert. Der im Anschluss geplante Halt in Colmar fällt buchstäblich ins Wasser. Macht nichts. Wir verbringen einen relaxten Abend. Schliesslich haben wir ja jetzt sehr viel Zeit, um Verpasstes zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen.