Primosten aus der Nähe

9. Dezember 2025 / Kroatien / Primosten / Halbinsel / Ostseite

In Rovinj war es gar nicht so einfach, einen freien Blick auf die Altstadt zu erhaschen, weil der Hafen voll mit Jachten, Fischer- und Ausflugsbooten war, die zum Teil die Sicht versperrten. Auch vor Primosten sind ein paar Schiffe angelegt. Diese fallen aber mindestens zwei Nummern kleiner aus als im mondänen Rovinj. Im Hochsommer ist vermutlich auch hier der Teufel los. Jetzt im Dezember kann man das prächtige Städtchen und die schöne Küste in aller Ruhe und fast für sich alleine geniessen. Einfach schön.

Primosten aus der Ferne

9. Dezember 2025 / Kroatien / Primosten / Halbinsel von Osten her

Die Altstadt des ehemaligen Fischerdorfs Primosten liegt 15 Kilometer südlich von Sibenik wunderschön auf einer kleinen Halbinsel. Heute lebt die 3000-Seelen-Gemeinde primär vom Tourismus. Primosten hat mich stark an Rovinj erinnert, das ich vor einer Woche besucht habe. Hier ist aber alles noch eine Spur kleiner, gemächlicher und überschaubarer als im bekannten Rovinj. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, hier länger zu verweilen. Aber die Türkei ruft und es gibt noch viel zu Entdecken im Balkan.

Abendstimmung in Brodarica

8. Dezember 2025 / Kroatien / Brodarica / Abendstimmung

Je später der Abend (oder besser gesagt: je später der Nachmittag), um so schöner die Stimmung. Wettermässig war die vergangene Woche nicht so toll. Um so mehr habe ich heute die Sonne, die angenehmen Temperaturen und die prächtige Abendstimmung genossen.

Sonnenuntergang in Brodarica

8. Dezember 2025 / Kroatien / Brodarica / Sonnenuntergang

Am elften Tag meiner Reise durfte ich den ersten wirklich schönen Sonnenuntergang erleben. Etwas speziell ist, dass hier die Sonne um diese Jahreszeit bereits um 16.20 Uhr untergeht, also mitten im Nachmittag. Dalmatien liegt doch schon recht weit im Osten und hat, gleich wie wir in der Schweiz oder wie in Spanien, die mitteleuropäische Zeit. Damit wird es recht früh dunkel. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen. Und man muss sein Tagesprogramm etwas anpassen, sprich man muss früher rausgehen. Das Besichtigungsprogramm sollte man spätestens um 15.00 Uhr abgeschlossen haben, da es dann bereits zu dunkeln beginnt. Aber alles kein Problem. Solange das frühe Eindunkeln meine grösste Sorge ist, geht es mir bestens.

Krka-Wasserfälle

8. Dezember 2025 / Kroatien / Nationalpark Krka / Wasserfälle

Bevor ich heute Morgen starten konnte, ging es erst einmal darum, die Scheiben von einer ordentlichen Eisschicht zu befreien. Die Temperaturen waren über Nacht klar in den Minusbereich gefallen. Dafür durfte ich einen schönen Sonnenaufgang und eine prächtige Morgenstimmung miterleben. Deutlich angenehmer war es später im Nationalpark Krka. Herzstück des Parks, der 109 Quadratkilometer gross ist (fast die Hälfte des Kantons Zug) sind die Wasserfälle bei Lozovac. Der Fluss Krka stürzt hier über mehrere Stufen 46 Meter in die Tiefe. Ein wirklich eindrückliches Schauspiel, das man hier erleben darf und dessen Besuch sich wirklich lohnt. Speziell sind die dynamischen Eintrittspreise, die hier zur Anwendung kommen. Was im Sommer 40 Euro kostet, war heute für 7 Euro zu haben. Tolles Wetter, nur eine Handvoll Besucher und ein fast geschenkter Eintritt. Was will man mehr?

Klenovica

5. Dezember 2025 / Kroatien / Klenovica / Aussicht auf Kvarner Bucht

Die kommende Nacht verbringe ich auf einem Parkplatz hoch über der Kvarner Bucht. Die Aussicht aufs Meer und die Insel Krk ist toll. Ganz legal ist mein Verhalten allerdings nicht. Frei übernachten ist in Kroatien eigentlich strengstens verboten und wird mit Bussen bis zu 400 Euro geahndet. Nach allem, was ich bisher gelesen und gehört habe, drücken Polizei und lokale Behörden im Winter aber beide Augen zu. Schliesslich sind die meisten Campingplätze geschlossen, so dass man eigentlich keine Alternative hat. Mein Erfahrungsschatz ist noch gering, aber schlechte Erfahrungen mit der kroatischen Polizei habe ich bisher keine gemacht, was auch so bleiben soll. Der Wind, der zurzeit gehörig blässt und Hopo ordentlich zum Schaukeln bringt, beunruhigt mich aktuell stärker als Gedanken an die Polizei.

Novi Vinodolski

5. Dezember 2025 / Kroatien / Novi Vinodolski / Stadt von Westen her

Das Wetter kann sich hier an der kroatischen Küste recht schnell verändern. Am Vormittag war es in Rijeka ausgesprochen trüb und ich habe mich darauf eingestellt, dass es den ganzen Tag so bleibt. Auf der Fahrt von Rijeka südwärts öffnete sich dann plötzlich der Himmel und die Sonne zeigte sich. Logisch, dass ich da rasch einen Fotohalt einschalten musste. Etwas blaue Farbe steht unserem Blog schliesslich gut an. Für die kommenden zwei Tage sind die Wetterprognosen leider düster. Eigentlich hatte ich vor, morgen die Plitvicer Seen zu besuchen. Bei trübem Wetter macht das aber wenig Sinn. Gut möglich, dass ich daher morgen nach Bosnien und Herzegowina überwechsle. Mal schauen, wie sich die Wetterlage morgen präsentiert.

Rijeka

5. Dezember 2025 / Kroatien / Rijeka / Kazalisni Park

Rijeka ist die drittgrösste Stadt Kroatiens. Rijeka ist eine Hafenstadt, eine Industriestadt, ein Dienstleistungszentrum, eine Touristenstadt und eine Kulturstadt. Rijeka ist vieles, aber eine schöne Stadt ist sie nicht. Zumindest für mich nicht. Ich habe nur wenige Gebäude gesehen, die ich interessant fand. Und die waren alle so in anderen Gebäuden eingezwängt, dass sie nicht richtig zur Geltung kamen. Ich bin mit geringen Erwartungen angereist und wurde daher auch nicht wirklich enttäuscht. Immerhin war ich viel zu Fuss unterwegs, was gut ist. Und ich weiss nun, wie Rijeka aussieht, und kann mir das nächste Mal einen Stopp ersparen.

Labin

4. Dezember 2025 / Kroatien / Labin / Altstadt

Labin liegt etwa auf halber Strecke zwischen Pula und dem bekannten Kur- und Badeort Opatija. Das heutige Labin ist eine Bergbaustadt mit 10’000 Einwohnern, in der vor allem Steinkohle, Bauxit und Mergel abgebaut werden. Etwas abseits der Neustadt liegt das alte Labin, das schön auf einem Hügel erbaut wurde. Die Stadt ist über 2000 Jahre alt, das älteste noch stehende Gebäude (die Kirche der Geburt der Heiligen Jungfrau Maria) stammt aus dem 14. Jahrhundert. Von etlichen Punkten der gut erhaltenen Altstadt aus eröffnen sich schöne Blicke auf die nahe Küste und das Meer. Gedanken an ein kühles Bad kamen bei mir heute aber keine auf. Dazu war das Wetter zu garstig.

Pula

4. Dezember 2025 / Kroatien / Pula / Amphitheater

Wenn man Rovinj als „kleines Venedig“ bezeichnet, dann müsste man Pula eigentlich „kleines Rom“ nennen. Denn gleich wie die italienische Hauptstadt ist Pula auf sieben Hügeln errichtet worden. Und die Römer haben hier deutliche Spuren hinterlassen. Wenn man durch die Stadt bummelt, stösst man an mehreren Stellen auf römische Ruinen. Das beeindruckendste Relikt aus der Zeit der Römer ist sicher das Amphitheater, das sechstgrösste, das weltweit errichtet wurde. Dieses ist auch noch recht gut erhalten. Zwar ging das Innere des Gebäudes im Laufe der Jahrhunderte durch Raubbau verloren, seine Fassade aus weissem Kalkstein ist hingegen noch weitgehend im Originalzustand. Das Amphitheater hat mir gut gefallen, der Rest der Stadt weniger.