Grosse Moschee von Tirana

31. Dezember 2025 / Albanien / Tirana / Grosse Moschee


Auf meiner Reise durch den westlichen Balkan bin ich bereits auf eine Vielzahl von Moscheen gestossen. Eine so mächtige wie die im Zentrum von Tirana ist mir in den letzten Wochen aber noch nicht begegnet. Tiranas Grosse Moschee ist auch die erste, die vier Minarette hat. Das steht nur grossen, wichtigen Moscheen zu, die eine starke Präsenz zeigen sollen. Zum ersten Mal seit vielen Jahren habe ich wieder einmal eine Moschee von innen besichtigt. In Marokko war das leider nicht möglich, da dort „Nichtgläubige“ keinen Zutritt haben. Hier in Albanien ist man offener und hat keine Probleme, wenn ein Christ eine Moschee betritt.

Hochhaus mit Gesichtszügen

31. Dezember 2025 / Albanien / Tirana / Tirana’s Rock

Da soll noch einer sagen, Hochhäuser seien gesichtslose Gebäude. Zumindest beim „Tirana’s Rock“ ist das definitiv nicht der Fall. Das 85 Meter hohe Gebäude ist den Gesichtszügen des albanischen Nationalhelden Gjergj Kastrioti Skanderbeg nachempfunden. Entworfen wurde es von einem niederländischen Architekturbüro. Die geschwungenen Balkone formen einerseits die Gesichtszüge Skanderbegs und bieten andererseits Sonnenschutz. Ein geniales Gebäude, das auch in der Nacht mit spezieller Beleuchtung toll aussieht.

Tirana

31. Dezember 2025 / Albanien / Tirana / Skanderbeg-Platz

Tirana ist die Hauptstadt und das pulsierende Herz Albaniens. Von den knapp drei Millionen Einwohnern Albaniens leben rund 700’000 in der Hauptstadt. Tirana ist eine sehr moderne Stadt. Fast überall auf dem Stadtgebiet trifft man auf moderne Hochhäuser oder sieht zumindest in der Nähe solche. Der riesige Skanderbeg-Platz bildet den Mittelpunkt der Stadt. Die einzigen historischen Gebäude am Platz, die die kommunistische Ära überlebt haben, sind eine Moschee und ein Uhrturm (beide rund 200 Jahre alt). Ansonsten bestimmen moderne Bauten und Hochhäuser das Gesicht des Platzes. Um ehrlich zu sein, bin ich überrascht von Tirana. Ich habe nicht erwartet, hier auf eine so moderne Stadt zu stossen, in der so viel läuft.

Burg von Petrele

31. Dezember 2025 / Albanien / Petrele / Burg

Das kleine Dörfchen Petrele liegt zehn Kilometer südlich von Tirana auf einem Hügel. Überragt wird das Dorf von einer Burg, die auf einem markanten, steilen Felshügel erbaut wurde. Bereits im 3. Jahrhundert nach Christus wurden hier erste Befestigungen errichtet, die dann im Verlauf der Zeit stetig ausgeweitet und modernisiert wurden. Ich hätte mir die Burg gerne aus der Nähe und von innen angesehen. Leider ist sie zurzeit aber geschlossen. Reisen im Winter bringt einige Vorteile mit sich, hat aber auch zur Folge, dass etliche Sehenswürdigkeiten und touristische Einrichtungen geschlossen sind. Aber kein Problem. Die Burg sieht auch aus einer gewissen Entfernung eindrücklich aus.

Brücke Ura e Golikut

30. Dezember 2025 / Albanien / Golik / Brücke Ura e Golikut

Ich bin auf dem Weg in die albanische Hauptstadt Tirana. Unterwegs habe ich einen kleinen Abstecher gemacht, um mir die alte Steinbrücke bei Golik anzuschauen. Die mehrbögige Ura e Golikut soll aus der Zeit der osmanischen Herrschaft stammen und im 17. Jahrhundert erbaut worden sein. Sie lag auf der Via Egnatia, die die Adria mit dem Byzantinischen Reich und speziell mit Istanbul verband. Genau auf dieser Route befinde ich mich auch, komme ich doch von der Adria her und habe das Ziel, irgend einmal im Februar in der Türkei und vermutlich auch in Istanbul zu sein. Aktuell fahre ich zwar gerade in die falsche Richtung. Das wird sich im Verlauf meiner weiteren Reise aber schon wieder korrigieren.

Albanische Sitzbänke

30. Dezember 2025 / Albanien / Pogradec / Sitzbänke am See

Es war richtig idyllisch heute Morgen am Ohridsee in Pogradec. Im Gegensatz zur Stadt selbst ist die Uferpromenade attraktiv. Sehr originell fand ich die Sitzbänke, die sie hier aufgestellt haben. Auf dieses Design muss man zuerst einmal kommen.

Pogradec

30. Dezember 2025 / Albanien / Pogradec / Seeufer

Nach bloss 15 Kilometern Fahrt habe ich heute Morgen die Grenze zu Albanien erreicht. Unterwegs versuchte ich, meine wenigen verbliebenen mazedonischen Denare in Lebensmittel einzutauschen. Der Versuch scheiterte. Tankstellen gab es keine mehr (das war mir zuvor schon klar), und die beiden Lebensmittelgeschäfte, die noch am Weg lagen, waren geschlossen. Dafür verlief der Grenzübertritt absolut reibungslos. Und meine verbliebenen Denare konnte ich dann später auch noch in albanische Lek umtauschen. Pogradec ist von Nordmazedonien herkommend die erste Stadt auf albanischem Boden. Pogradec liegt am Ohridsee, an dem ich mich nun schon seit zwei Tagen aufhalte. Die Stadt selber ist eher unattraktiv. Richtig schön ist es dafür am See, der auf allen Seiten von Bergen umgeben ist, die zum Teil eingeschneit sind. Es sieht hier fast so aus, als ob man sich irgendwo an einem Schweizer See aufhalten würde.