Luxemburgisches Neuschwanstein

12. Juli 2024 / Luxemburg / Vianden / Burg Vianden

Vianden liegt ganz im Osten Luxemburgs, direkt an der Grenze zu Deutschland. Die Altstadt wird von einer mittelalterlichen Burg überragt, die mich entfernt an Neuschwanstein erinnert. Um der Burg auf Augenhöhe zu begegnen oder um sie gar von oben herab zu bewundern, gilt es einen  schweisstreibenden Aufstiege zu bewältigen. Dieser lohnt sich aber. Man kann es aber auch etwas leichter haben. Eine Sesselbahn (wie viele von diesen gibt es wohl in Luxemburg?) fährt hoch zu eine Plattform, von der aus man eine prächtige Aussicht auf die Burg hat. Die Seilbahn ist aber etwas für die Jungen. Rentner steigen selbstverständlich zu Fuss hoch.

Velofahrt an der Mosel

12. Juli 2024 / Luxemburg / Stadtbredimus / Mosel

Die Wetteraussichten für den heutigen Tag sind nicht sehr erbaulich. Den ganzen Tag über werden leichte Regenschauer vorausgesagt. Wir lassen uns davon nicht abschrecken und machen uns auf eine kleinere Fahrradtour der Mosel entlang auf. Startpunkt ist Schengen. Der Radweg folgt der ganzen Strecke entlang direkt der Mosel. Höhenmeter gibt es daher kaum zu überwinden, höchstens einmal bei einer Schleuse. Und wir haben Glück mit dem Wetter. Die Sonne zeigt sich zwar nur selten, aber wir bleiben trocken. Ärgerlich ist dagegen, dass ich die heutige Tour gleich mit zwei gebrochenen Speichen beende. Mal schauen, wo ich eine Werkstatt finde, die bereit ist, diesen Schaden auf die Schnelle zu beheben. Bis auf Weiteres ist damit Schluss mit Fahrradtouren.

Weltkulturerbe der besonderen Art

11. Juli 2024 / Deutschland / Völklingen / Völklinger Hütte

Die chinesische Mauer, der indische Taj Mahal oder der Pariser Eiffelturm: allesamt UNESCO-Weltkulturerbestätten, die jeder kennt. Dass auch die Völklinger Hütte zu diesem erlauchten Kreis gehört, wissen ausserhalb des Saarlandes wohl nur wenige. Und ich gebe es gerne zu: auch mir war das bis heute nicht bekannt. Und wir sind auch nur zufällig hier gelandet. Die Suche nach einem Übernachtungsplatz hat uns nach dem Besuch von Saarbrücken nach Völklingen geführt. Bis 1986 wurde hier noch richtig hart gemalocht. Heute ist die Hütte ein historisches Wahrzeichen der deutschen Ingenieurbaukunst. Speziell gut: zum Weltkulturerbe gehört auch ein riesiger Parkplatz, auf dem Hopo genügend Auslauf findet und wo er sicher eine ruhige Nacht verbringen wird.

Ribeauvillé, Elsässer Schmuckstück

11. Juli 2024 / Frankreich / Ribeauvillé / Grand Rue

Auf der Fahrt von Colmar über Riquewihr nach Ribeauvillé fahre ich durch schöne Weinberge. Meinem Navi, das mir diesen Weg gewiesen hat, sei herzlich gedankt. Dass es mir zwischendurch einen ordentlichen Anstieg eingebaut hat, sei ihm verziehen. Schliesslich steht dieses Jahr auch noch der Chasseral auf meinem Plan und da sind alle Höhenmeter, die ich vorgängig bewältige, hilfreich. Auch Ribeauvillé, ein wahres Schmuckstück unter den vielen hübschen Elsässer Weindörfern, ist noch fast leer. Der stark bewölkte Himmel ist so einfacher zu verkraften.

Colmar zu früher Stunde

11. Juli 2024 / Frankreich / Colmar / Quai de la Poissonnerie

Morgenstund hat Gold im Mund. Mag sein. Das macht das Wetter heute Morgen aber auch nicht besser. Wenigstens regnet es nicht mehr. So mache ich mich von Houssen aus per Fahrrad auf nach Colmar. Und das lohnt sich. Die Altstadt von Colmar ist auch bei bedecktem Himmel absolut sehenswert. Der Quai de la Poissonnerie, einer der Hotspots von Colmar, ist noch menschenleer. Na gut, nicht allzu erstaunlich, es ist ja noch nicht einmal sieben Uhr. Ich drehe noch ein paar Runden durch die leeren Altstadtgassen und mache mich dann auf, um noch zwei besonders hübsche Elsässer Dörfer zu besuchen: Riquewihr und Ribeaubillé.

Irland, wir kommen!

10. Juli 2024 / Frankreich / Egisheim / Place du Château Saint-Léon

Unsere erste Reise als frisch gebackene Pensionäre soll uns auf die grüne Insel führen. Rund 1’400 Kilometer Wegstrecke und zwei Überfahrten mit Fährschiffen liegen bis zur Ankunft in Irland vor uns. Wir lassen es gemütlich angehen und reisen erst einmal ins Elsass. Einen ersten Zwischenhalt – wetterbedingt wird es heute gleich auch der letzte sein – legen wir in Egisheim ein. Eine mittelalterliche Burg, eine Kapelle und der Stadtplatz bilden das Zentrum des hübschen Elsässer Winzerdorfs. Darum herum gibt es mehrere Altstadtgassen mit zahlreichen Fachwerkhäusern, die ringförmig rund ums Dorfzentrum angelegt sind. Richtig schön und jederzeit einen Besuch wert. Der im Anschluss geplante Halt in Colmar fällt buchstäblich ins Wasser. Macht nichts. Wir verbringen einen relaxten Abend. Schliesslich haben wir ja jetzt sehr viel Zeit, um Verpasstes zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen.

Aufziehende Regenfront am Luganersee

22. Mai 2024 / Schweiz / Castagnola bei Lugano / Blick auf den San Salvatore und den Luganersee

Den Morgen habe ich an einem Strategieworkshop der Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge verbracht. Nach Sitzungsende mache ich mich kurz nach Mittag auf auf eine Biketour. Es eilt, denn bereits für Mitte Nachmittag ist Regen angesagt. In Castagnola scheint noch die Sonne. Doch die Wolken türmen sich immer mächtiger auf. Und sie werden zusehends dunkler. Ich mache noch eine Schlaufe über Morgote und schaffe es dann mit Müh und Not trocken zurück zum Hopo. Dort angekommen, beginnt es bald zu regnen. Einmal mehr Glück gehabt. Der Wettergotte war in diesen Ferien wirklich oft auf unserer Seite.

Panoramablick vom San Salvatore

21. Mai 2024 / Schweiz / Lugano / San Salvatore / Blick Richtung Süden

Nach einer mühsamen Fahrt – gut eineinhalbstunden Stau auf den rund 100 km ab Pavia – sind wir am späteren Vormittag in Lugano angekommen. Die ganze Fahrt über und auch beim Gang ins Zentrum von Lugano hat es geregnet. Ich habe am Nachmittag und am nächsten Vormittag Sitzungen in Lugano. Die vom Nachmittag findet auf dem San Salvatore statt. Tönt fast ein wenig nach Ferien. Ist es aber nicht. Aber zumindest ist es ein guter Übergang vom Ferien- ins Berufsleben. Zu meiner grossen Überraschung klärt sich der Himmel plötzlich auf. Vom Regen- bis zum Prachtwetter mit herrlichem Sonnenschein mit blauem Himmel hat es nur rund drei Stunden gedauert. So hat sich die Fahrt hinauf auf den San Salvatore doch noch richtig gelohnt. Dank klarer Sicht kann man von hier aus sogar Mailand recht deutlich erkennen. Die Stadt also, in welcher wir am früheren Vormittag noch im Stau standen.