Badeferien in Irland?

17. Juli 2024 / Irland / Saint Margaret’s Beach

Rund um den Fährhafen von Rosslare ist es schwierig, einen freien Platz zum Übernachten zu finden. Unsere erste Nacht haben wir daher auf dem Campingplatz von Saint Margaret’s Beach verbracht. Zu meiner Überraschung hat der Ort tatsächlich einen ganz passablen Sandstrand zu bieten. Tageshöchsttemperaturen von rund 20 Grad und Wassertemperaturen, die wohl deutlich darunter liegen, wirken auf mich aber recht abschreckend. Die Iren sind da deutlich härter im Nehmen. Es gibt tatsächlich einige Verwegene, die es ins Wasser wagen. Ich lasse es lieber sein. Baden ist ohnehin nicht meine grosse Passion. Bei diesen Bedingungen erst recht nicht.

Fährhafen Pembroke

16. Juli 2024 / Wales / Pembroke / Pembroke Castle


Die im Südwesten von Wales liegende Hafenstadt Pembroke wird von einer mittelalterlichen Burg überragt. Darunter schmiegt sich die Altstadt an den Burghügel. Schön, dass die Burg von drei Seiten her gut einsehbar ist und sehr fotogen wirkt. Pembroke ist neben Holyhead der zweite bedeutende walisische Fährhafen für Überfahrten nach Irland. Der Hafen liegt an einer fjordartigen Meeresbucht, was zur Folge hat, dass man während fast einer Stunde der walisischen Küste folgt. Bei tollem Wetter wie heute ein Genuss. Wir verlassen Wales vor drei Uhr nachmittags und erreichen Irland kurz vor sieben Uhr abends. Damit haben wir gut sechs Tage gebraucht, um von der Schweiz aus nach Irland zu reisen. Keine schlechte Leistung, wollen wir doch bewusst entschleunigen.

Altehrwürdige Burg Carew

16. Juli 2024 / Wales / Carew / Carew Castle

Wales ist reich an Burgen. Auf unserer Fahrt zum Fährhafen Pembroke machen wir einen kurzen Abstecher zur Burg Carew. Diese hat im ausführlichen Baedeker-Reiseführer keinen Platz gefunden, gefällt uns aber dennoch sehr gut. Direkt neben der Burg verläuft der Carew River. Bei Flut reicht das Meer bis hin zur Burg. Bei unserem Besuch herrscht gerade Ebbe (Ebbe beim Gewässer und zum Glück noch nicht in unserer Reisekasse), so dass nur ein Rinnsal  und viel matschige Erde übrigbleibt. Um die Burg und um den Carew River führt ein Spazierweg, auf dem man auch auf eine alte Mühle trifft. Wirklich ein lohnender Abstecher.

Viel Regen und viele Staus in England

15. Juli 2024 / Wales /
Southerndown

Eigentlich haben wir uns vorgenommen, noch mindestens eine Stadt in England anzuschauen. Aber das Wetter ist mies und verdirbt uns die Lust auf einen Stadtbummel. So entschliessen wir uns, zügig Richtung Wales zu fahren, um morgen eine Fähre ab Pembroke zu erwischen. Schneller gesagt als gefahren. Überall auf der Strecke von Dover nach Cardiff hat es Staus, die Nerven und Zeit kosten. Gegen sieben Uhr abends haben wir es dann doch noch geschafft. Wir übernachten an einem schönen Örtchen direkt über dem Meer, das wir aus dem Vorjahr kennen. Wild campen ist eigentlich auch in Wales verboten. Auf Autobahnraststätten und bei Einkaufscentern geht es gar nicht, weil hier die Ankunfts- und Abfahrtszeiten meist elektronisch erfasst werden und anschliessend gebüsst wird. Auf öffentlichen Parkplätzen ausserhalb der Ortschaften wird hingegen meist ein Auge zugedrückt (wenn man überhaupt gesehen wird). Hoffen wir doch, dass das auch diese Nacht der Fall sein wird.

Ankunft in Dover

15. Juli 2024 / England / Dover / Kreidefelsen im Nordosten


Pünktlich um 9.40 Uhr fährt unsere Fähre in Calais ab. Um 10.10 Uhr kommen wir in Dover an. Nur eine halbe Stunde für die Fahrt über den Ärmelkanal? Nein, eineinhalb Stunden. Aber in England gehen die Uhren eine Stunde hinter uns her. Die Überfahrt war ganz ruhig, die Fähre wohl nur zu einem Drittel voll. Das herrliche Wetter vom Vortag hat sich leider verzogen. Noch ist es trocken. Aber das wird leider nicht mehr lange so bleiben. Und nun gilt es, sich null Komma plötzlich auf den Linksverkehr einzustellen.

Der Autor gibt sich zu erkennen

14. Juli 2024 / Frankreich / Calais / Marché de Calais Nord

Bisher sind in diesem Blog nur Fotos von Hopo erschienen. Richtig so, schliesslich ist es sein Reiseblog. Am französischen Nationalfeiertag soll nun aber eine Ausnahme gemacht werden. Ich komme aus der Deckung und veröffentliche ein Bild von mir. Warum man mir mitten im Zentrum von Calais diesen Stein gewidmet hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Anyway, ich fühle mich geehrt.

Prachtwetter in Calais

14. Juli 2024 / Frankreich / Calais


Am frühen Abend treffen wir in Calais ein. Wir haben uns eigentlich vorgenommen, direkt zum Übernachtungsplatz zu fahren (diesen kennen wir vom Vorjahr her) und einen ruhigen Abend zu verbringen. In der Zwischenzeit hat sich der Himmel aber wieder geöffnet und die Sonne scheint kräftig. Die Zeit bei solchem Wetter im Wohnmobil zu verbringen, wäre wirklich schade. Wir machen daher noch einen längeren Abstecher in die Stadt, was sich absolut lohnt. So schön werden wir Calais wohl nie mehr erleben. Gut zu erkennen ist vom Zentrum aus auch der Fährhafen, über den wir morgen das Festland verlassen werden.

Wetterumschwung in Veurne

14. Juli 2024 / Belgien / Veurne / Grote Markt

Auf dem Weg nach Calais machen wir einen Zwischenhalt in Veurne, einem kleinen historischen Städtchen nahe der Grenze zu Frankreich. Veurne ist bekannt für seinen prächtigen Marktplatz, der zu den schönsten Belgiens zählt. Der Platz, der von etlichen historischen Gebäuden umgeben ist, ist tatsächlich schön. Das Wetter weniger. Hatten wir am Morgen noch strahlenden Sonnenschein, ist der Himmel mittlerweile stark bewölkt und es sieht zwischenzeitlich sogar nach Regen aus. Solche raschen Wetterwechsel werden wir in Irland wohl des Öfteren erleben.

Brügge – schönste Stadt Belgiens

14. Juli 2024 / Belgien / Brügge


Gemäss Baedeker ist Brügge die schönste Stadt Belgiens. Dem will ich keinesfalls widersprechen. Brügge ist wunderschön. Die flandrische Kleinstadt (rund 120’000 Einwohner) hat eine Vielzahl von historischen Bauten zu bieten. Speziell schön ist, dass einige Kanäle die Altstadt durchziehen. Daher auch die Bezeichnung „Venedig des Nordens“. Brügge ist aber gerade in der Hochsaison stark überlaufen. Und alles scheint auf den Tourismus ausgerichtet zu sein. Da kommt fast schon der Eindruck auf, als ob man sich in einem überdimensionierten Freilichtmuseum befindet. Gent war hier anders. Zwar auch viele Touristen, aber doch auch „einheimisches Leben“. Wir denken nicht allzu heftig darüber nach und geniessen die tolle Stadt und das prächtige Wetter.

Gent – flandrische Schönheit

13. Juli 2024 / Belgien / Gent


Da heute Samstag ist, kommen wir quer durch Belgien und rund um Brüssel gut voran und wir treffen bereits am frühen Nachmittag in Gent ein, der zweitgrössten Stadt Flanderns (hinter Antwerpen). Das Wetter ist zu Beginn stark bewölkt. Das dämpft unser Stimmung leicht ein, da wir meinen, dass die vielen tollen Sehenswürdigkeiten, welche Gent zu bieten hat, wettermässig etwas Besseres verdient hätten. Mit der Zeit tut der Himmel aber etwas auf und die Sonne zeigt sich immer häufiger. Kein Kaiserwetter, aber doch ein Rahmen, der der tollen Stadt einigermassen gerecht wird. Wir sind richtig begeistert ob der vielen Sehenswürdigkeiten und freuen uns bereits auf Brügge, die zweite Perle Flanderns, der wir morgen eine Besucht abstatten wollen.