Ravello

4. November 2026 / Italien / Ravello / Dom

Von Amalfi aus sind wir als erstes via Pontone nach Ravello hochgewandert, das wunderschön auf 350 Metern Höhe auf einem Felssporn thront. Im Gegensatz zum Trubel in den Küstendörfern bietet Ravello eine ruhige, erhabene Atmosphäre mit kühlerer Bergluft und atemberaubenden Panoramablicken über den Golf von Salerno. Der Dom bildet das historische und spirituelle Zentrum des Bergdorfes. Noch ein Wort zu den Wanderwegen: Wie an der Amalfiküste kaum anders zu erwarten ist, sind diese meist steil, aber technisch einfach zu begehen, da viele Streckenabschnitte über grobe Steintreppe führen. Fasziniert sind die tollen Ausblicke, die man immer wieder geniessen kann, sowie die vielen herrlichen Pflanzen, auf die man hier trifft.

Amalfi

4. November 2026 / Italien / Amalfi / Amalfi vom Meer her

Das Wanderfieber hat uns wieder gepackt. Einen kleinen Teil der wunderschönen Amalfiküste haben wir heute zu Fuss erkundet. Da die legendäre Küstenstrecke, die Amalfitana, ganzjährig für Wohnmobile gesperrt ist, sind wir mit dem Bus von Salerno aus nach Amalfi gefahren. Einen Parkplatz hätten wir dort ja ohnehin nicht gefunden. Die Busfahrt ist ein Erlebnis. Einerseits kann man als Passagier die wunderschöne Landschaft von einer erhöhten Position aus in vollen Zügen geniessen. Andererseits gibt es auf den engen Strassen viel Action zu erleben. Es ist wirklich unglaublich, in welchem Tempo und mit was für geringen Abständen die Busfahrer die Amalfitana abfahren. Fast so spektakulär wie die Busfahrt ist Amalfi selbst, das in eine dramatische Felsenlandschaft eingebettet ist und mit seiner verschachtelte Architektur fasziniert.

Tropea

3. November 2026 / Italien / Tropea / Santa Maria dell’Isola

Mit Wehmut haben wir gestern Nachmittag Sizilien verlassen. Die Wetterprognosen für Kampanien sind deutlich besser als für Sizilien, weshalb wir beschlossen haben, noch zwei oder drei Tage an der Amalfiküste zu verbringen. Auf der Fahrt nordwärts haben wir einen kleinen Umweg eingebaut und haben heute Morgen Tropea besucht. Die Zusatzstrecke ist nicht allzu lang, braucht aber doch seine Zeit, da man meist über kurvige und enge Strassen fährt. Der Abstecher hat sich aber gelohnt. Tropea ist eine der Top-Destinationen in Kalabrien und selbst bei nicht so tollem Wetter einen Besuch wert. Das absolute Highlight des Küstenstädtchens ist die mittelalterliche Wallfahrtskirche Santa Maria dell’Isola, die majestätisch auf einem 33 Meter hohen Sandsteinfelsen thront.

Giardini-Naxos

1. November 2026 / Sizilien / Giardini-Naxos / Hafen

Unsere Zeit auf Sizilien neigt sich ihrem Ende entgegen. Falls es nicht regnet, wollen wir morgen noch Taormina besuchen und dann aufs Festland übersetzen. Eigentlich hatten wir ursprünglich im Sinn, noch ein paar Tage länger auf Sizilien zu bleiben. Aber die Insel ist bald umrundet und für die Besichtigung des Inselinnern scheint uns der November nicht speziell gut geeignet zu sein. Kurz haben wir noch mit dem Gedanken gespielt, zum Ätna zu fahren und wandern zu gehen. Dessen Gipfel war heute Morgen aber schneebedeckt und später in dicke Wolken eingehüllt, so dass wir es bleiben liessen. Wir sind daher „bloss“ nach Giardini-Naxos gefahren. Heidi hat eine der letzten Gelegenheiten genutzt, um nochmals im Meer schwimmen zu gehen. Hopo und ich liessen es angesichts des doch recht trüben Wetters deutlich ruhiger angehen: noch etwas chillen, bevor es dann bald auf die lange Rückreise geht.

Rathaus von Catania

31. Oktober 2026 / Sizilien / Catania / Rathaus und Elefantenbrunnen

Der Domplatz ist das pulsierende Herz der Altstadt von Catania. Hier findet man die Kathedrale, das Rathaus, den Elefantenbrunnen und direkt anschliessend den Fischmarkt. Zudem führt von hier aus die Via Etna, die grosse Haupteinkaufs- und Flaniermeile, kerzengerade nach Norden Richtung Ätna. Der Elefantenbrunnen ist das berühmte Wahrzeichen von Catania. Die Skulptur wurde aus dunklem, vulkanischem Lavagestein des Ätna gefertigt, wobei der Elefant selbst deutlich älter als der Brunnen sein soll. Auf dem Rücken des Elefanten thront ein rund vier Meter hoher Obelisk, der aus dem ägyptischen Assuan stammen soll. Ein eindrücklicher Brunnen, der besten zu einer Stadt passt, die uns sehr gut gefallen hat.

Fischmarkt von Catania

31. Oktober 2026 / Sizilien / Catania / Fischmarkt

Der historische Fischmarkt von Catania, bekannt als La Pescheria, ist ein Erlebnis. Es ist einer der lebendigsten und authentischsten Märkte, die es auf Sizilien noch gibt. Der Markt liegt mitten im historischen Zentrum von Catania, nur einen Steinwurf vom Rathaus und der Kathedrale entfernt. Die Auswahl an frischem Fisch und Meeresfrüchten ist gewaltig. Kleine Snacks, Austern oder Seeigel sind direkt vor Ort erhältlich und in den angrenzenden Lokalen und Restaurants gibt es gegrillten Fisch oder frittierte Meeresfrüchte. Von den Märkten in Palermo waren wir eher enttäuscht, weil ihr Angebot mittlerweile viel zu touristisch ist. Der Fischmarkt von Catania ist hingegen noch ein echter Markt für die Einheimischen. Ein Besuch ist sehr zu empfehlen.

Castello Ursino

31. Oktober 2026 / Sizilien / Catania / Castello Ursino

Ja, das Wetter kann sich hier auf Sizilien extrem schnell ändern. Am Mittag war ganz Catania noch von dunklen Wolken überzogen und es regnete zwischendurch leicht. Bis Mitte Nachmittag hatten sich dann aber praktisch alle Wolken verzogen und das mittelalterliche Castello Ursino präsentierte sich in schönsten Sonnenschein. Wenn sizilianische Regentage so aussehen, haben wir kein Problem, wenn weitere folgen. Die Festung Ursino liegt ein Stück weit vom Hafen entfernt. Das war nicht immer so. Erbaut wurde sie ursprünglich auf einer Klippe direkt am Meer. Das änderte sich 1669 dramatisch, als ein verheerender Ausbruch des Ätna die Burg komplett mit Lava umschloss und die Küstenlinie um 500 Meter nach vorne verschob. Die Burg selbst blieb dabei wie durch ein Wunder unversehrt.

Catania

31. Oktober 2026 / Sizilien / Catania / Badia di Sant’Agata

An der Ostküste Siziliens war heute Regen angesagt. Das ist natürlich nicht unser Wunschwetter, aber weiter nicht so schlimm. Schliesslich ist Ende Oktober und wir hatten jetzt lange Zeit tolles Wetter. Und in einer Stadt wie Catania gibt es ja auch bei trüberem Wetter Spannendes zu sehen. Als wir gegen Mittag im Zentrum der ostsizilianischen Hafenstadt ankamen, sah es dann tatsächlich düster aus. Aber zumindest regnete es noch nicht. Zudem passten die dunklen Wolken irgendwie gut zum schwarzen Lavastein, der in Catania bei vielen historischen Gebäuden als Baumaterial verwendet wurde.

Kathedrale von Siracusa

30. Oktober 2026 / Sizilien / Siracusa / Kathedrale

Das bedeutendste architektonische und historische Wahrzeichen von Siracusa ist die Kathedrale mit dem angebauten Bischofspalast. Die Kathedrale wurde im siebten Jahrhundert direkt in einen antiken griechischen Tempel integriert. Die mächtigen dorischen Säulen des Tempels aus dem fünften Jahrhundert vor Christus sind sowohl in der Aussenwand als auch im Innenraum der Kathedrale perfekt sichtbar. Dass Tempel in Kirchen umgebaut wurden, soll im frühen Mittelalter häufig vorgekommen sein. Die Umwandlung diente einerseits der Kontinuität des Heiligen, war andererseits aber auch eine Machtdemonstration, mit der der symbolische Sieg des Christentums über die alten Götter demonstriert werden sollte.

Piazza Archimede

30. Oktober 2026 / Sizilien / Siracusa / Piazza Archimede

Die Altstadt von Siracusa ist geprägt von vielen engen, verwinkelten Gassen. Dazwischen trifft man aber auch auf grössere Plätze, die Luft verschaffen. Einer von ihnen ist die Piazza Archimede, der das historische und geographische Zentrum der Altstadtinsel bildet. Der Platz ist von bedeutenden Adelspalästen und historischen Gebäuden umgeben, die Epochen vom Mittelalter bis ins zwanzigste Jahrhundert widerspiegeln.