Marmolada

28. September 2026 / Italien / Marmolada / Marmolada-Massiv mit Fedaiasee

Während des ersten Teils unserer Wanderung hatten wir meistens die Marmolada im Blickfeld. Die Marmolada ist mit einer Höhe von 3343 Metern der höchste Berg der Dolomiten und wird daher auch als „Königin der Dolomiten“ bezeichnet. Der Berg hat zwei Gesichter. Nach Süden bricht er vom Gipfel aus über eine achthundert Meter hohe Steilwand ab. Die Nordseite, die wir zu sehen bekamen, fällt flacher ab und trägt den einzigen grossen Gletscher in den Dolomiten. Tief unten im Tal kann man den Fedaiasee erkennen, Speziell an diesem Stausee ist, dass er zwei Absperrbauwerke besitzt: im Westen eine 57 Meter hohe Staumauer und im Osten einen Erddamm.

Langkofelgruppe

28. September 2026 / Italien / Langkofelgruppe / Berggruppe vom Pordoijoch aus

Auf unserer heutigen Wanderung hatten wir stets superschöne Bergmassive im Blick. Kaum hatten wir nach dem Start auf dem Pordoijoch dem Sellamassiv den Rücken zugekehrt, öffnete sich westwärts der Blick auf die Langkofelgruppe. Eine gewisse Ähnlichkeit mit den Drei Zinnen, die wir morgen besuchen wollen, lässt sich kaum bestreiten.

Pordoijoch

28. September 2006 / Italien / Pordoijoch / Kapelle mit Sellamassiv

Vom Pordoijoch aus sind wir heute ein schönes Stück auf dem Bindelweg gewandert. Der Bindelweg ist ein alter Handelsweg. Händler aus Belluno (einer Stadt in der Region Venetien) nutzten den Weg früher, um Mehl und Brot ins Fassatal zu transportieren. Unsere heutige Runde war fünfzehn Kilometer lang. Obwohl es nirgends längere Zeit steil bergauf ging, haben wir doch gut sechshundert Höhenmeter überwunden. Die Wege sind gut. Toll ist, dass man auf dem Pordoijoch bereits auf 2239 Metern Höhe startet, so dass man stets über der Waldgrenze ist und überall einen freien Blick in die Ferne hat. Gleich nach den grossen Parkplätzen auf dem Pordoijoch passiert man eine kleine Kapelle, die vor siebzig Jahren als Gedenkstätte für die Gefallenen der Weltkriege sowie für die Opfer der Berge errichtet wurde.

Hopo auf dem Pordoijoch

28. September 2026 / Italien / Pordoijoch / Parkplatz kurz vor der Passhöhe

Hopo geht es gut. Allzu viel arbeiten muss er zurzeit nicht. In den ersten acht Tagen unserer Reise musste er erst 670 km zurücklegen. Und er darf seine Tage und Nächte in wunderschönen Gegenden verbringen. Die letzte Nacht stand er direkt unter dem Rosengartenmassiv bei Welschnofen. Den heutigen Tag verbrachte er mehrheitlich unter den imposanten Felsen des Sellamassivs, gleich unter dem Pordoijoch. Während andere Camper die meiste Zeit des Jahres in einer tristen Lagerhalle oder eingepfercht auf einem Parkplatz verbringen müssen, darf Hopo in herrlichen Landschaften herumkurven. Artgerechte Haltung ist uns eben wichtig.

Rosengartengruppe

27. September 2026 / Italien / Welschnofen / Rosengartengruppe

Vom Karersee ging es noch rund neunzig Minuten zu Fuss zurück zu unserem Parkplatz weit unterhalb der Kölner Hütte. Der Weg führte mehrheitlich durch eine Wiesenlandschaft, von der aus man einen freien Blick auf die prächtige Rosengartengruppe hatte. Eine wahre Genusswanderung, selbst für langsam müde werdende Beine.

Farbenpracht beim Karersee

27. September 2026 / Italien / Welschnofen / Karersee

Der Karersee strahlt in intensiven Smaragd- und Türkistönen. Je nach Standort spiegeln sich die Felswände des Latemar- und des Rosengartensmassivs im klaren Wasser. Gemäss einer alten ladinische Sage lebte eine wunderschönen Wasserfee im See. Ein verliebter Hexenmeister wollte die Nixe mit einem prächtigen Regenbogen aus Edelsteinen anlocken. Die Fee durchschaute den Trick und tauchte unter. Der wütende Hexenmeister zerschlug den Regenbogen und warf die Splitter in den See, was die leuchtenden Farben erklären soll. Die wissenschaftlich Erklärung tönt trivialer, kommt der Wahrheit aber wohl näher: Die leuchtenden Farben seien dem extrem klaren Wasser, dem hellem Dolomitgestein am Seegrund, geringem Algenwuchs und dem einfallenden Sonnenlicht geschuldet.

Karersee

27. September 2026 / Italien / Welschnofen / Karersee

Ein stark frequentierter Publikumsmagnet ist der Karersee südöstlich von Welschnofen. Der Bergsee zählt zu den bekanntesten Fotospots im alpinen Raum. Rund 600’000 Menschen besuchen den See jährlich. Mehrheitlich fahren sie motorisiert an, parkieren auf dem riesigen Parkplatz, drehen eine Runde um den See und sind schon wieder weg. Die Aussicht vom höher gelegenen Wanderweg bekommen nur die wenigsten mit.

Wandern unter der Rosengartengruppe

27. September 2026 / Italien / Welschnofen / Wanderweg von Kölner Hütte zur Paolina Hütte

Die meisten Wanderwege rund um die Rosengartengruppe sind technisch wenig anspruchsvoll. Beliebt ist es, mit der Seilbahn hochzufahren und dann mehr oder weniger flach zur nächsten Steilbahn zu wandern. Eine solche Wanderung führt von der bekannten Kölner Hütte zur Paolina Hütte. Ohne sich gross anstrengen zu müssen, kann auf diesem Wanderweg ein herrliches Bergpanorama genossen werden. Wer allerdings auf den Transport mittels Seilbahn verzichtet, kommt auch hier gehörig ins Schwitzen.

Dolomiten

27. September 2026 / Italien / Welschnofen / Seilbahnstation Tschein

Vom Vinschgau sind wir heute Morgen in die Dolomiten gefahren, genauer gesagt in die Gemeinde Welschnofen im Eggental. Die Region hier ist ein Wander- und Kletterparadies. Eine Vielzahl von Seilbahnen steht jenen Wanderern zur Verfügung, die es eher gemütlich mögen und die eine Sonnenterrasse einem steilen Aufstieg vorziehen. Es gibt aber auch mittel- und ganz schwere Wanderungen. Und auch die echten Bergsteiger kommen auf ihre Rechnung. Die Rosengartengruppe ist ein berühmtes Revier für klassische Alpintouren und Genusskletterei im Fels.

Kirchturm von Altgraun

26. September 2026 / Italien / Graun im Vinschgau / Kirchturm von Altgraun

Der Kirchturm von Altgraun gehört sicher zu den bekanntesten Fotomotiven, die das Südtirol zu bieten hat (und deren gibt es ja nicht wenige). Altgraun wurde im Jahr 1950 geflutet, als der neu erbaute Stausee gefüllt wurde. Mehr als 160 Häuser des alten Dorfes wurden gesprengt oder abgerissen. Über 1000 Menschen verloren ihre Heimat. Einzig der aus dem 14. Jahrhundert stammende Kirchturm der alten Pfarrkirche wurde wegen Denkmalschutzes nicht abgerissen und blieb als einziges Gebäude stehen. Heute ist der Kirchturm das berühmteste Wahrzeichen der Region Reschensee und eine beliebte Touristenattraktion.