Übernachten am Strand

7. März 2026 / Türkei / Kizilot / Übernachtungsplatz am Strand

Selbstverständlich gibt es auch in der Türkei Campingplätze. Dem Mittelmeer entlang sind sie recht verbreitet, im Landesinnern dagegen eher dünn gesät. Was wir bisher nicht angetroffen haben, ist ein Campingplatz, der in der Wintersaison offen ist. Wer daher die Türkei in der kälteren Jahreszeit mit einem Camper bereist, ist fast gezwungen, frei zu übernachten (was wir ja eh meistens tun). In den grösseren Städten haben wir gelegentlich für wenig Geld auf 24-Stunden-Parkplätzen übernachtet. Auf dem Land ist es relativ einfach, einen passenden Platz zu finden. Einige waren etwas laut (Verkehr, Moschee in der Nähe), andere extrem ruhig. Weder mit der Polizei noch mit den Einheimischen hatten wir jemals ein Problem. Und wir haben uns überall sehr sicher gefühlt. Unvergessen bleibt unser Übernachtungsplatz in Bozkurt direkt unter dem Ararat. Aber auch unser letzter Platz direkt am Strand mit schönem Sonnenuntergang und prächtigem Sonnenaufgang fällt in die Kategorie „Glückstreffer“.

Alanya

6. März 2026 / Türkei / Alanya / Roter Turm

Alanya ist einer der beliebtesten Hotspots des Badetourismus an der türkischen Riviera. Die Stadt bietet alles, was Badeurlauber benötigen. Alanya ist daher auch für ein ausgeprägtes Nachtleben mit vielen Bars, Clubs und Restaurants bekannt. An Sehenswürdigkeiten gibt es eine Burg, eine historische Werft und den abgebildeten roten Turm. Der Rest des Zentrums besteht mehrheitlich aus Hotels, Ferienwohnungen, Restaurants, Bars, Geschäften, einer Uferpromenade und viel Verkehr. Was wir zu sehen bekamen, entsprach nicht unbedingt dem, was wir suchen. Unser Aufenthalt hier war daher von recht kurzer Dauer und wir haben uns aufgemacht, um einen ruhigeren Ort anzusteuern. Gut, dass die Geschmäcker verschieden sind und nicht alle das suchen, was wir suchen.

Ruinenstadt Syedra

6. März 2026 / Türkei / Syedra / Ruinenstadt

An der türkischen Riviera gibt es eine Vielzahl archäologischer Ausgrabungsstätten. Es gibt die Bekannten wie etwa Ephesos oder Perge, die von praktisch allen Reisegruppen angesteuert werden, entsprechend überlaufen und mittlerweile auch recht teuer sind. Und es gibt viele kleinere, etwas abgelegenere Stätten, die auch sehr interessant sind und die man in der Nebensaison fast für sich alleine hat. Da wir die bekannteren Sehenswürdigkeiten bereits bei einer früheren Reise einmal angesteuert haben, konzentrieren wir uns dieses Mal auf die weniger bekannten „Trouvaillen“. Zu diesen gehört östlich von Alanya die Ruinenstadt Syedra, die gut erhaltene Bäder, Zisternen, eine Kolonnadenstrasse und einen atemberaubenden Meerblick bietet. Zurzeit kann man Syedra und dessen Schätze noch frei besichtigen. Aktuell bauen sie aber einen neuen Eingangsbereich, so dass man wohl bald einen Eintritt bezahlen wird. Ein solcher ist angesichts der Schönheit der Anlage aber mehr als gerechtfertigt.

King’s Bay

5. März 2026 / Türkei / Güneyköy / King’s Bay

Nachdem sich Hopo an der Ausgrabungsstätte Antiochia ad Cragum sattgesehen hatte, sind wir weiter der engen, kurvigen, steil abfallenden Strasse gefolgt, die auf einem Parkplatz endet, der für maximal sechs Fahrzeuge Platz bietet. Von hier aus führt ein steiler Pfad an Bananenplantagen vorbei hinunter ans Meer. Der Weg hierhin ist wirklich nicht ganz einfach. Die zwei Buchten, die man erreicht, sehen aber überwältigend aus. Das kristallklare Wasser leuchtet türkisfarben. Bei der King’s Bay kann man durch ein Loch im Felsen aufs offene Meer hinausblicken. Schade, dass heute Nachmittag ausgerechnet in dem Moment, als wir bei den beiden Buchten eintrafen, die Sonne hinter dicken Wolken verschwand. Der Ort ist gleichwohl ein ganz spezieller.

Hopo auf archäologischer Erkundungstour

5. März 2026 / Türkei / Antiochia ad Cragum / Colonnade Street

Antiochia ad Cragum ist eine antike Ruinenstadt, die westlich von Anamur liegt. Aufgrund ihrer Lage auf steilen Klippen über dem Mittelmeer diente sie lange als Schlupfwinkel für Seeräuber. Ab dem 1. Jahrhundert nach Christus gehörte die Stadt zum Römischen Reich und entwickelte sich zu einem typischen Provinzzentrum. Seit gut zwanzig Jahren finden hier systematische Ausgrabungen statt. Die schmale Dorfstrasse führt unmittelbar am Rande der Ausgrabungsstätte vorbei. Hopo zeigte sich sehr interessiert. Für einmal musste er nicht auf einem weit entfernten Parkplatz warten, sondern war praktisch mitten im Geschehen. Es freut uns, dass auch ihm antike Stätten gefallen.

Ausgereifte Bananen

5. März 2026 / Türkei / Anamur / Bananen

Rund um Anamur kann man an vielen Verkaufsständen entlang der Strassen frisch geerntete Bananen kaufen. Zum Teil wachsen sie in den Gewächshäusern direkt hinter den Verkaufsständen. Im Gegensatz zu den Bananen, die wir zu Hause essen und die meist grün geerntet werden, lässt man die hier verkauften Bananen an den Stauden ausreifen. Ihr Aroma ist unübertroffen.

Anamur

5. März 2026 / Türkei / Anamur / Gewächshäuser

Anamur ist eine der am südlichsten gelegenen Gemeinden in der Türkei. Die Gegend hier gilt als extrem fruchtbar und ist für ihr subtropisches Mikroklima bekannt, das eine intensive Landwirtschaft ermöglicht. Angebaut werden primär Bananen, Zitrusfrüchte (Zitronen, Orangen, Mandarinen), Tomaten, Gurken sowie Erdbeeren. Viele der Pflanzen gedeihen in Gewächshäusern. Die Landschaft gleicht von oben stark derjenigen in der spanischen Provinz Almeria in Südspanien. Das sieht natürlich nicht speziell gut aus. Was speziell in den ganz hohen Gewächshäusern wächst, ist aber superlecker.

Anemurium

5. März 2026 / Türkei / Anamur / Anemurium

Anemurium ist eine weitläufige antike Ruinenstadt, die direkt am Kap Anamur, dem südlichsten Punkt des anatolischen Festlands, liegt. Die Stadt erstreckt sich über einen steilen Hang direkt am Meer und bietet gut erhaltene Strukturen aus römischer und byzantinischer Zeit. Die meisten Gebäude sind recht stark verfallen. Trotzdem ist es eine sehenswerte Anlage, die auch wegen ihrer tollen Lage direkt am Meer gut gefällt

Burg Mamure

5. März 2026 / Türkei / Anamur / Burg Mamure


Die Burg Mamure, die östlich von Anamur liegt, ist eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Festungsanlagen in der Türkei. Die imposante Anlage erstreckt sich über eine Fläche von circa 240 mal 170 Metern (entspricht etwa fünf Fussballfeldern) und beeindruckt durch ihre Lage unmittelbar am Wasser. Die Burg ist in drei durch Mauern getrennte Innenhöfe unterteilt. Innerhalb der Mauern befinden sich eine Moschee mit Minarett aus dem 16. Jahrhundert, Badehäuser, Stallungen und Zisternen. Eine eindrückliche Anlage, deren Besichtigung sich lohnt.

Gilindire-Höhle

4. März 2026 / Türkei / Gilindire / Höhle

Die Gilindire-Höhle östlich von Anamur hat uns heute tüchtig ins Schwitzen gebracht. Einerseits gibt es über 550 Treppenstufen, über die man an den Grund der Höhle gelangt und die man dann wieder hinaufsteigen muss. Und in der Höhle herrscht ein schwül-warmes Klima mit einer Luftfeuchtigkeit von etwa 80 % und einer konstanten Temperatur um die 25 Grad Celsius, was den Aufstieg zusätzlich erschwert. Aber der Besuch hat sich gelohnt. Die Gilindire-Höhle beeindruckt mit riesigen Stalaktiten, Stalagmiten und einem kristallklaren unterirdischen See. Am Ende des Aufstiegs waren wir uns einig: Das war die schönste Höhle, die wir je gesehen haben. Interessant – und für uns nicht nachvollziehbar – sind die Eintrittspreise, die man in der Türkei bezahlt. Der Besuch der beiden Dolinen Cennet ve Cehennem kostete 12 Euro pro Person, der Besuch der viel attraktiveren Gilindire-Höhle 1,30 Euro pro Person. Der Logik, die hinter diesen Preisen steckt, sind wir noch nicht auf die Spur gekommen.