Foça

16. März 2026 / Türkei / Foça / Fischerhafen

Der Grossstadt Izmir mit ihren 4,5 Millionen Einwohnern (drittgrösste Stadt der Türkei) sind wir heute ausgewichen. Wir haben die Stadt grossräumig umfahren und sind direkt nach Foça gereist. Izmir hat zwar auch einiges zu bieten. Die stressige Fahrt ins Zentrum und die Parkplatzsuche waren uns aber zu mühsam. Das idyllische Küstenstädtchen Foça, das nördlich von Izmir an der türkischen Ägäis liegt, ist ein eigentlicher Kontrastpunkt zur Grossstadt. In der gut erhaltenen Altstadt und am schönen Fischerhafen geht hier alles sehr gemütlich und beschaulich zu und her. Die vielen Ausflugsboote und der etwas abseits gelegene Jachthafen lassen vermuten, dass es im Sommer auch in Foça recht touristisch ist. Noch herrscht aber Ruhe vor dem Sturm. Das Städtchen, sein Hafen und die entspannte Atmosphäre haben uns extrem gut gefallen. Bleibt zu hoffen, dass Foça seinen Charme noch lange bewahren kann.

Auch dem Pelikan gefällt es ins Foça

16. März 2026 / Türkei / Foça / Pelikan

Die Stadt Foça verdankt ihren Namen den Mittelmeer-Mönchsrobben (Robbe heisst auf Türkisch fok), die in den geschützten Buchten und Höhlen der umliegenden Inseln leben. Leider haben wir keines dieser seltenen Tiere zu Gesicht bekommen. Dafür haben sich im Hafen von Foça zwei Pelikane aufgehalten. Pelikane soll es in Südosteuropa in einigen Gegenden geben. Für uns war es hier die erste Begegnung. Ein Blogbeitrag ist daher unvermeidlich.

Windmühlen von Foça

16. März 2026 / Türkei / Foça / Windmühlen

Die Gegend um Foça ist für ihre windigen Bedingungen bekannt, was den Seglern zugutekommt. Früher hat man den Wind zum Mahlen von Getreide genutzt und an besonders exponierten Stellen Windmühlen errichtet. Die historischen Windmühlen von Foça sind ein bekanntes Fotomotiv und ein Wahrzeichen der Region.

Tolle Landschaft rund um Foça

16. März 2026 / Türkei / Foça / Landschaft

Foça ist wirklich eine extrem hübsche Kleinstadt, die viel zu bieten hat. Der Fischerhafen ist sehr schön, die gepflegte Altstadt ist schön, die vielen gemütlichen Bars und Restaurants rund um den Hafen sind schön, die Felsenküste nördlich von Foça ist schön, die vorgelagerten Inseln sind schön, ja sogar im Hinterland findet man prächtige Landschaften. Was für ein Glück, dass wir auf diesen tollen Ort gestossen sind.

Chico, der Strassenhund

16. März 2026 / Türkei / Foça / Strassenhund

Das prächtige Frühlingswetter hat nicht nur uns gefallen, sondern auch Chico, dem türkischen Strassenhund, der es sich auf den Fischernetzen im Hafen von Foça bequem gemacht hat. Strassenhunden sind wir im Balkan, in der Türkei und im Kaukasus zu Tausenden begegnet. Die meisten von ihnen waren gut genährt und sahen gepflegt aus. In der Türkei tragen viele Strassenhunde sogar Ohrmarken, was zeigt, dass sie zwar frei leben, aber staatlich registriert, geimpft, kastriert oder sterilisiert wurden. Ein paar Mal haben uns die Strassenhunde genervt, wenn sie etwa die Nacht hindurch laut bellten, den Verkehr behinderten oder Katzen jagten. Meist haben wir uns aber an ihnen erfreut und sie ein paar Mal auch gefüttert. Wenn wir wieder zu Hause sind, werden wir Einiges von dem vermissen, was wir auf unserer Reise liebgewonnen haben. Ein klein wenig auch die friedlichen Strassenhunde, wie etwa unseren Chico aus Foça.

Kusadasi

15. März 2026 / Türkei / Kusadasi / Burg Güvercinada

Das schöne Frühlingswetter hat die Türken am heutigen Sonntag in Scharen ans Meer gelockt. Es war daher kein einfaches Unterfangen, in der Hafenstadt Kusadasi einen freien Parkplatz zu finden, der einigermassen nahe bei der Promenade lag. Die Suche und der längere Spaziergang zur Taubeninsel mit ihrer mittelalterlichen Burg, haben sich aber gelohnt. Die Festung sieht toll aus. Toll sahen auch die Fische aus, die in etlichen Restaurants der Promenade entlang auf ihre Zubereitung warteten. Für ein Fischmenü war es uns Mitte Nachmittag zu früh. Ein leckeres Fischbrot liegt aber immer drin.

Maurische Landschildkröte

15. März 2026 / Türkei / Didyma / Schildkröte

Von einer früheren Reise her wissen wir, dass Schildkröten in der Türkei sehr verbreitet sind und dass man immer wieder auf welche trifft. Das abgebildete Exemplar (vermutlich handelt es sich um eine maurische Landschildkröte) ist jedoch die erste, die uns nach bald fünf Wochen Türkei über den Weg gelaufen ist – oder besser gesagt, auf die wir gestossen sind, weil gross bewegt hat sie sich nicht. Waren wir blind unterwegs? Zumindest nicht immer. Dass wir erst jetzt einer Schildkröte begegnet sind, hat wohl primär damit zu tun, dass sich die Tiere bei Einbruch der Kälte vergraben und in eine rund viermonatige Winterstarre verfallen.

Apollontempel

15. März 2026 / Türkei / Didyma / Apollontempel

Der Apollontempel von Didyma war in der Antike neben Delphi eines der bedeutendsten Orakelzentren der Griechen. Der gigantische hellenistische Tempelbau, der nie vollendet wurde, beeindruckt durch seine riesigen Dimensionen. Der Tempel, mit dessen Bau um 300 vor Christus begonnen wurde, ist 109 Meter lang (Fussballplatzlänge) und über 50 Meter breit. Eine eindrückliche Anlage, wie wir wieder einmal fast für uns alleine besichtigen konnten.

Bodrum

14. März 2026 / Türkei / Bodrum / Myndos Tor

Bodrum liegt schön auf einer Halbinsel an der türkischen Ägäisküste. Wegen seines antiken Erbes war Bodrum sicher lange Zeit ein attraktives Ziel für Reisende. Heute kaum mehr. Bodrum ist mittlerweile primär für seine mondänen Yachthäfen und ein lebhaftes Nachtleben bekannt. Ein ordentlicher Teil des zentralen Hafens ist heute abgeschlossen – für mich ein absolutes Unding. In und um Bodrum wurden unzählige Ferienwohnungen errichtet (die spanische Mittelmeerküste lässt grüssen). Für den türkischen und den internationalen Jetset mag Bodrum attraktiv sein. Meine Welt ist es definitiv nicht. Wenigstens haben wir abseits vom Zentrum einen ruhigen Übernachtungsplatz gefunden, so dass wir morgen gestärkt den Rückzug antreten können.

Stratonikeia

14. März 2026 / Türkei / Stratonikeia / Ausgrabungsstätte

Heute Vormittag haben wir zur Abwechslung wieder einmal eine Ausgrabungsstätte besucht. Die antike Stadt Stratonikeia gilt als eine der grössten aus Marmor gebauten Städte der Welt und bietet eine faszinierende Mischung aus römischen, byzantinischen und osmanischen Ruinen. Man kann durch Strassen gehen, in denen antike römische Strukturen direkt neben osmanischen Häusern und einer Moschee stehen. Die Ausgrabungen in der antiken Stadt dauern an, wobei Archäologenteams regelmäßig neue Funde wie antike Mosaike machen. Zurzeit wird intensiv am antiken Theater gearbeitet. Eine wirklich interessante Anlage, deren Besuch wir empfehlen können.