Schlauchbootfahrt durchs Martvili Canyon

13. Februar 2026 / Georgien / Martvili Canyon / Schlauchbootfahrt durchs Canyon

Der Martvili Canyon in Westgeorgien ist ein phantastisches Naturwunder, das für das smaragdgrüne Wasser des Flusses, für moosbedeckte Felsen und für mehrere Wasserfälle bekannt ist. Der untere Teil des Canyons mit den Wasserfällen kann auf einem Wanderweg erkundet werden. Den oberen Teil kann man mit Schlauchbooten durchfahren. Um warm zu werden, haben wir uns zuerst für die Schlauchbootfahrt entschieden. Die Bootsfahrt durch das enge Canyon mit seinen steil aufragenden Felswänden ist atemberaubend schön.

Martvili Canyon

13. Februar 2026 / Georgien / Martvili Canyon / Canyon beim Visitor Center

Den unteren Teil des Martvili Canyon kann man auf einem 700 Meter langen Rundweg besichtigen. Der Fluss stürzt hier über mehrere Fälle in die Tiefe. Gut zur Flusslandschaft passen die moosbedeckten Bäume und Steine. Wahrlich ein wunderschönes Stück Natur, das man hier im Canyon zu sehen bekommt.

Ab durch den Fluss

13. Februar 2026 / Georgien / Martvili Canyon / Floodway beim Kaghu Wasserfall

Mit einem Einheimischen und dessen 4×4-Wagen haben wir noch eine Fahrt zu einem höher gelegenen Wasserfall unternommen. Kurz vor Erreichen des Falls musste noch ein Fluss durchquert werden. Von Australien her sind wir uns das Durchqueren von Floodways ein Stück weit gewohnt. Der Fluss hier war aber ordentlich tief und die Strömung recht gross. Ich persönlich hätte gewendet. Der Einheimische fuhr aber unbeirrt durchs Flussbett. Bald darauf waren wir dann auch beim Wasserfall. Der Abstecher hierhin hat sich sehr gelohnt, wegen der wunderschönen Natur und wegen der actionreichen Fahrt.

Vorsicht, Tiere!

12. Februar 2026 / Georgien / Banza / Kühe auf der Strasse

In Georgien scheint es keine Tierställe zu geben. Die Tiere leben frei auf und neben der Strasse. Für Überlandfahrten muss man daher genügend Zeit einrechnen, da man immer wieder wegen Kühen, die sich auf der Fahrbahn befinden, abbremsen muss. Und wenn die Viecher einmal auf der Strasse sind, bleiben sie meist auch dort. Vor Autos scheinen sie null Respekt zu haben. Fast wie die Rentiere in Lappland. Mitten auf der Fahrbahn muss man auch stets mit streunenden Hunden rechnen. Wesentlich disziplinierter sind die Schweine, die Pferde, die Hühner und die Ziegen. Diese laufen auch alle frei herum, bewegen sich bisher aber stets am Strassenrand. Spätestens nach dem heutigen Tag ist uns klar, weshalb in Georgien eindringlich vor nächtlichen Überlandfahrten abgeraten wird.

Kathedrale von Poti

12. Februar 2026 / Georgien / Poti / Kathedrale

Fünfzig Kilometer nördlich von Batumi liegt Poti. Poti ist Georgiens wichtigster Hafen am Schwarzen Meer. Die Stadt ist deutlich kleiner als Batumi und auch um einiges gemütlicher. Hier findet man mitten im Zentrum noch jede Menge freier Parkplätze. Mitten im Herzen der Stadt liegt die orthodoxe Kathedrale, die von einem schönen Park umgeben ist. Gleich anschliessend gibt es eine Reihe basarähnlicher Marktstrassen. Alles in allem entspricht Poti schon viel mehr dem Georgien, wie wir es uns vorgestellt haben.

Moderne Polizeistation

12. Februar 2026 / Georgien / Poti / Polizeistation

Auf meiner ganzen bisherigen Reise durch den Balkan und die Kaukasusregion hatte ich noch nie ein Problem mit der Polizei. Und ich hoffe natürlich, dass das so bleibt. Trotzdem gehören Polizeistationen eher zu den Gebäuden, um die ich einen Bogen ziehe. Nicht so bei der Polizeistation von Poti. Deren modernes Gebäude hat mir gut gefallen. Merke: Auch Polizeistationen können Freude bereiten.

Das traditionelle Batumi

12. Februar 2026 / Georgien / Batumi / Orthodoxe Kirche St. Nicholas

Batumi ist eine spannende Stadt, die uns sehr gut gefallen hat. Es ist recht abwechslungsreich hier. Im Zentrum gibt es etliche historische Gebäude wie etwa die orthodoxe Kirche. Dann gibt es mehrer Imitationen bekannter westeuropäischer Gebäude. Dem Meer entlang gibt es hochmoderne Hochhäuser und Wohntürme. Speziell schön sind auch die vielen Parkanlagen und der sieben Kilometer lange Boulevard dem Meer entlang. Auch das Freizeitangebot ist umfassend: viele Casinos, Theater, Diskotheken und was es sonst noch so alles gibt. Eine wirklich tolle Stadt, wie wir sie in Georgien so nicht erwartet hätten.

Das moderne Batumi

12. Februar 2026 / Georgien / Batumi / Alliance Privilege

Dem Meer entlang trifft man in Batumi immer wieder auf moderne Hotelbauten, die toll aussehen. Und es wird fleissig weitergebaut. In zehn Jahren dürfte es rund um das Marriott-Hotel wohl nicht mehr allzu viel freien Raum geben. Das Gewässer im Vordergrund ist nicht etwa das Meer, sondern ein kleiner See. Wie es sich für Batumi gehört, gibt es rund um diesen See schöne Parkanlagen mit vielen Palmen und anderen Pflanzen.

Das verrückte Batumi

12. Februar 2026 / Georgien / Batumi / Batumi Tower mit Riesenrad

Batumi wird auch als das „Las Vegas des Kaukasus“ bezeichnet. Und das kommt nicht von ungefähr. Wie in Las Vegas gibt es auch hier einige extravagante Gebäude. Ganz speziell ist etwa der zweihundert Meter hohe Batumi Tower, in dessen Fassade ein Riesenrad integriert wurde. Das Gebäude war ursprünglich als Sitz einer Technischen Universität geplant, stand dann aber lange leer. Heute dient der Turm als Hotel. Und wie es sich für eine Spielerstadt gehört, beherbergt es auch ein riesiges Casino.

Haus mit goldenem Dach

11. Februar 2026 / Georgien / Batumi / Sitz der Nationalbark Georgiens

Nein, wir sind nicht in Innsbruck gelandet. Vor dem dortigen Goldenen Dachl wachsen ja auch keine Palmen. Das abgebildete Gebäude ist der Sitz der Georgischen Nationalbank und befindet sich in Batumi an der Schwarzmeerküste. Ja, wir sind in Georgien. Der Grenzübertritt lief unproblematisch ab. Dafür gibt es wieder einige kleinere Herausforderungen zu bewältigen. Wir müssen uns wieder an eine neue Währung (Lari) gewöhnen. Die Sprache und die Schrift sind anders (wir bleiben hartnäckig beim Englischen). Für unsere Handys brauchen wir neue SIM-Karten (was dank eSIMs kein Problem mehr ist). Neu ist, dass die Schweizer Haftpflichtversicherung nicht mehr gilt und wir eine georgische abschliessen mussten. Auch unser Garmin-GPS hat an der Grenze seinen Dienst eingestellt (jetzt navigieren wir halt mit unseren Handys durchs Land). Die Strassen (löchriger) und der Verkehr (zähflüssiger) sind anders. Und wir haben abermals die Zeitzone gewechselt und sind nun drei Stunden voraus. Alles kleinere Umstellungen, auf die man sich aber gut vorbereiten kann und die das Reisen irgendwie auch spannend machen.