Tiflis – Konzerthalle

15. Februar 2026 / Georgien / Tiflis / Konzerthalle

Die georgische Hauptstadt Tiflis zählt rund 1,2 Millionen Einwohner, das ganze Land rund 3,8 Millionen. Fast jeder dritte Einwohner Georgiens lebt damit in der Hauptstadt. Tiflis ist eine recht moderne Stadt, die über eine moderne Metro verfügt und auch sonst gut erschlossen zu sein scheint. Gut gefallen hat uns der spannende Mix aus Alt und Neu, oft direkt nebeneinander. Zur zweiten Kategorie zählt die futuristische Konzerthalle (Musiktheater und Ausstellungszentrum), die zwischen 2010 und 2012 erbaut wurde. Das markante Bauwerk besteht aus zwei grossen, röhrenförmigen Strukturen. Entworfen wurde das Gebäude von den italienischen Architekten Massimiliano und Doriana Fuksas.

Tiflis – Friedensbrücke

15. Februar 2026 / Georgien / Tiflis / Friedensbrücke

Die Friedensbrücke gehört zu den zentralen Wahrzeichen von Tiflis. Die vom italienischen Architekten Michele De Lucchi entworfene Konstruktion aus Stahl und Glas verbindet historische Architektur mit moderner Gestaltung. Die Fussgängerbrücke dient als Symbol für Fortschritt und für den Übergang Georgiens zur Moderne.

Tiflis – Bäderviertel

15. Februar 2026 / Georgien / Tiflis / Bäderviertel

Neben vielem anderen ist Tiflis auch eine historische Bäderstadt. Der Name der georgischen Hauptstadt leitet sich vom altgeorgischen Wort für „warm“ (tbili) ab, was auf die natürlichen, bis zu 46 Grad heissen Schwefelquellen zurückgeht. Im Bäderviertel in der Altstadt sind noch etliche Bäder in Betrieb, die für ihre schwefelhaltigen Thermalwasseranwendungen bekannt sind. Die charakteristischen Kuppeldächer dienen als architektonische Abdeckungen für die unterirdischen Schwefelbäder. Sie ermöglichen durch eingearbeitete Fenster den Lichteinfall in die Räume, sorgen für natürliche Belüftung und regulieren das Klima in den heissen Badehallen,

Mzcheta

15. Februar 2026 / Georgien / Mzcheta / Swezizchoweli-Kathedrale

Parkplätze sind in der Millionenstadt Tiflis eher rar. Wir haben daher rund zwanzig Kilometer ausserhalb von Tiflis auf dem grossen Parkplatz der Swezizchoweli-Kathedrale übernachtet. Mzcheta gilt als das religiöse Zentrum Georgiens und die Swezizchoweli-Kathedrale ist eine der bekanntesten und meistbesuchten Kirchen des Landes. Von hier aus fährt man mit Kleinbussen an den Rand von Tiflis und dann mit der Metro mitten ins Zentrum. Und das zu absoluten Dumpingpreisen. Die knapp zwanzig Kilometer lange Busfahrt kostet pro Person nur 60 Rappen, das Metroticket ist für bescheidene 45 Rappen zu haben. Auch auf der Strasse ist man in Georgien günstig unterwegs. Benzin und Diesel kosten um die 90 Rappen pro Liter. Paradiesische Verhältnisse für Vielfahrer.

Tolle Landschaften

14. Februar 2026 / Georgien / Kvakhvreli / Landschaft

Georgien hat tolle Landschaften zu bieten. Praktisch von überall aus kann man zurzeit Berge mit schneebedeckten Gipfeln erkennen. Es gibt viele schöne Täler mit wilden Bergbächen. Auf der heutigen Fahrt Richtung Tiflis haben wir unterschiedlichste Landschaftstypen zu sehen bekommen. Nahe der Felsenstadt Uplisziche haben wir uns fast wie im Wilden Westen der USA gefühlt. Die Landschaft hier weiss wirklich zu begeistern.

Uplisziche

14. Februar 2026 / Georgien / Uplisziche / Felsenstadt

Uplisziche ist eine beeindruckende, in den Sandstein gehauene antike Felsenstadt, die rund 60 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Tiflis liegt. Die Siedlung entstand im 16. bis 15. Jahrhundert vor Christus und entwickelte sich zu einem wichtigen vorchristlichen Handels- und Kulturzentrum. Zu sehen gibt es zahlreiche Wohnhöhlen, Hallen und Nischen, die in den Fels gehauen wurden. Weiter gibt es Überreste einer Bäckerei, einer Apotheke, eines Theaters, eines Marktplatzes sowie ein ausgeklügeltes antikes Wasserversorgungssystem mit Rinnen und Zisternen. Eine spannende Anlage, deren Besichtigung bei prächtigem Sonnenschein natürlich doppelt Freude macht.

Kloster Mozameta

14. Februar 2026 / Georgien / Mozameta / Kloster

Aufgrund der langen christlichen Tradition ist Georgien übersät mit historischen Klöstern, von denen viele bedeutende kulturelle und religiöse Stätten darstellen. Die georgische-orthodoxe Kirche unterhält derzeit rund 700 aktive Kirchen und Klöster. Wir haben heute Morgen das Kloster Mozameta besucht, das ganz in der Nähe unseres Übernachtungsplatzes lag. Das Kloster ist spektakulär auf einem hohen Felssporn mitten in einer Flussschleife gelegen. Rund ums Kloster gibt es einige attraktiv erscheinende Wanderwege, die zu Höhlen und zu einem anderen bekannten Kloster führen. Angesichts des doch eher trüben Wetters (das sich zum Glück dann im Verlauf des Tages aufhellte) war uns aber für einmal gar nicht zum Wandern zumute.

Bagrati-Kathedrale in Kutaisi

13. Februar 2026 / Georgien / Kutaisi / Bagrati-Kathedrale

Wir haben unser Nachtlager in Kutaisi, einer Stadt mit rund 150’000 Einwohnern, aufgeschlagen. Hauptsehenswürdigkeit von Kutaisi ist die Bagrati-Kathedrale, die über tausend Jahre alt ist und lange als Symbol der nationalen Einheit galt. In Georgien sind wir wieder in einem christlich geprägten Land. 84 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zum Christentum, zehn Prozent sind Muslime. In der Türkei waren 99 Prozent Muslime. Für uns heisst das, dass wir wieder etwas ruhiger schlafen können. Hier weckt uns kein Muezzin mehr frühmorgens. In der Türkei war das noch anders. Wir konnten dort noch so abgelegen übernachten, stets war von irgendwoher ein Ausrufer des Islams zu hören. Gross gestört hat uns das nicht, weil das eben zur Türkei gehört. Wirklich vermissen tun wir es aber auch nicht.

Nostalgie-Seilbahn

13. Februar 2026 / Georgien / Kutaisi / Seilbahn zum Gabashvili Park

Vom Zentrum von Kutaisi aus führt eine Seilbahn auf einen nahegelegenen Hügel, auf dem sich ein Vergnügungspark befindet. Die Seilbahn stammt aus dem Jahre 1961, also aus Sowjetzeiten. Gross modernisiert wurde sie allem Anschein nach nie. Gut möglich, dass auch die Preise noch die gleichen sind wie bei der Eröffnung, kostet doch eine einfache Fahrt für Einheimische bloss 30 Rappen, für Ausländer 90 Rappen. Auch eine Fahrt auf dem Riesenrad, das ähnlich alt wie die Seilbahn sein dürfte, ist für schlappe 90 Rappen zu haben. Die Sicherheitsstandards sind wohl nicht ganz auf EU-Niveau (so ist die abgebildete Kabine etwas mit offener Tür eingefahren). Trotz gewisser Sicherheitsbedenken haben wir uns den Spass nicht nehmen lassen und sind auf den Berg hoch und wieder runtergefahren. Den Okatse Canyon haben wir ja schliesslich auch heil überstanden.

Okatse Canyon

13. Februar 2026 / Georgien / Okatse Canyon / Hängesteg

Am frühen Nachmittag haben wir noch einen zweiten Canyon besucht. Die Landschaft beim Okatse Canyon ist weniger spektakulär als die zuvor beim Martvili Canyon. Dafür ist der Weg recht abenteuerlich. Bereits die Anfahrt auf engen und zum Teil extrem steilen Strassen ist eine Herausforderung. Das letzte Wegstück ist nur noch für 4×4-Fahrzeuge zugelassen. Noch kribbeliger wird es dann im Canyon selbst. Ein etwa 700 Meter langer Hängesteg (Hanging Cliff Trail) aus Metallgittern führt direkt an der steilen Kalksteinklippe entlang. Und das circa hundert Meter über dem tosenden Fluss. Von mehreren Aussichtsplattformen aus hat man einen prächtigen Blick tief hinunter in die Schlucht. Nicht jedermanns Sache. Uns hat es aber gefallen.