Antiker Steinbruch

4. April 2025 / Spanien / Osuna / Antiker Steinbruch

Bereits die Römer haben sich in Osuna niedergelassen. Die Stadt hiess damals Urso. Osuna ist damit quasi ein Verwandter von Bern (zumindest dem Namen nach). In der Stadt trifft man an verschiedenen Stellen auf Ruinen römischer Bauten. Speziell ist ein Steinbruch, der sowohl den Römern als auch späteren Generationen diente. Viele der historischen Gebäude, die man in Osuna bestaunen kann, haben hier ihren Ursprung. Vor rund sechzig Jahren wurde der Steinbruch dann stillgelegt.

Osuna

4. April 2025 / Spanien / Osuna / Escuela Universitaria

Osuna liegt am Südrand der heissen Ebene des Guadalquivir. Von Hitze war heute aber wenig zu spüren. Wir haben wieder einmal regnerisches Wetter und Höchsttemperaturen von 18 Grad. Die Stadt war Sitz der Herzöge von Osuna, die ihrer Heimatstadt prächtige barocke Paläste und Kirchen bescherten. Die Stadt bietet auch sonst einiges und ist wirklich einen Besuch wert. Auf einer Anhöhe findet man eine mächtige Kirche und daneben ein Gebäude, das an eine Moschee erinnert, in Tat und Wahrheit aber ein ehemaliges Universitätsgebäude ist. Das Gebäude wurde Mitte des 16. Jahrhunderts erbaut und diente während fast dreihundert Jahren ununterbrochen als Universität. Im 19. Jahrhundert wurde es dann zweckentfremdet, bis es 1995 wieder in eine Uni umfunktioniert wurde.

Caminito del Rey – Hängebrücke

3. April 2025 / Spanien / Caminito del Rey / Schluchtausgang

Höhepunkt des Caminito del Rey ist die Hängebrücke, die es am Ende der Gaitanes Schlucht zu überwinden gilt. Die Brücke ist 32 Meter lang und überspannt den Fluss Guadalhorce in einer Höhe von 105 Metern. Danach führt der Weg noch während rund hundert Metern über einen Steg, der an einer senkrechten Felswand hängt. Ist auch das geschafft, wird es gemütlich. Nach gut zwei Kilometern Fussweg ist das Dorf El Chorro erreicht. Von hier aus kann man sich mit einem Shuttlebus zum Parkplatz zurückführen lassen. Denn der Caminito del Rey ist nur in einer Richtung passierbar, was aufgrund der engen Wege absolut sinnvoll ist.

Caminito del Rey – Wanderweg

3. April 2025 / Spanien / Caminito del Rey / Obere Schlucht

Der Ursprung des Caminito del Rey, der in einer Höhe von etwa 100 Metern an den Wänden der Schlucht Garganta del Chorro hängt, geht auf den Anfang des 20. Jahrhunderts zurück. Er wurde gebaut, um den Transport von Materialien und den Durchgang von Wartungsarbeitern des Wasserkraftwerks zu ermöglichen. Im Jahr 1921 weihte König Alfonso XIII. das grossartige Bauwerk ein. Der Zustand des Weges verschlechterte sich im Verlauf der Zeit. Lang galt es als eine der gefährlichsten Wanderwege weltweit und musste 2001 gänzlich gesperrt werden. 2014 wurde mit einer umfassenden, aufwändigen Sanierung begonnen. Seit bald zehn Jahren ist der Weg nun wieder offen und gefahrlos passierbar. Einzige Voraussetzung: man muss an Tickets gelangen, die zum Teil auf Wochen hinaus ausverkauft sind.

Caminito del Rey – Untere Schlucht

3. April 2025 / Spanien / Caminito del Rey / Untere Schlucht

Nördlich von Álhora hat sich der Fluss Guadalhorce tief in den Berg eingegraben. Durch die Schlucht verläuft ein als Caminito del Rey bezeichneter Wanderweg. Die Landschaft entlang des fast acht Kilometer langen Wegs ist spektakulär. Sie verläuft zwischen Schluchten, Canyons und einem grossen Tal. Die Felswände entlang der Schlucht sind bis zu 700 Meter hoch. Mitten durch die Schlucht wurde auch eine Eisenbahnlinie gebaut. Wirklich eindrücklich.

Schlucht des Rio Guadalhorce

2. April 2025 / Spanien / Caminito del Rey / Schlucht von Süden her

Ein kurzer Ausblick auf unseren morgigen Tag. Nordwestlich von Álora zwängt sich der Fluss Guadalhorce durch eine enge Schlucht mit fast senkrecht aufragenden Felsen. Durch diese Schlucht führt ein Wanderweg, der Caminito del Rey. Und diese Wanderung, für die es Tickets braucht, die lange im Voraus gekauft werden müssen, haben wir morgen auf unserem Programm. Leider sind die Wettervorhersagen nicht sehr rosig. Die Schluchtenwanderung wird aber sicher auch bei trübem Wetter zu einem unvergesslichen Erlebnis. Wir sind gespannt, was für kribbelige Passagen uns in der engen Schlucht erwarten.

Álora

2. April 2025 / Spanien / Álora / Altstadt von Osten her

Wir sind zurück in Andalusien. Um die Mittagszeit ist unser Flieger fast auf die Minute genau in Málaga gelandet. Was lernen wir? Flüge von und nach Andalusien sind viel verlässlicher und pünktlicher als Fähren von und nach Marokko. Málaga haben wir recht zügig hinter uns gelassen. Schliesslich waren wir bereits mehrfach im Zentrum der Stadt und am Hafen. Wir übernachten heute in Álora. einer sehr reizvollen Kleinstadt vierzig Kilometer nordwestlich von Málaga. Die pittoreske Altstadt wurde auf einem Hügel erbaut und bietet einen prächtigen Blick ins fruchtbare Tal, in dem auch Dattelpalmen und Zuckerrohr angebaut werden. Auf die Rechnung kommen in Álora auch die Freunde feiner Spirituosen, gibt es doch hier mehrere Destillerien, die Brandy herstellen.

Zurück in Málaga

19. März 2025 / Spanien / Málaga / Palacio Episcopal

Wir sind wieder einmal in Málaga. Für mich ist es innerhalb von zwei Monaten das vierte Mal, dass ich hier aufkreuze. Das liegt primär daran, dass der hiesige Flughafen eine gute Anbindung an die Schweiz hat. Morgen fliegen wir ja für zwei Wochen zurück nach Hause. Wir sind etwas früher nach Málaga zurückgekehrt, weil Hopo heute einen Termin in der Werkstatt hatte. Zum Glück keine Panne, sondern bloss ein periodischer Service. Unser treuer Begleiter hat nun bereits 110’000 Kilometer auf dem Tacho und ein Werkstattbesuch war überfällig. Wir haben die Zeit genutzt, um nochmals mit dem Bus in die Innenstadt zu fahren. Nun gilt es aufzuräumen und zu packen. Wir freuen uns auf unsere Familien und auf unsere geräumige „Zweitwohnung“. Wir freuen uns aber auch darauf, unsere Reise in zwei Wochen fortsetzen zu dürfen.

Peñones de San Cristóbal

18. März 2025 / Spanien / Almuñécar / Peñones de San Cristóbal

Neben der gepflegten Altstadt, der Burg und dem Parque El Majuelo kann Almuñécar auch mit einem gepflegten Sandstrand aufwarten. Und dann gibt es noch das Naturdenkmal Peñones de San Cristóbal. Die Peñones sind felsige Küstenvorsprünge aus hartem Material, die an der Mittelmeerküste eher selten sind. Der Peñon del Santo ist mit einer Höhe von etwa 30 Metern der größte Felsvorsprung. Er kann über eine breite Treppe bestiegen werden. Auf dem Gipfel befindet sich ein Heiliges Kreuz und ein Aussichtspunkt, von dem aus man einen herrlichen Blick auf das Meer, die Stadt und die umliegenden Berge geniessen kann. Es gibt sicher spektakulärere Naturdenkmäler in Spanien. Die Peñones passen aber sehr gut zur Stadt und zum Küstenabschnitt und sind aus unserer Sicht eine echte Bereicherung für Almuñécar.

Almuñécar

18. März 2025 / Spanien / Almuñécar / Parque El Majuelo

Vor unserer Rückkehr nach Málaga haben wir noch Almuñécar besucht. Die auf den ersten Blick eher unscheinbare Stadt hat uns gut gefallen. Die rund um einen Hügel erbaute Altstadt ist sehr gepflegt. Gegen das Meer hin steht eine mächtige Burg aus dem 16. Jahrhundert. Speziell gut gefallen hat uns der Parque El Majuelo. Einerseits ist der Park ein botanischer Garten mit prächtigen, exotischen Bäumen und Pflanzen. Dann findet man hier die Ruinen einer Salzfabrik, die ihre Tätigkeit bereits gegen Ende des 5. Jahrhunderts vor Christus aufnahm. Auch die Überreste eines römischen Tempels können bestaunt werden. Und dann stösst man noch auf etliche moderne Skulpturen. Der Park ist frei zugänglich. In Spanien wird einiges getan, um die eigene Bevölkerung und die Touristen zu verwöhnen.