Tolle Landschaften

14. Februar 2026 / Georgien / Kvakhvreli / Landschaft

Georgien hat tolle Landschaften zu bieten. Praktisch von überall aus kann man zurzeit Berge mit schneebedeckten Gipfeln erkennen. Es gibt viele schöne Täler mit wilden Bergbächen. Auf der heutigen Fahrt Richtung Tiflis haben wir unterschiedlichste Landschaftstypen zu sehen bekommen. Nahe der Felsenstadt Uplisziche haben wir uns fast wie im Wilden Westen der USA gefühlt. Die Landschaft hier weiss wirklich zu begeistern.

Uplisziche

14. Februar 2026 / Georgien / Uplisziche / Felsenstadt

Uplisziche ist eine beeindruckende, in den Sandstein gehauene antike Felsenstadt, die rund 60 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Tiflis liegt. Die Siedlung entstand im 16. bis 15. Jahrhundert vor Christus und entwickelte sich zu einem wichtigen vorchristlichen Handels- und Kulturzentrum. Zu sehen gibt es zahlreiche Wohnhöhlen, Hallen und Nischen, die in den Fels gehauen wurden. Weiter gibt es Überreste einer Bäckerei, einer Apotheke, eines Theaters, eines Marktplatzes sowie ein ausgeklügeltes antikes Wasserversorgungssystem mit Rinnen und Zisternen. Eine spannende Anlage, deren Besichtigung bei prächtigem Sonnenschein natürlich doppelt Freude macht.

Kloster Mozameta

14. Februar 2026 / Georgien / Mozameta / Kloster

Aufgrund der langen christlichen Tradition ist Georgien übersät mit historischen Klöstern, von denen viele bedeutende kulturelle und religiöse Stätten darstellen. Die georgische-orthodoxe Kirche unterhält derzeit rund 700 aktive Kirchen und Klöster. Wir haben heute Morgen das Kloster Mozameta besucht, das ganz in der Nähe unseres Übernachtungsplatzes lag. Das Kloster ist spektakulär auf einem hohen Felssporn mitten in einer Flussschleife gelegen. Rund ums Kloster gibt es einige attraktiv erscheinende Wanderwege, die zu Höhlen und zu einem anderen bekannten Kloster führen. Angesichts des doch eher trüben Wetters (das sich zum Glück dann im Verlauf des Tages aufhellte) war uns aber für einmal gar nicht zum Wandern zumute.

Bagrati-Kathedrale in Kutaisi

13. Februar 2026 / Georgien / Kutaisi / Bagrati-Kathedrale

Wir haben unser Nachtlager in Kutaisi, einer Stadt mit rund 150’000 Einwohnern, aufgeschlagen. Hauptsehenswürdigkeit von Kutaisi ist die Bagrati-Kathedrale, die über tausend Jahre alt ist und lange als Symbol der nationalen Einheit galt. In Georgien sind wir wieder in einem christlich geprägten Land. 84 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zum Christentum, zehn Prozent sind Muslime. In der Türkei waren 99 Prozent Muslime. Für uns heisst das, dass wir wieder etwas ruhiger schlafen können. Hier weckt uns kein Muezzin mehr frühmorgens. In der Türkei war das noch anders. Wir konnten dort noch so abgelegen übernachten, stets war von irgendwoher ein Ausrufer des Islams zu hören. Gross gestört hat uns das nicht, weil das eben zur Türkei gehört. Wirklich vermissen tun wir es aber auch nicht.

Nostalgie-Seilbahn

13. Februar 2026 / Georgien / Kutaisi / Seilbahn zum Gabashvili Park

Vom Zentrum von Kutaisi aus führt eine Seilbahn auf einen nahegelegenen Hügel, auf dem sich ein Vergnügungspark befindet. Die Seilbahn stammt aus dem Jahre 1961, also aus Sowjetzeiten. Gross modernisiert wurde sie allem Anschein nach nie. Gut möglich, dass auch die Preise noch die gleichen sind wie bei der Eröffnung, kostet doch eine einfache Fahrt für Einheimische bloss 30 Rappen, für Ausländer 90 Rappen. Auch eine Fahrt auf dem Riesenrad, das ähnlich alt wie die Seilbahn sein dürfte, ist für schlappe 90 Rappen zu haben. Die Sicherheitsstandards sind wohl nicht ganz auf EU-Niveau (so ist die abgebildete Kabine etwas mit offener Tür eingefahren). Trotz gewisser Sicherheitsbedenken haben wir uns den Spass nicht nehmen lassen und sind auf den Berg hoch und wieder runtergefahren. Den Okatse Canyon haben wir ja schliesslich auch heil überstanden.

Okatse Canyon

13. Februar 2026 / Georgien / Okatse Canyon / Hängesteg

Am frühen Nachmittag haben wir noch einen zweiten Canyon besucht. Die Landschaft beim Okatse Canyon ist weniger spektakulär als die zuvor beim Martvili Canyon. Dafür ist der Weg recht abenteuerlich. Bereits die Anfahrt auf engen und zum Teil extrem steilen Strassen ist eine Herausforderung. Das letzte Wegstück ist nur noch für 4×4-Fahrzeuge zugelassen. Noch kribbeliger wird es dann im Canyon selbst. Ein etwa 700 Meter langer Hängesteg (Hanging Cliff Trail) aus Metallgittern führt direkt an der steilen Kalksteinklippe entlang. Und das circa hundert Meter über dem tosenden Fluss. Von mehreren Aussichtsplattformen aus hat man einen prächtigen Blick tief hinunter in die Schlucht. Nicht jedermanns Sache. Uns hat es aber gefallen.

Schlauchbootfahrt durchs Martvili Canyon

13. Februar 2026 / Georgien / Martvili Canyon / Schlauchbootfahrt durchs Canyon

Der Martvili Canyon in Westgeorgien ist ein phantastisches Naturwunder, das für das smaragdgrüne Wasser des Flusses, für moosbedeckte Felsen und für mehrere Wasserfälle bekannt ist. Der untere Teil des Canyons mit den Wasserfällen kann auf einem Wanderweg erkundet werden. Den oberen Teil kann man mit Schlauchbooten durchfahren. Um warm zu werden, haben wir uns zuerst für die Schlauchbootfahrt entschieden. Die Bootsfahrt durch das enge Canyon mit seinen steil aufragenden Felswänden ist atemberaubend schön.

Martvili Canyon

13. Februar 2026 / Georgien / Martvili Canyon / Canyon beim Visitor Center

Den unteren Teil des Martvili Canyon kann man auf einem 700 Meter langen Rundweg besichtigen. Der Fluss stürzt hier über mehrere Fälle in die Tiefe. Gut zur Flusslandschaft passen die moosbedeckten Bäume und Steine. Wahrlich ein wunderschönes Stück Natur, das man hier im Canyon zu sehen bekommt.

Ab durch den Fluss

13. Februar 2026 / Georgien / Martvili Canyon / Floodway beim Kaghu Wasserfall

Mit einem Einheimischen und dessen 4×4-Wagen haben wir noch eine Fahrt zu einem höher gelegenen Wasserfall unternommen. Kurz vor Erreichen des Falls musste noch ein Fluss durchquert werden. Von Australien her sind wir uns das Durchqueren von Floodways ein Stück weit gewohnt. Der Fluss hier war aber ordentlich tief und die Strömung recht gross. Ich persönlich hätte gewendet. Der Einheimische fuhr aber unbeirrt durchs Flussbett. Bald darauf waren wir dann auch beim Wasserfall. Der Abstecher hierhin hat sich sehr gelohnt, wegen der wunderschönen Natur und wegen der actionreichen Fahrt.